Wer es noch nicht mitbekommen hat, dem sei es hiermit gesagt: Die TusSies haben seit dem frühen Sonntagnachmittag zwei Weltmeisterinnen in ihren Reihen. „Da arbeiten viele Sportler ein Leben lang vergeblich daran“, spricht TuS-Manager Ferenc Rott aus eigener (Fußball-)Erfahrung. Delaila Amega (22 Jahre) und Bo van Wetering (20) haben das fast noch im Teenager-Alter geschafft. Noch einmal Rott: „Scheinbar haben wir bei den Transfers nicht alles falsch gemacht.“ Das hat auch niemand behauptet. Für die beiden hochveranlagten Niederländerinnen ist die TuS Metzingen die erste Profistation.

van Wetering gehört die Zukunft

Bo van Wetering, die sich schon unbändig über die Berufung gefreut hat, durfte im Finale (30:29) gegen Spanien gut zehn Minuten auf dem linken Flügel wirbeln, hat dabei ein Tor erzielt und viel richtig gemacht. „Ihr gehört die Zukunft“, sagt Ferenc Rott. Nicht nur in den Niederlanden – auch im pinken Trikot. Delaila Amega war froh, überhaupt dabei zu sein. Nach ihrem Kreuzbandriss kam sie erst kurz vor der WM wieder richtig auf die Beine. Es ist ein Zeichen der immensen Wertschätzung, dass die Spielmacherin mit nach Japan durfte, zwei Kurzeinsätze waren ihr dort vergönnt.

Strammes Programm im Heimatland

Unter der Woche hatten die Weltmeisterinnen im Heimatland ein strammes Programm, Freitag landen sie in Metzingen, feiern Weihnachten mit ihren pinken Freundinnen – und am Samstag sind sie beim „Weihnachts-Special“ der TusSies die Attraktion. Eingebettet in den Test gegen Frisch Auf Göppingen (17 Uhr) werden sie gefeiert. Ein Wiedersehen gibt es auch mit den beiden anderen Nationalspielerinnen, die in Japan dabei waren, Marija Obradovic (Serbien) und Maren Weigel (Deutschland). Ob das Quartett dann schon wieder in den Spielbetrieb eingegliedert wird, zeigt sich. Viel Zeit bleibt vor dem Weihnachtsspiel nicht.

Am Samstag werden die treuen TuS-Fans schon einmal auf das Fest eingestimmt. Mit einem Nikolaus ist fest zu rechnen – und mit einer großen Tombola. Der Nikolaus wird auf alle Fälle auch für die Jugend-Weihnachtsfeier gebraucht, die parallel in der Öschhalle steigt.

Richtig arbeiten muss am Samstag die TuS Metzingen II. Es hat schon einen gewissen Charme, dass die „TusSies“ quasi das Vorprogramm für die „kleinen TusSies“ bestreiten, die um 19 Uhr im Pflichtspiel die SG Kappelwindeck/Steinbach empfangen. „Das ist zum größten Teil die Zukunft der TuS, unsere A-Jugend“, sagt  Ferenc Rott. Und die ist in der 3. Liga blendend unterwegs. Zugucken lohnt sich auf alle Fälle.

Kalender als weiteres Highlight am Samstag

Im Anschluss an dieses Spiel gibt es ein weiteres Highlight, das Ferenc Rott den TusSies-Fans wärmstens ans Herz legt. Der neue Kalender wird präsentiert – ein wahres Schmuckstück soll er sein, das wunderbar verschenkt werden kann. Man sollte also noch ein kleines Budget in Reserve haben und am Samstag mitbringen.

Am zweiten Feiertag, 26. Dezember, steigt dann in Tübingen das Weihnachtsspiel gegen den FSV Mainz 05. Anpfiff ist um 18 Uhr. „Das ist doch genau das Richtige zum Festausklang“, macht Ferenc Rott Werbung. 2000 Zuschauer aufwärts würde er schon gerne in der Paul-Horn-Arena begrüßen.

Vormerken sollte man sich unbedingt auch Freitag, 10. Januar. Da sind die TusSies gegen die Flames von der HSG Bensheim-Auerbach „on fire“. Zum vierten Mal in Folge kann man sich für das Final4 in der Porsche-Arena qualifizieren. Voraussetzung dafür ist ein Sieg im Pokal-Viertelfinale gegen den Ex-Klub von Edina Rott. In der Öschhalle geht es um 20 Uhr los.

Weihnachten und Handball

Wenn andere über die Feiertage die Beine hochlegen, sind die Erstliga-Handballerinnen in Deutschland vollbeschäftigt. Und das, was man sich früher nicht vorstellen konnte, funktioniert. An Weihnachten wird Handball gespielt – auch bei den Männern. Und weil es von den Zuschauern angenommen wird, bleibt es wohl dabei.