Volleyball Eningen hadert mit den Schiris

Mona Taigel steckt mit Eningens Damen im Abstiegsstrudel. Gegen das Schlusslicht brauchte man den Tie-Break.
Mona Taigel steckt mit Eningens Damen im Abstiegsstrudel. Gegen das Schlusslicht brauchte man den Tie-Break. © Foto: Axel Grundler
Eningen / ropa 14.11.2017
Im Volleyball gab es Tie-Break-Erfolge für Eningens Landesligisten. TSG-Damen wie Phönix aus der Asche. Eningen 3 und SG Reutlingen/Betzingen verteidigen Tabellenführung.

Es war das erwartete Spitzenspiel und die Sätze gingen allesamt mit dem knappsten Ergebnis zu Ende, doch reichte es für Oberligist TSV Eningen nicht, auch nur einen Punkt gegen die SG Volley Neckar/Teck auf der Habenseite zu verbuchen. Mit 1:3 hatte die Bayha-Truppe das Nachsehen und haderte zu Recht mit sich und den Schiedsrichtern.

Schon der erste Satz hätte an die Arbachtäler fallen müssen, denn angeführt von einem bärenstarken Daniel Wödl erarbeitete sich die TSV-Sechs bis zum 24:22 immer einen kleinen Vorsprung. Doch zwei vergebene Angriffe und ein Missverständnis im Zuspiel brachten die Gäste zurück und schließlich zum Satzgewinn (26:24). Gleiches Bild im zweiten Satz. Nun lief Eningen immer einem Rückstand hinterher, kämpfte sich aber bravourös heran und konnte am Ende den Spieß umdrehen (26:24).

Doch schon jetzt gab es Unruhe auf dem Spielfeld, denn einige unverständliche Schiedsrichterentscheidungen brachten die Teams aus dem Rhythmus. Nachdem die Gäste auch den dritten Satz knapp für sich entscheiden konnten (25:23), war man gespannt, ob der TSV, der aufgrund der Ausfälle von Jonathan Schopp (beruflich verhindert) und Felix Pauckner (krank), noch die Kraft haben würde, die Wende zu schaffen. Die Abwehr stand und vorne gelang es Max Mattes, seine Angreifer wirkungsvoll in Szene zu setzen. 16:9 lautete der Zwischenstand, ehe der Einbruch erfolgte. Ein einfacher Annahmefehler des TSV beendete schließlich ein denkwürdiges Spiel (23:25).

TSV Eningen:  Anft P., Bayha, Jaksche, Kimmerle, Mattes, Schielke, Wödl.

„Ich weiß nicht, ob ich mich freuen soll oder nicht“, japste Eningens Zuspieler Mischa Bauer nach dem 3:2-Erfolg über die SG Kressbronn/Ailingen nach Luft. Eigentlich hatte der Landesligist im Abstiegsduell einen Punkt verschenkt, andererseits aber mit einigen angeschlagenen Spielern das Maximum erreicht. Eningen begann schwach und leistete sich in Aufschlag und Annahme Fehler (14:25). Danach stabilisierte sich das Spiel und es gelang der Ausgleich (25:21). Doch wieder schlichen sich Fehler ein und die Gäste brauchten nicht viel zu machen (20:25). Mit letzter Kraft stemmten sich die Hausherren gegen die Niederlage und erzielten tatsächlich den 2:2-Ausgleich (25:23). Wie ein Orkan zog der TSV dann über die SG hinweg und fegte den Gegner mit 15:6 vom Feld. Da spielte es keine Rolle mehr, dass das Spiel gegen Meisterschaftsanwärter TSB Ravensburg mit 0:3 verloren ging.

TSV Eningen 2: Bauer, Brielmann, Hiller, Kimmerle, König, Margenfeld, Mezger, Schilling, Siller.

Die Herren des VfL Pfullingen zieren nach der 1:3-Niederlage beim VfL Sindelfingen 2 weiterhin das Tabellenende. Trotz des Ausfalls des etatmäßigen Zuspielers Marco Späth, gelang es dem VfL im ersten Satz, die Gastgeber derart zu beschäftigen, dass sie kein gefährliches Angriffsspiel aufziehen konnten. Die Folge war der Satzgewinn (25:20). Doch zunehmend schlichen sich Annahmefehler ein. Trainer Thomas Teiber wechselte durch, doch konnte der VfL den Gegner nicht mehr in Gefahr bringen.

VfL Pfullingen: Banzhaf, Bertram, Bucher, Göbel, Haydt, M. Mayer, Missbauer, Pflüger, Sautter, Schwille, Werneck, Wilkening.

Mit einem blauen Auge kamen die Landesliga-Damen des TSV Eningen gegen das Schlusslicht FV Tübinger Modell 2 davon, siegten mit 3:2. Es war eine Achterbahnfahrt bei beiden Mannschaften, die ihre Stärken vor allem in der Abwehr hatten. Der Tie-Break musste die Entscheidung bringen. Tübingen ging 9:6 in Front, Eningen zog auf 12:9 vorbei, dann der 12:12-Ausgleich. Bezeichnend: Freistehend schmetterte Tübingens Mittelangreiferin die letzten beiden Bälle ins Aus und ins Netz (15:13). Gegen die TG Bad Waldsee fanden die Anft-Schützlinge besser ihren Rhythmus, ohne die körperlich überlegenen Gäste ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage zu Buche und der TSV bleibt in der Abstiegszone hängen.

TSV Eningen Damen:  Folberth, Hellmann, Knull, Missbauer, Schiedt, Sonntag, Taigel, van Severen, Wien, Zander.

Wie ausgewechselt präsentierte sich die Frauen der TSG Reutlingen in den Kellerduellen gegen den VfB Friedrichshafen und den TSV Blaustein und fuhren mit einem 3:0 und einem 3:1 sechs wichtige Punkte ein. Allerdings konnte Trainer Jan Grauel wieder aus dem Vollen schöpfen, was sich vor allem in der Aufschlags- und Angriffsqualität widerspiegelte.

TSG Reutlingen Damen:  Bühler, Fuchs, Gruschwitz, Herzog, Helbig, Hunstein, Langert, Münch, Schneider, Schröder, Schweizer, Simon.

0:3 verloren, aber nur sechs Punkte Unterschied (23:25, 24:26, 25:27). Bitterer hätte die Niederlage für Bezirksligist PSV Reutlingen beim TV Beffendorf nicht ausfallen können. Die Wilke-Truppe hatte gegen Satzende immer wieder mit den eigenen Nerven zu kämpfen.

Durch die Niederlage rutschte der PSV endgültig in die Abstiegszone.

 PSV Reutlingen:  Kabisch, Kaiser, Kronenberger, Oertel, Pfleger, Schwederski, Springmann.

Wesentlich mehr Mühe als erwartete hatte Bezirksliga-Tabellenführer TSV Eningen 3 beim VfL Sindelfingen 2. Trotz teilweise hoher Führungen kehrte keine Ruhe ins Aufbauspiel des TSV ein. Dass am Ende dennoch eine 2:0-Führung heraussprang (27:25, 28:26), kam selbst den Akteuren wie ein Wunder vor. Danach jedoch war die Moral bei Sindelfingen gebrochen und Eningen schaukelte Satz drei und den Sieg sicher nach Hause.

TSV Eningen 3:  Abdelrahman, Bückle, Fellmeth, Frank, Friedrichson, Karlweski, Mehlo,  Sowoda, Wolff.

Auf einer Erfolgswelle schwimmen die Bezirksliga-Damen der SG Reutlingen/Betzingen. Auch gegen den SV Böblingen und die TSG Tübingen gab es zwei ungefährdete 3:1-Siege, sodass die Klein-Schützlinge nach sieben Spielen weiterhin die Tabelle anführen.

SG Reutlingen/Betzingen:  Andacic, Bloss, Bosbach, Dyroff, Favretto, Gieseke, Gruschwitz, Hillaire, Knoblauch, Kühne, Pfitzer, Straub.