Basketball Dronjic und Durant ziehen starker Abwehr noch den Zahn

Sinan Durant (am Ball) war der Matchwinner der Reutlinger Ravens: Die TSG setzte sich knapp gegen Ludwigsburg durch.
Sinan Durant (am Ball) war der Matchwinner der Reutlinger Ravens: Die TSG setzte sich knapp gegen Ludwigsburg durch. © Foto: Baur
TSG-Scoring: / swp 10.04.2018

Am 25. Spieltag der Basketball-Regionalliga Baden-Württemberg konnten sich die Basketballer der TSG Volksbank Reutlingen nach einem harten Stück Arbeit gegen die BSG Baskets Ludwigsburg mit 89:87 (36:27) in der IKG-Halle durchsetzen. Damit steht fest, dass die TSG die Saison unter den fünf besten Teams der Regionalliga beenden wird.

Starkes erstes Viertel

Die TSG kam blendend in die Partie und konnte sich durch zwei schnelle Charlton-Dreier früh absetzen. Ligatopscorer Damir Dronjic steuerte nach sieben Minuten schon seinen achten Punkt bei und die TSG baute die Führung auf 22:7 aus. Durch einen Dreier konnten die Gäste noch auf 22:10 verkürzen. Es sah zu dem Zeitpunkt alles  nach einem Kantersieg aus. Doch mit Viertelpause kam ein Bruchs ins Spiel der gastgebenden Ravens. Vorne leistete man sich viele unnötige Ballverluste und geriet hinten in Foulprobleme. Da zwei Reutlinger Stammkräfte auf den großen Positionen in Person von Benni Traore und Alex Feldberg fehlten, war dies besonders schmerzhaft.

Die Gäste aus der Barockstadt, die beinahe mit dem kompletten NBBL-Kader antraten, ließen nicht locker und erzielten zum Schluss des Viertels sieben Punkte von der Freiwurflinie, was einen Pausenstand von 36:27 für die TSG Ravens Reutlingen in der Isolde-Kurz-Gymnasiums-Halle ergab.

Ludwigsburg dreht die Partie

Auch nach der Halbzeit kam die TSG aus dem Tritt und verzettelte sich zu oft in Einzelaktionen, während die Gäste, die nur 27 Punkte in 20 Minuten zustande gebracht hatten, nun plötzlich hochprozentig aus dem Feld trafen. Mitte des Viertels konnten die BSG-Baskets erstmals beim Stand von 42:39 in Führung gehen. Die Gäste starteten somit mit einem 15:3-Lauf. Die TSG war bemüht, Anschluss zu halten, doch die Gäste nahmen durch die Bundesliga-Doppellizenzspieler Seric und Herzog die Führung mit ins Schlussviertel (54:58).

Nachdem der starke Dronjic die TSG wieder mit 59:58 in Führung brachte, netzte Herzog für die Ludwigsburger zwei Dreier in Folge ein. Es entwickelte sich jetzt ein offener Schlagabtausch und den Gästen merkte man den Siegeswillen an, weil sie noch im Abstiegskampf stecken.

Durant entscheidet Partie

Doch auch die Ravens wollten ihren Fans beim letzten Heimspiel den Abend in der Reutlinger IKG-Halle nicht verderben. Sinan Durant, der bis zur 35. Minute ohne Punkt blieb, drehte nun auf. Der Guard erzielte in den letzten fünf Minuten der Partie starke 13 Punkte und versenkte dabei zwei wichtige Dreier. Er hielt die TSG-Siegchancen somit am Leben. Bei den Gästen war nun Big-Man Mateo Seric nicht mehr zu bremsen. Charlton brachte die TSG eine Minute vor Schluss mit 87:83 in Front, doch Seric versenkte einen Korbleger zum 87:85. Nach einem unnötigen Ballverlust zog Seric zum Korb und wurde gefoult. Der junge Center zeigte keine Nerven, blieb perfekt (10/10) von der Freiwurflinie und glich zum 87:87 aus. Eine Auszeit der Ravens folgte. Der Ball ging in die Hände von Topscorer Dronjic, der eine Sekunde vor Ende einen schwierigen Drehwurf versuchen musste. Dabei wurde er jedoch klar gefoult. Dronjic versenkte nervenstark beide Freiwürfe, der letzte Gäste-Wurf übers gesamte Feld ging daneben. Die TSG siegte somit nach hartem Kampf 89:87.

Trainer atmet auf

TSG-Coach Vasilis Tsouknidis atmete auf: „Wir haben nach einem ganz starken ersten Viertel nachgelassen und uns fast die gesamte Partie nicht mehr in einen guten Rhythmus gespielt, was auch an der harten Verteidigung der Gäste lag. Sinan Durant hat uns am Ende am Leben gehalten, aber die gesamte Mannschaft hat Moral bewiesen und den Fans einen letzten Heimsieg in dieser Saison beschert. Wir waren diese Runde zu Hause eine Macht und haben eine Top-5-Position erreicht. Unsere Ziele haben wir nun deutlich übertroffen.“

Dronjic (22/1), Charlton (16/4), Durant (13/3), Adeboyeku (11), Philippi (8), Klay (7), Grubic (7), Buhac (5), Kostovic, Tomas Duarte