Es waren zehn Minuten gespielt, als TuS-Trainerin Edina Rott zur ersten Besprechung bat. Es lief noch nicht viel bei ihrer Mannschaft, beim Gastgeber indes schon. Logisch deshalb der Spielstand von 8:5, den Neckarsulm vor allem den treffsicheren Rückraumschützinnen zu verdanken hatte, die von der TuS-Abwehr kaum gestört wurden.

Es wird besser, aber noch nicht gut

Es wurde besser, aber immer noch nicht gut. So folgte auf das 10:10 (18.) eine 0:3-Sequenz. Zur Halbzeit wurde ein 17:17 vermeldet. Marlene Zapf und Simone Petersen hatten je vier Mal getroffen, drei Treffer kamen von der pfeilschnellen Weltmeisterin Bo van Wetering.

Die Missstände wurden erkannt und mit einer weit besseren Abwehr behoben. Nach einem verwandelten Petersen-Siebenmeter zum 19:22 (40.) wähnte man sich auf dem richtigen Weg, der dann allerdings kurz in eine Sackgasse mündete (22:22, 45.). Erst dann war Schluss mit lustig. Bo van Weterings 23:27 (52.) verriet schon viel über die Richtung, die das Spiel nehmen würde.

Vier Freie gehen nicht rein

Problem im letzten Spielviertel waren vier freie Möglichkeiten, die als pinker Verlust gebucht werden mussten. Ansonsten wäre es klarer geworden als das finale 28:31. Positiv war, dass man sich von nichts aus der Ruhe bringen ließ, auch in kritischen Situationen clever und ruhig blieb.