Mountainbike Enttäuschende WM-Premiere für Dettingerin Simone Roßberg

Bei der Mountainbike-WM in Lenzerheide (Schweiz) war Simone Roßberg auf dem Holzweg. Die 17-jährige Juniorin vom TSV Dettingen/Erms hatte sich mehr erhofft als den 42. Platz.
Bei der Mountainbike-WM in Lenzerheide (Schweiz) war Simone Roßberg auf dem Holzweg. Die 17-jährige Juniorin vom TSV Dettingen/Erms hatte sich mehr erhofft als den 42. Platz. © Foto: Goller
Lenzerheide / Erhard Goller 07.09.2018

Bei der Mountainbike-WM in Lenzerheide (Schweiz) hat Simone Roßberg eine Enttäuschung einstecken müssen. Die Juniorin vom TSV Dettingen/Erms landete beim Sieg der Österreicherin Laura Stigger nur auf Platz 42.

Simone Roßberg musste aufgrund ihrer Weltranglistenposition aus der letzten Startreihe ins Rennen gehen. Das erwies sich für die 17-Jährige als erstes Handicap. Ziemlich am Ende des Feldes ging sie in die erste Abfahrt hinein. Die erhoffte Aufholjagd blieb allerdings aus. Es ging dann zwar vorwärts, sie verbesserte sich zwischenzeitlich mal um acht Position auf 38, doch  dann verlor sie wieder Plätze.

Die Höhe im Verdacht

„Ich habe richtig schlecht Luft bekommen, das hatte ich noch nie“, erklärte Simone Roßberg. „Ich nehme an, es war die Höhe.“

Lenzerheide liegt auf 1500 Metern über dem Meeres-Spiegel. Mancher Athlet reagiert sensibel darauf und braucht eine entsprechende Anpassung, andere kommen gut damit klar. Eine junge Athletin wie Simone Roßberg, die zum ersten Mal mit einem Rennen in der Höhe konfrontiert ist, weiß das von sich natürlich noch nicht.

So fand sie kein Konzept, sich irgendwie zu behaupten. Dazu kamen Zweikämpfe, die mit harten Bandagen geführt wurden. „Zweimal ist mir eine einfach ins Rad gefahren“, erzählte die Kleinbettlingerin im Dettinger Trikot. Außerdem rutschte sie einmal weg.

Eine Runde vor Schluss wurde sie wegen Überrundungsgefahr aus dem Rennen genommen und bei ihrer ersten WM als 42. klassiert. Tief enttäuscht stand Roßberg im Ziel, ein paar Tränen kullerten über die Wangen. Zu gerne hätte sie ihre Nominierung mit einem besseren Ergebnis gerechtfertigt. Allerdings ist eine solches Ergebnis im ersten Jahr U19 auch kein Beinbruch.

Der Titel ging an die überragende Österreicherin Laura Stigger, die 2018 und schon 2017 schlicht alle Rennen gewonnen hat, die sie bestritten hatte. Sie nahm der Zweiten Teresa Saskova aus Tschechien 3:03 Minuten ab, die Britin Harriet Harnden holte mit 3:37 Minuten Rückstand Bronze.

Beste Deutsche war Emma Eydt (Merchweiler) die mit 6:26 Minuten Rückstand Neunte wurde.

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