Ski Nordisch Fink und Notz zufrieden

Arber anstatt Kanada. Florian Notz muss derzeit in der zweiten Reihe starten.
Arber anstatt Kanada. Florian Notz muss derzeit in der zweiten Reihe starten.
ERGO 08.03.2016
Florian Notz (SZ Römerstein) hat beim Continental-Cup am Arber im Bayerischen Wald über die klassische Distanz den vierten Platz belegt. Pia Fink (SV Bremelau) lief im Massenstart auf Rang elf.

Auf den ersten fünf der 15 Kilometer im klassischen Stil lief bei Florian Notz überhaupt nichts zusammen. Für den Dettinger im Römersteiner Dress wurden bereits 36 Sekunden Rückstand notiert. "Die ersten fünf Kilometer waren nichts", bekannte er. Dann kam von hinten der Schweizer Jason Rüesch und für die verbleibenden zehn Kilometer hatte der Dettinger einen Partner gefunden, der ihn nach vorne trieb. "Wir haben uns gegenseitig gepusht", bestätigte Florian Notz.

So kam es, dass der Ermstäler einerseits auf die Spitze wieder Zeit gut machte und zum anderen, dass Rüesch am Ende in 40:52,1 Minuten das Rennen gewinnen konnte. Florian Notz wurde mit 31,6 Sekunden Rückstand auf den Eidgenossen Vierter. Auf den Liechtensteiner Philipp Haelg, der Dritter wurde, fehlten neun Sekunden. Damit war Florian Notz bester Deutscher und hatte einige andere Weltcup-Läufer hinter sich gelassen. Am Sonntag konnte der SZR-Läufer dann die 30 Kilometer im Massenstart nicht beenden. Er lag eigentlich nicht schlecht im Rennen, hielt sich etwa an zehnter Position auf, doch Magenprobleme zwangen ihn zur Aufgabe. Offenbar hatte er etwas gegessen, was ihm nicht bekommen war.

Dennoch sah er seine Verfassung kritisch: "Mein Leistungsniveau ist definitiv nicht mehr so gut wie zu Beginn der Saison. Im Dezember habe ich einfach zu viel gemacht." Die letzten Weltcup-Rennen in Skandinavien hätten schon "einigermaßen okay" sein können, aber einige unglückliche Umstände beeinflussten die nackten Resultate. Wie zum Beispiel der Sturz beim Start in Lahti. Letztlich reichten die Ergebnisse nicht für eine Nominierung für die derzeit laufende Ski-Tour Kanada. Nur drei Männer nahm der Deutsche Skiverband mit nach Übersee. "Ich habe nicht damit gerechnet, dabei zu sein. Daher war es okay", sagt Notz.

Pia Fink zeigte über 15 Kilometer in der freien Technik bei Schneefall und Temperaturen um die Null-Grad-Grenze eine respektable Vorstellung. Nach dem Start-Getümmel hatte sie sich nach 2,5 Kilometern an der 18. Stelle positioniert und lag zu diesem Zeitpunkt 12,2 Sekunden hinter der Spitzenreiterin Monique Siegel (Oberwiesenthal). Fink arbeitete sich nach vorne. Am Ende war es Platz elf, 1:32,2 Minuten hinter Siegerin Siegel (42:45,3). 1,8 Sekunden fehlten ihr zur gleichaltrigen Sofie Krehl, die das Rennen auf Rang zehn beendet. Damit war sie fünftbeste Deutsche und siebtbeste U23-Läuferin.

Tags zuvor hatte sie über zehn Kilometer im klassischen Stil Rang 20 belegt. Die aus dem Münsinger Stadtteil Hundersingen stammende Fink verlor 1:40,1 Minuten auf die Siegerin Lucia Scardoni (30:01,1) aus Italien, die mit 7,1 Sekunden Vorsprung auf Julia Belger und 10,1 Sekunden vor Monique Siegel (beide Oberwiesenthal) siegte.

Pia Fink und Florian Notz werden am kommenden Wochenende das Finale des Continental-Cups in Toblach bestreiten.