Handball Entfesselter Niklas Roth führt VfL mit zwölf Toren zum Sieg

Jubel auf der Pfullinger Bank. Der VfL hat einen einstelligen Tabellenplatz in der 3. Handball-Liga Süd erobert und einen Pflichtsieg über Baden-Baden gelandet.
Jubel auf der Pfullinger Bank. Der VfL hat einen einstelligen Tabellenplatz in der 3. Handball-Liga Süd erobert und einen Pflichtsieg über Baden-Baden gelandet. © Foto: Grundler
Pfullingen / Wolfgang Gattiker 03.12.2018

Nach dem sicheren, souverän herausgespielten 35:29-Sieg gegen das Schlusslicht TVS Baden-Baden liegt der VfL Pfullingen mit 14:14 Punkten auf dem neunten Platz der 3. Handball-Liga Süd und ist somit einstellig – das ist das Saisonziel. Bis zur Winterpause hat die Griesbach-Truppe noch drei Spiele vor der Brust.

Der Heimsieg war nie gefährdet, weil man alles unter Kontrolle und einen Niklas Roth besaß, der nach seinen neun Toren gegen den TuS Fürstenfeldbruck nun zwölf folgen ließ (lauter Feldtore).

Auch bei der Manndeckung durch Bornhäußer erzielte der VfL-Youngster abgezockt seine Tore. Roth ist in Glanzform, er verwandelt die Chancen traumhaft sicher, nimmt alles locker, bleibt cool und ist dennoch auch vollkonzentriert – ein Juwel.

Gäste-Trainer Ralf Ludwig meinte: „Wir machten zu viele Fehler, um da was zu holen, Roth  traf eben immer.“

Happy war auch Armin Geffke, der als Abteilungsleiter wie  Kassierer Tilo Dörflinger und der gesamte Ausschuss bei der Handball-Versammlung des VfL einstimmig wieder gewählt wurde. Das Spiel begann  holprig. So führte der VfL 5:3, dann stand es 5:6. Der Gast, der Balingen II und Konstanz geärgert hatte, jeweils nur knapp verlor, hielt mit, führte sogar 10:9 in der 17. Minute.

Dann stand es nach 6:1-Lauf 15:11 für den Gastgeber, der einen Zwischenspurt einlegte. Jeder Schuss war ein Treffer. Zur Pause führte der VfL mit 16:12, es sollte nichts mehr anbrennen, dazu spielte man diesmal  konstanter, nicht so leichtsinnig, wenngleich ab und zu eine  Phase kam, als die Echaz-Krokodile zu viele Fehler einbauten.

Messe gelesen

Aber selbige war eben kurz und  Roth beendete mit seinem toll herausgespielten Treffer diese Phasen. 18:13 und die Messe war gelesen. Die Echaz-Krokodile zogen auf 23:18 weg, ehe  es 23:20 stand (44. Minute). Da keimte bei den Gästen Hoffnung auf, aber nach drei Toren von List und Schmid (2) war alles  klar. Der VfL führte 26:20, man ließ die Gäste mitspielen, denn 29 Gegentore sind zu viel.

Spielmacher Florian Möck schaute nur entspannt zu, seine Verletzung verhinderte einen Einsatz, während Axel Goller am Donnerstag noch mit FA Göppingen in Magdeburg war, die tolle Bundesliga-Atmosphäre genoss.

30:23, der klare Sieg wurde immer deutlicher. Beim 32:24 hatte man acht Tore Vorsprung, gewann dann mit sechs, als die Gäste noch etwas herankamen, aber der klare Sieg nie in Gefahr geriet.

Micha Thiemann meinte: „Die Baden-Badener sind zu gut, um sie zu unterschätzen. Wer das tut, verliert gegen sie. Wir gaben aber Vollgas, spielten solide und souverän, ohne je in ernsthafte Gefahr zu kommen. Wir wussten, dass sie hinten raus Probleme bekommen. Da machten wir den Deckel und setzten die Vorgaben gut um.“

Trainer Frederick Griesbach freute sich: „Das war ein Pflichtsieg und ein Arbeitssieg. Wenn man den TVS unterschätzt, dann verliert man, das taten wir deshalb nicht. Wir waren  60 Minuten konzentriert, spielten das, was wir uns vorgenommen haben,  gewannen hochverdient. Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Pfullingen spielt noch in Zweibrücken und Neuhausen/Filder sowie zu Hause am 22. Dezember gegen den TV Willstätt.

Das könnten sechs Punkte ergeben, doch Trainer Griesbach denkt von Spiel zu Spiel und macht  keine Hochrechnungen auf.

Man wurde nun für seinen Einsatz belohnt und der Trainer baut auf den Teamspirit, aber er lobt auch: „Roth macht das richtig gut, er hat einen Lauf und  es macht Spaß, ihm zuzuschauen. Er hat kaum einen Fehlwurf, wir waren dominant, sind eine Einheit. Wir haben jetzt 14 Punkte geholt.“

So spielten sie VfL - Baden-Baden

VfL Pfullingen: Becker, Schlipphak – Wittlinger 1, Schmid 4, Breckel 4, Stahl, Roth 12, Thiemann 3, Prinz 2, Jabot 4/2, Haug 3,  Goller 1,  Hertwig, List 1.
TVS Baden-Baden: Horn, Häfner – Wichmann 1, Seiter, Bornhäußer 6/2, Fritz 6/1, Völker 1, Mitzel 1, Schuster 7, Unser 4, Koch 2, Vollmer 1.
Siebenmeter: VfL: Thiemann vergibt einen – TVS: Fritz scheitert ein Mal.
Zeitstrafen: VfL vier Minuten – TVS 10 Minuten.
Schiedsrichter:  Hehn/Tauchert (Stadeln).
Zuschauer: 550.

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