Das Pfullinger Urgestein Florian Möck spielte schon früher in der Pfullinger Jugend, war dann kurz beim TV Neuhausen und TSB Horkheim unter Vertrag. 2009 wurde wurde er mit der B-Jugend der JSG Echaz-Erms Süddeutscher Meister, 2018 kehrte er zu seiner großen Liebe an die Echaz zurück.

Aktuell hält er sich zu Hause fit mit Krafttraining und Joggen. Allerdings glaubt er persönlich, dass die Saison zu Ende ist, der Spielbetrieb nicht wieder aufgenommen wird. Offiziell ist die Drittliga-Saison der Handballer aber noch nicht abgebrochen worden.

„Mit Horkheim erreichte ich mal die Schallmauer von 40 Punkten, nun haben wir 36 auf dem Konto bei noch fünf ausstehenden Spielen. Wir könnten also auf 46 Punkte kommen – eine überragende Saison“, bilanziert Möck schon mal die Spielzeit. Der VfL Pfullingen rangiert auf dem zweiten Tabellenplatz, „wir hatten vom Oktober bis Dezember einen Riesenlauf mit lauter Siegen, konnten damit Teams wie Dansenberg, Saarlouis, Balingen, Horkheim oder Pforzheim klar hinter uns lassen.“ Lediglich Spitzenreiter Fürstenfeldbruck konnte da mithalten: „Die hatten einen Dauerlauf“, so Möck.

Da der VfL Pfullingen keinen Lizenzantrag für die zweite Liga gestellt hat, richtet sich der Blick auf die kommende Saison. Verlassen werden den VfL Micha Thiemann (nach Balingen), Axel Goller (FA Göppingen), Felix Stahl (schon in der Winterpause zum TV Neuhausen), Nikolas Gross (TSV Neuhausen) und Julius Haug (TV Neuhausen). Zurück kommt von der HSG Konstanz mit Torhüter Simon Tölke ein Urgestein, das vor seiner Zeit am Bodensee auch schon in der Echazstadt zu Hause war. Mit Lukas Fischer bleibt zudem ein Hochkaräter bei den Blau-Weißen, der in dieser Saison sehr gut zurecht kam.

Florian Möck äußert sich auch zu den Trainern der jüngsten VfL-Vergangenheit: „Frederick Griesbach hat vieles richtig gemacht, er  lebte eben den Profigedanken, hat sich diesen Traum nun mit dem TV Hüttenberg auch erfüllt“, blickt Möck zurück.

Auf Griesbach folgte Daniel Brack als Kommandogeber. „Er ist clever, lässt auch mal eine Einheit ausfallen, damit wir zu den Spielen am Samstag  topfit sind. Er hat alle individuell weiterentwickelt, auch, weil wir sein System inzwischen verinnerlicht haben.“

Und sollte nach Platz zwei in dieser Saison dann nicht logischerweise der Zweitliga-Aufstieg in der nächsten Saison in Angriff genommen werden? „Die 2. Liga ist nichts für mich, auch aus beruflichen Gründen“, antwortet Möck. Auswärtsfahrten zum Beispiel nach Rostock, Eisenach, Hamburg, Gummersbach oder Lübeck könne er zeitlich nicht stemmen, so der 28-Jährige. Ob zudem das Umfeld mit Verein und Halle die zweite Liga meistern könnte, müssten andere Leute wie Abteilungsleiter Armin Geffke entscheiden.

Florian Möck hätte jetzt vom April bis Juli ein Praktikum an der Metzinger Schönbein-Realschule machen sollen: „Ich studiere auf Lehramt, hätte Sport und Geografie unterrichtet – alles fraglich.“

Wie gesagt ist die Saison noch nicht offiziell zu Ende gespielt. So weit es geht, muss die Spannung also noch hochgehalten werden. Florian Möck ruft sich dazu immer wieder die Zuschauerkulisse in der Kurt-App-Halle und die Gänsehautspiele gegen  Balingen, Fürstenfeldbruck oder Plochingen ins Gedächtnis. „Ich habe schon Entzugserscheinungen, dass ich nicht in die Halle darf. Wir nützen als Team die digitalen Medien, machen Telefonkonferenzen zu den Trainingsplänen.“