Team-Manager Jörg Hertwig vom VfL Pfullingen glaubt, dass die Handball-Saison in der 3. Liga wegen der Corona-Pandemie beendet ist, wenngleich die Spieler auch ohne Mannschaftstraining ihre Trainingspläne individuell gut umsetzen würden.

Hertwig meint zur derzeit unterbrochenen Saison der 3. Liga Süd: „Ich glaube, dass wir die Saison nach dem 19. April nicht weiterführen werden. Ich saß noch vor dem abgesagten Spitzenspiel in Fürstenfeldbruck mit unseren Drittligahandballern zusammen und lobte unsere Mannschaft, die eine überragende Saison bis dahin spielte. Wir wurden richtig überrollt von den Corona-Ereignissen.“

Plötzliche Unterbrechung

Die folgende Absageflut in der 3. Handball-Liga Süd brachte den VfL Pfullingen zunächst einmal definitiv um die termingerechte Austragung der Punktspiele in   Fürstenfeldbruck, gegen den TSV Blaustein, in Balingen und in Hochdorf. Bis mindestens 19. April findet kein Spieltag statt. Die Wahrscheinlichkeit, dass danach aber normal weitergespielt werden kann, ist äußert gering.

Jörg Hertwig spricht Klartext: „Ich bin von den Zuschauerzahlen in der Kurt-App-Halle enttäuscht, wenngleich wir die 1000-er Grenze drei Mal überschritten. Wir hatten 650 zahlende Besucher pro Drittliga-Heimspiel. 900, also 250 mehr pro Partie, hätte ich mir aber gewünscht. Die 800 Sitzplätze sollten eigentlich immer ausverkauft sein, dazu müssten noch 100 Stehplätze kommen.“

Enteilter Spitzenreiter

Der Pfullinger Team-Manager hat auf der Suche nach Antworten für die fehlenden Zuschauer folgende Erklärung parat: „Vielleicht war Tabellenführer TuS Fürstenfeldbruck zu weit von allen Verfolgern weg und die Spannung im Kampf um Platz eins fehlte wegen des Punkteabstands. Aber wir waren immer in Schlagdistanz zu Platz zwei, den wir  vor der Corona-Krise inne hatten. Ein Lob meinerseits geht an das Trainer-Team um Daniel Brack und die Mannschaft. Wir haben für die neue Saison 14 Spieler, der Kader wird nicht schlechter sein als der aktuelle. Wir suchen weiterhin Akteure.“

Den Etat rasant erhöhen

Jörg Hertig macht klar: „Es gibt sicher Teams, die kräftig investieren, um in die 2. Bundesliga zu kommen. Wir haben einen Etat von 340 000 Euro und müssten dieses Budget bei einem Aufstieg verdoppeln oder sogar fast verdreifachen, um eine Chance in der 2. Bundesliga zu haben. Wenn wir das Bundesligaunterhaus erreichen sollten, dann bin ich weg, denn ich kann den Mehraufwand aus beruflichen Gründen nicht stemmen. Ab dann wird es mir ein ganz normaler Fan ohne Amt beim VfL Pfullingen.“