Eninger nahe dran an zehn Stunden

Gut gelaunt bei Kilometer sechs des Marathons: Der ehemalige Eninger Landesligafußballer Stefan Rabausch verfehlte unter rund 2039 Finishern des Ironman Hawaii in Kailua-Kona die Marke von zehn Stunden nur knapp. Foto: pr
Gut gelaunt bei Kilometer sechs des Marathons: Der ehemalige Eninger Landesligafußballer Stefan Rabausch verfehlte unter rund 2039 Finishern des Ironman Hawaii in Kailua-Kona die Marke von zehn Stunden nur knapp. Foto: pr
CZ 16.10.2012
Unter den rund 2039 Finishern des Ironman Hawaii in Kailua-Kona taucht mit Stefan Rabausch nur ein "Eisenmann" aus der Region auf. Der Agegrouper verfehlte die Marke von zehn Stunden nur knapp.

Bei seinem nach 2008 zweiten "Höllenritt" über die Pazifikinsel Hawaii erwartete den in Altenriet wohnenden Eninger Stefan Rabausch hohen Respekt einflößendes: 3,8 Kilometer Schwimmen im offenen Meer, 180 Kilometer Rad fahren entlang Lavafelder und ein abschließendes 42,185 Kilometer Laufen bei 40 Grad Hitze.

Es ging um WM-Titel und -Platzierungen, auch in den Altersklassen der so genannten Agegrouper. Rund 2400 Athleten aus 64 Nationen gingen an den Start. Nicht dabei Michael Göhner (TSG Reutlingen) und Michael Wetzel (AST Süßen), die beide die Qualifikation zur Teilnahme in der Elite-Klasse knapp verpasst hatten.

Nicht so der ehemalige Landesliga-Fußballer des TSV Eningen Stefan Rabausch, der am Samstag um 7 Uhr Ortszeit am Start des härtesten und berühmtesten Langdistanz-Triathlons der Welt stand. Die Qualifikation dafür hatte der zweifache Familienvater bei der Ironman-EM, im Juli in Frankfurt am Main, als Siebter seiner Altersklasse M40 geschafft. 2008 hatte der Physiotherapeut und Personaltrainer den "Höllenritt" über die größte Südseeinsel Long Island in der Zeit von 10:29:05 Stunden geschafft. Damals betrugen seine Teilzeiten 1:10:17, 5:31:22 und 3:38:31 Stunden.

"Diesmal möchte ich eine Zeit unter zehn Stunden erreichen", hatte er kurz vor seiner Abreise, zusammen mit seinem besten Freund Julian Geiger, vorausschauend gesagt.

Die 3,8 Kilometer Schwimmen in der Bucht von Kailua-Kona bewältigte der ambitionierte Hobbysportler in der Zeit von 1:12:17 Stunden und lag damit hinter seinem Marschplan zurück. Entsprechend gab er auf dem Rennrad Vollgas, fuhr die 180 Kilometer lange Tortur entlang der heißen Lavafelder des Queen Kaalhumanu Highway in 5:18:43 Stunden und lag wieder im Soll. Und auch der Marathon auf dem berüchtigten Alii Drive konnte Stefan Rabausch nicht in die Knie zwingen. Der leistungsstarke 41-jährige Ausdauer-Dreikämpfer widerstand allen Strapazen und benötigte für die abschließenden, in jeder Beziehung heißen 42,195 Kilometer nur 3:32:51 Stunden. Mit der Endzeit von 10:11:31 Stunden hatte der Agegrouper sein zeitliches Ziel zwar um mickrige zwölf Minuten verfehlt, dennoch sagte der für das Hechinger Team Insider Sport angetretene Triathlon-Amateur reinsten Wassers kurz nach dem triumphalen Zieleinlauf: "Es ist geschafft, ein wahrer Kampf gegen die Elemente. Wellen wie die Woche zuvor nie, mega-windig auf der Radstrecke und unglaubliche Hitze/Sonne beim Laufen. Ich bin mit meinem Resultat total zufrieden."

Sicher mehr als zufrieden war der Australier Pete Jacobs, der den 34. Ironman Hawaii in 8:18:37 Stunden für sich entscheiden konnte. Der Halter der Weltbestzeit (7:41:33), Andreas Raelert (Rostock), der die letzten drei Hawaii-Starts ein Mal als Zweiter und zwei Mal als Dritter abgeschlossen hatte, musste sich mit der Gesamtzeit von 8:23:40 Stunden mit Platz zwei begnügen. Für das beste deutsche Abschneiden auf Hawaii aller Zeiten sorgten auch Sebastian Kienle in 8:27:08, Faris Al-Sultan in 8:28:33 und Timo Bracht in 8:30:57 Stunden auf den Plätzen vier bis sechs.

Bei den Frauen siegte die US-Amerikanerin Leanda Cave in 9:15:54 Stunden. Beste Deutsche war Sonja Tajsich (Sinzing), die als Vierte 9:22:45 Stunden benötigte.

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