Triathlon Erfolge für die SG Dettingen

Nachwuchshoffnung Mirjam Huber vertrat die SG Dettingen bei ihrem Debüt als B-Jugend-Neuling ganz ausgezeichnet.
Nachwuchshoffnung Mirjam Huber vertrat die SG Dettingen bei ihrem Debüt als B-Jugend-Neuling ganz ausgezeichnet. © Foto: Foto: Privat
Dettingen/Erms / Jud 17.05.2018

Der Saisonauftakt 2018 sollte eigentlich im ersten Wettkampf der französischen Triathlon-Liga im warmen, sonnigen Valence in Südfrankreich stattfinden, doch alle wurden von furchtbaren Witterungsverhältnissen mit Kälte, Wind und fast Schneeregen überrascht. Da hatte sich auch Anja Knapp von der SG Dettingen über den großen Startaufwand geärgert, der ganz und gar nicht nach ihrem Sinne mit ihren 80 Mitkonkurrentinnen verlief. Schon vor dem Start hatten viele Teilnehmerinnen kein Gefühl mehr in Händen und Füßen.

Lücke geschlossen

Die Schwimmstrecke war trotz Neoprenanzug  mehr als unangenehm. Auf der Radfahrt hatte die Dettingerin rasch die Lücke geschlossen und leistete trotz Wind und Regen viel Führungsarbeit. Als Dritte in die Wechselzone einfahrend mussten starre Finger die Schuhe binden, aber alles fühlte sich nur eisig, kalt und taub an. Längst war die Lust vergangen und es galt nur noch einigermaßen durchzuhalten, was viele der 80 Starterinnen nicht mehr erleben bzw. ertragen wollten.

Beste ihres Teams

Nach 1:02,18 Stunden überlief Anja Knapp auf Rang zwölf die Ziellinie. War damit noch Beste ihres Teams, aber alles andere als glücklich über solche einen witterungsbedingten katastrophalen Saisonstart, für den sie sich einiges vorgenommen hatte, weil auch im Vorfeld alles gestimmt hat und auf ein gutes Gelingen hindeutete. Dennoch hat sie wie immer den Kopf nicht hängen lassen und freut sich auf die nächste Wettkampfgelegenheit und warmen Temperaturen am 2. Juni beim Weltcup in Cagliari (Sardinien, Italien), um das wahre Leistungsvermögen, zu dem sie fähig ist, komplett abzurufen.

Überraschung für Weis

Eine herbe Überraschung erlebte Duathlet Bernd Weis bei seinem Saisoneinstieg in Ansbach. Eigentlich in guter körperlicher Verfassung hatte er sich einiges vorgenommen, um wieder in seiner Lieblingssportart angreifen zu können. Fünf Kilometer Laufen, 24 km Radfahren und nochmals fünf Kilometer Laufen sollten die richtigen Einstiegsdistanzen sein, um für die weitere Saison „in die Gänge“ zu kommen. Doch was noch nie in seiner langen, erlebnisreichen Sportlaufbahn vorkam sollte in Ansbach eintreten: Zwei platte Reifen bei einem Wettkampf. Zuerst hatte das Hinterrad platte – und der Wettkampf-Reifenwechsel kostete natürlich auch knapp fünf Minuten, da war der Wettkampfgedanke fast nur noch ideeller Natur.

Erst recht, als kurz vor Ende der Raddistanz auch aus dem Vorderrad die Luft entwich. Mit Frust fuhr Bernd Weis dann auf der Felge die letzten drei Kilometer mehr „schwimmend“ bis ins Ziel. Trotz eines guten Abschluss-Laufes war dann natürlich mit diesen ärgerlichen Zeitverlusten keine Top-Platzierung unter seinen Wettkampfkonkurrenten mehr möglich

Nach 1:30,43 Stunden kämpfte er sich noch bis auf Rang acht seiner Altersklasse M 50 ins Ziel und rangierte am Ende unter den 131 Mitstartern trotz seinen Malheuren auf dem 73. Gesamtplatz im Mittelfeld. Gerade in die B-Jugend aufgestiegen und mit ihren Vorjahresleistungen in Baden-Württemberg 2017 in den Landeskader aufgenommen, wurde Mirjam Huber von den Landestrainern nach Karlsruhe-Forst berufen, um erstmals an einem hochkarätigen Triathlonwettkampf mit stärkster Beteiligung zu starten. Der Nachwuchscup der DTU (Deutschen Triathlon Union) ist eine bundesweite Wettkampfserie für leistungsorientierte Nachwuchsathleten, die zu diesen Vergleichswettkämpfen aus dem ganzen Bundesgebiet anreisen, um die Kräfte zu messen und eine Standortbestimmung bundesweit vorzunehmen.

54 Teilnehmerinnen

Bei der weiblichen B-Jugend stellten sich 54 Teilnehmerinnen den Anforderungen für diese Altersklasse mit 400 m Schwimmen (See) –  10,5 km Radfahren und 2,5 km Laufen. Nach 34:21 Minuten siegte die Kölnerin Maite Küstner vor Noelle Werner vom Bundesleistungszentrum Saarbrücken (34:34 min) und der Berlinerin Martha Gastell (34:38 min).

Die Dettinger Nachwuchshoffnung vertrat die Farben ihrer SG-Sportgemeinschaft bei ihrem Debüt auf dieser Leistungsebene und dem ersten DTU-Nachwuchscup mit einem zwölften Platz (Gesamtzeit 35,00 min) ganz ausgezeichnet. Mit Schwimmen in der ersten großen Gruppe aus dem Wasser steigend, nach der Radfahrt auf Rang 22 und danach der sechstbesten Laufzeit konnte sie ihren Spitzenrang als B-Jugend-Neuling erkämpfen.

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