Handball Ein Lebenszeichen aus Grabenstetten

Robin Brodbeck (rechts) macht mit seinem TSV Dettingen schwere Wochen durch. In Herrenberg setzte es am Wochenende eine 27:37-Niederlage.
Robin Brodbeck (rechts) macht mit seinem TSV Dettingen schwere Wochen durch. In Herrenberg setzte es am Wochenende eine 27:37-Niederlage. © Foto: Silke Euchner
swp 17.04.2018

HSG Baar gegen

TSG Reutlingen 26:25 (12:13)

„Auch wenn uns heute die Alternativen gefehlt haben, hätten wir dieses Spiel gewinnen müssen“, so ein enttäuschter TSG-Trainer Marcus Grimm unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Neben dem Langzeitverletzten Max Ludescher musste das Team um Kapitän Matthias Götz die teils kurzfristigen Ausfälle von Simon Ofenheusle, Philipp Roth und Felix Schulz verkraften.

Das Spiel in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Hohenlupfen-Halle in Talheim begann ausgeglichen. Die Achalmstädter gingen beim 4:6 (16.) erstmals mit zwei Tore in Führung. Wenige Zeigerumdrehungen später folgte aus personeller Sicht der nächste Nackenschlag, als Matthias Götz nach einem Foulspiel die rote Karte sah. Kurz vor dem Pausenpfiff verletzte sich auch noch Rechtsaußen Danny Groß nach einem Foul derart an der Schulter, dass ein Weiterspielen unmöglich war. Dennoch konnte Reutlingen eine knappe 13:12-Führung mit in die Kabine nehmen.

Nach dem Seitenwechsel führte zunächst ein Doppelschlag der HSG Baar zur nächsten Heimführung. Doch die TSG hielt weiter dagegen. Das 19:16 (39.) durch HSG-Spielmacher Thomas Ulrich verwandelte die Halle schließlich in ein Tollhaus. Max Löchle doppelt sowie Bantle trafen innerhalb weniger Minuten zum 19:19 (44.). Baar ließ abermals drei Treffer zum 22:19 (47.) folgen. Die folgende 5:1-Abwehr der TSG schmeckte dem Gastgeber überhaupt nicht, es stand 23:24 (55.). HSG-Trainerfuchs Martin Irion legte die grüne Karte, brachte den siebten Feldspieler und in der Crunchtime folgte ein Krimi mit dem letztlich etwas glücklicheren Ende für die Gastgeber.

TSG Reutlingen: Selakovic, Meier – Tendera (3/1), Buck (1), Drosson (6), Hatic (2), Greve (2/1), Groß, Götz, Löchle (6), Müller, Bantle (5)

SG Ober-/Unterhausen gegen

TSV Köngen 35:22 (17:9)

Mit einem klaren Sieg beenden die Lichtensteiner den Negativtrend und bleiben in Lauerstellung. Beim vorletzten Heimspiel der Saison musste man im SG-Lager auf Deniz Sarpkaya und Johannes Schmid verletzungsbedingt verzichten. Daher rückten erneut Julian Hagmaier und erstmals Bene Fuhr von der Zweiten auf.

Die ersatzgeschwächt angereisten Gäste taten sich von Beginn an schwer gegen die rot-blaue Defensive. Nach 15 Spielminuten führten die Hausener bereits mit 10:3 und gingen mit einer 17:9-Führung in die Pause.

Im zweiten Spielabschnitt brauchte man einige Minuten, um wieder ins Spiel zu finden, doch anschließend dominierte die Losch-Buben die Partie wieder. Beim 30:16 war die Begegnung längst entschieden. Letztlich trennte man sich mit einem 35:22.

Da Böblingen/Sindelfingen und Ostfildern ihre Begegnungen ebenfalls siegreich gestalteten, bleibt die Tabellensituation unverändert. Die SG lauert und hofft auf ein „Finale dahoim“ am letzten Spieltag gegen die BöSis.

SG Ober-/Unterhausen: Kilgus, Bader - Bordt (3), Werz (7), Haase  (4/1), Wille, Bauknecht (3), Symanzki (5), Tröster (3), Hagmaier (5), Wild (1), Grauer (1),  Althaus (2), Fuhr (1)

VfL Pfullingen II gegen HSG

Rietheim-Weilheim 30:14 (15:9)

Mit einem deutlichen Heimsieg über die HSG Rietheim-Weilheim sicherte die Zweite des VfL Pfullingen den vierten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainer Dietrich Bauer  gewann mit 30:14 (15:9). Mit einer gut eingestellten Abwehr und einem guten Torhüter Valentin Bantle führte man mit 15:9 in der Halbzeit. Danach plätscherte das Spiel vor sich hin und die Mannschaft von Dietrich Bauer nutzte ihre Möglichkeiten und zog weg.

Nächste Woche wartet eine deutlich schwerere Aufgabe auf die Handballer des VfL, denn sie müssen zum Tabellenführer Böblingen/Sindelfingen.

VfL Pfullingen II: Bantle, Buck – Greve (4), P. Bauer (3/2), Lebherz (1), A. Reiff (1), M. Reiff (3), Werner (1), Völker (5), Schulze, Haug (3), F. Nothdurft (1), M. Bauer (2), Roth (6)

TSV Grabenstetten gegen

TEAM Esslingen 33:28 ( 19:12)

Dem drohenden Abstieg konnten die Lanfermann-Schützlinge tatsächlich noch einmal ein Schnippchen schlagen und zwar mit einer klasse Leistung. Dabei gingen die ersten Minuten an die Gäste (5:6, 10.). Von Beginn an präsentierte sich aber Grabenstettens Schlussmann Marius Spitz hellwach und auch seiner Abwehr durfte ein sehr gutes Zeugnis bescheinigt werden.

Mit einem respektablen Vorsprung von 19:12 ging es in die Halbzeitpause und auch die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel, von Achim Holder mit Treffer  Nummer 20 belohnt, ließ nicht erahnen, dass schon sieben Minuten später die Neckarstädter mit dem 20:19 gefährlich nahe gekommen waren. Acht torlose Minuten beendete Samuel Kurz erfolgreich am Kreis und brachte damit seine Farben rechtzeitig und endgültig zurück in die Spur. Besonders die Chancen, sich mit einfachen Kontern abzusetzen, wurden plötzlich wieder beispielhaft genutzt.

Sichtlich erfreut präsentierte sich nach dem 33:28 auch Trainer Christoph Lanfermann, zeigten seine Jungs doch eine wirklich beeindruckende Leistung, die ihnen noch immer das Fünkchen Hoffnung bewahrt.

TSV Grabenstetten: Spitz, Stäbler - Kazmaier (4), Joachim, Hummel (2/1), Boneberg (1), Holder (7), Rödel (3), Griesinger (3), Martin (7), Rüggen (1), Kurz (5)

SG H2Ku Heernberg II gegen

TSV Dettingen 37:27 (15:11)

Bis zur Halbzeit sah es noch so aus, als könnte sich Dettingen in Herrenberg behaupten, doch dann verlor man komplett den Faden. Der TSV unterlag im Gäu mit 27:37.

Das Spiel begann mit hohem Tempo und schnellen Toren auf beiden Seiten. Es schien eine Begegnung auf Augenhöhe zu werden. Anschließend kamen die Torhüter ins Spiel und unterbrachen den Torlauf vorerst. Bis zum 11:11 (25.) konnte Dettingen schritthalten, dann reihten sich leichtsinnige und unnötige Fehler aneinander. Die SG H2Ku zog bis zur Pause auf 15:11 davon.

Nach dem Pausentee schalteten die Gastgeber einen Gang hoch, Dettingen jedoch einen runter. Binnen zehn Minuten war der Rückstand auf zehn Tore angewachsen. Dettingen zeigte sich kämpferisch, doch kam nicht mehr in Schlagdistanz. Die Messe war gelesen, das Tempo der Herrenberger war an diesem Abend eine Spur zu hoch für die Dettinger. Folgerichtig steht eine 27:37-Auswärtsniederlage zu Buche – so hatte man sich das in der Ermstalstadt gewiss nicht vorgestellt.

TSV Dettingen: Maginski, Ellinghaus - Klusch (2), Müller (2), Fritz (4), Brodbeck (6/2), Beck (4/1), Weber, Muckenfuß (5), Bauknecht, Euchner (4)