TSG Reutlingen gegen

SG Ober-/Unterhausen 27:29

Die Vorzeichen vor dem Derby waren klar: Die TSG ging gegen den Tabellenzweiten als Außenseiter aufs Parkett, die Gäste wussten um ihre Favoritenstellung, erinnerten sich aber auch an etliche Derbyniederlagen in der Storlachhalle  und die eigenen Gesetze solcher Nachbarschaftsduelle. Dass das Spiel in Reutlingen keine leichte Aufgabe werden würde, war den Lichtensteinern somit vollauf bewusst. Somit galt es für das blau-rote Team von Trainer Thomas Dangel, mit möglichst hohem Einsatz und Konzentration in die Partie zu starten.

Die ersten 20 Minuten der Partie gestalteten sich als sehr ausgeglichen, bevor sich die SGOU in den anschließenden Minuten über die Stationen 10:10, 14:12 und 18:12 zur Halbzeit deutlich absetzen konnte. Während die TSG somit schon einen Nackenschlag verdauen musste, nahmen sich die Gäste vor, in der zweiten Halbzeit weiterhin so aktiv wie in der ersten zu agieren.

Doch dieses Vorhaben gelang den Lichtensteinern nicht. Die Truppe von Trainer Marcus Grimm schien in der Pause vom Coach besonders motiviert und perfekt eingestellt worden zu sein, sodass bereits zehn Minuten später der herausgespielte Gästevorsprung auf drei Tore geschrumpft war.

Die entscheidenden Momente freilich gehörten wieder dem Tabellenzweiten. In der Schlussphase gelang es den Echaztälern, das Ergebnis zu verwalten und durch lange Angriffe sowie konzentrierte Abwehrarbeit die Führung über die Zeit zu bringen.

Schlussendlich stand ein 27:29 auf der Anzeigetafel der Storlachhalle, mit dem die SGOU aufgrund der schwankenden Leistung zufrieden sein muss. Der Fokus ging nach dem Derby in Reutlingen bereits wieder aufs kommende Wochenende. Hier darf man sich in der Unterhäuser Ernst-Braun-Halle aufs nöchste Derby, diesmal gegen den Nachbarn VfL Pfullingen II, freuen.

Für die TSG wird es Zeit, wieder zu punkten. Die Derbypleite führt dazu, dass die Achalmstädter nun Achter mit 9:11 Punkten sind. Der Abstand nach unten ist gering, der Tabellendrittletzte HSG Rietheim-Weilheim weist nur einen Punkt weniger auf und zum Vorletzten HSG Rottweil beträgt der Puffer auch nur drei Punkte. Die anstehende Auswärtspartie in Rottweil könnte schon ein Schlüsselspiel für die Grimm-Schützlinge werden.

TSG Reutlingen: Memisahovic, Kneule – Schlegel (5), Leyh (2), Drosson (1), Schwarz (1), Ludescher, Ofenheusle, Carle (1), Groß (6/2), K. Kussmann (7), J. Kussmann (3), Breunig (1), Benecke, G. Kussmann.

SGOU: Maier, Fischer – Hagmaier, Bordt (5), Werz (1), Symanzik (4), Oeding (3), Rall, Sarpkaya (2), Akil, Wild (10/4), Althaus (4), Theodosiadis.

HSG Rietheim-Weilheim gegen

TV Neuhausen/Erms II 26:23

Die Luft im Tabellenkeller wird dünn, der TVN II verliert abermals. Dieses Mal zwar nur knapp bei der HSG Rietheim-Weilheim. Doch der Abstand zum rettenden Ufer wird stückweise größer.

Neuhausen II führte früh mit 3:2 (5.) durch Daniel Jungel. Doch die Führung hatte nicht lange Bestand, weil die HSG Rietheim-Weilheim in ihrer Tuttlinger Kreissporthalle natürlich Vollgas gab und die Partie schnell zum 6:4 drehte. Beim 9:5 nach 18 Zeigerumdrehungen war der Abstand schon größer, doch ein Dreierpack von Philipp Nebenführ sorgte wieder für den 10:10-Ausgleich.

Mehr noch: Kurz darauf traf der reaktivierte Routinier Hagen Gutbrodt zum 11:10 (25.). Zur Halbzeitpause lag Neuhausen dann mit 15:13 in Front.

Die Neuhäuser Bemühungen zahlten sich aus, sodass der TVN II gar mit 18:13 (36.) vorne lag. Doch die Gastgeber kämpften sich eindrucksvoll zurück, konnten auch von einer Auszeit durch TVN-Trainer Vito Cece nicht nachhaltig gestoppt werden. Beim 20:20 war die Partie wieder ausgeglichen – aus Neuhäuser Sicht zum letzten Mal. Denn dann zogen die Rietheim-Weilheimer weg, stellten beim 25:22 (58.) so etwas wie eine Vorentscheidung her. Der Treffer von Daniel Jungel zum 26:23 vor dem Ende reichte lediglich noch zur Ergebniskosmetik.

TV Neuhausen II: B. Rehm, Klausmann – Stütz, Boneberg (2), T. Rehm (2/1), Jungel (5/2), Rothweiler (2), Setzer, Euchner (1), Gutbrodt (3/2), M. Trenkle, Nebenführ (7), T. Trenkle (1), Stojanovic.

VfL Pfullingen II gegen

TEAM Esslingen 34:23

In der gut gefüllten App-Halle, in der rund 200 Fans ein temporeiches Spiel bestaunten, blühte der VfL II, von den Trommlern der Drittligamannschaft angefeuert, auf. Insbesondere Lukas Herdtner konnte sich wieder gut ins blau-weiße Team integrieren.

Zu Beginn der Partie sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Landesliga-Spiel, ehe der VfL II zwischen der 13. und 21. Minute einen 8:0-Lauf hinlegte, den Kai Lehmann mit dem 14:8 abschloss. Dies war gleichzeitig die erste Sechs-Tore-Führung für die Gastgeber. Angetrieben von der guten Leistung von Herdtner und Philipp Mager spielte die zweite Mannschaft des VfL bemerkenswert  souverän auf, lag zur Pause mit 17:10 in Führung.

Auch in der zweiten Hälfte konnten die Pfullinger Landesligaherren trotz der Manndeckung gegenüber des extrem spielfreudigen Mager die Führung nicht nur behaupten, sondern weiter ausbauen.

Erwähnenswert ist sicher auch, dass die Abwehr, die ab Mitte der ersten Hälfte sicher stand und durch Valentin Bantle wieder einmal einen starken Rückhalt erfuhr, in dieser zweiten Hälfte nur sehr schwer zu knacken war.

Bei den Echazstädtern lief in dieser Phase alles zusammen – man kam ins schnelle Umschaltspiel, erzielte mehrere Gegenstoßtreffer und gab auch im Angriff keinen Ball verloren. So erkämpfte sich unter anderem Mager nach einem nicht erfolgreichen Torwurf das Spielgerät und netzte ins leer stehende TEAM-Tor ein. Am Ende stand ein ungefährdeter 34:23-Sieg.

Bemerkenswert zudem: Lukas Herdtner traf acht Mal für den VfL II, Philipp Mager erzielte sechs Treffer.

VfL Pfullingen II: Bantle – P. Roth (1), Lehmann (1), Müller (3), Bertsch (2), Reiff (4), Werner (5/1), Mager (6), Lebherz (1), Kuhle (2), Schulze, Herdtner (8), Hertwig (1).