Unglücklich starteten die TusSies in das Testspiel bei der Sportunion aus Neckarsulm. Nach zwei Minuten lagen die Gastgeberinnen bereits mit 3:0 in Front. Kurz darauf eröffnete Marte Juuhl Svensson dann das Torkonto der Pink Ladies und verkürzte auf 3:1. Die Lücken in der TuS-Abwehr hatten aber weiter Bestand. Beim 4:9-Rückstand in der elften Minute nahm Trainerin Edina Rott ihr erstes Timeout und brachte Anna Albek auf die Platte.
Offensiv wurde nun etwas mehr Torgefahr ausgestrahlt und häufiger der Ball ins Neckarsulmer Netz befördert. Der Abstand sollte bis zum 14:8 und zur ersten Auszeit der Heimmannschaft (20.) groß bleiben. Danach folgten einige Paraden von Nicole Roth, die damit eine kleine Aufholjagd in Gang setzte. Bis zur Halbzeit schaffte es die TuS, auf 18:16 zu verkürzen.
Im zweiten Spielabschnitt zeigten sich die TusSies von ihrer besseren Seite und glichen nach knapp sieben gespielten Minuten zum 21:21 durch Maren Weigel aus. Dagmara Nocun sorgte wenig später für die erste Metzinger Führung beim 21:22. Fortan war die Mannschaft von Edina Rott spielbestimmend, stand in der Abwehr deutlich besser und blieb vorne konstant treffsicher. Svenja Hübner machte vom Kreis, nach schönem Anspiel von Lena Degenhardt, das 24:28 (46.).
Diesen Vorsprung verwalteten die Pink Ladies bis zum Schluss, am Ende stand ein 35:31-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel in der Neckarsulmer Ballei.
Edina Rott: „Langsam wird es leider zur Gewohnheit, dass wir sehr schleppend ins Spiel kommen. 18 Gegentore in der ersten Halbzeit sind natürlich viel zu viel. In der zweiten Hälfte haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt und sind viel aggressiver aufgetreten. Gegen einen guten Gegner die zweite Halbzeit mit 19:13 zu gewinnen ist eine gute Leistung. Dennoch haben wir vor allem in der Abwehr noch sehr viel Arbeit vor uns. Beim Turnier in St. Gallen wollen wir es besser machen.“
Am Wochenende sind die TusSies beim 35. Stadtwerk-Cup zu Gast in St. Gallen, gespielt wird beim Vierer-Turnier gegen die Heimmannschaft LC Brühl, Iuventa Michlovce (Slowakei) und Achenheim-Truchtersheim (Frankreich).

TuS Metzingen: Roth – Kalf (2), Tröster (1), Pandza (5/4), Juuhl Svensson (4), Degenhardt (1), Albek (7/1), Weigel (2), van der Baan, Hübner (3), Obradovic, Krönell (3), Symanzik, Nocun (7)