Handball Die Zeit des Redens ist vorbei. Jetzt nur punkten, sonst nichts

TVN-Spielertrainer Ferdinand Michalik wird am Samstagabend gegen die TSG Haßloch wegen Rippenbruch und Grippe nur coachen, aber nicht selbst in der Hofbühlhalle mitspielen.
TVN-Spielertrainer Ferdinand Michalik wird am Samstagabend gegen die TSG Haßloch wegen Rippenbruch und Grippe nur coachen, aber nicht selbst in der Hofbühlhalle mitspielen. © Foto: Eibner
Neuhausen / Alexander Mareis 02.03.2018

Was soll man noch schreiben? An Zusammenhalt, Kampfgeist und den Teamgedanken ist im Saisonverlauf schon unzählige Male appelliert worden. Das Ergebnis? Neun Spieltage vor Saisonende liegt Ex-Bundesligist TV Neuhausen nur noch zwei Punkte vor dem Tabellenletzten SG Köndringen-Teningen. Platz zwölf ist mehr als trügerisch. Die Ermstäler sind mit dieser Platzierung zwar das führende Team im Abstiegsquintett, sieben Punkte hinter dem Ranglistenelften VfL Pfullingen. Doch das Momentum spricht gegen die Blau-Weißen. Von den letzten sieben Partien hat der TVN sechs verloren.

Zum Vergleich: Der lange auf dem letzten Platz schmorende TV Hochdorf entschied die jüngsten drei Begegnungen allesamt für sich, gewann darunter sensationell beim Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen II und Spitzenreiter SV Salamander Kornwestheim.

Das anstehende Heimspiel gegen die TSG Haßloch am Samstag (20 Uhr, Hofbühlhalle) ist wieder einmal ein absolutes Muss-Gewinnspiel. Zumal danach drei Auswärtspartien auf dem Spielplan der Truppe des Trainergespanns Ferdinand Michalik und Daniel Reusch stehen.

„Die Zeit des Redens und der Floskeln ist vorbei. Wir müssen Punkte holen. Wie wir das machen, ist mir mittlerweile egal. Hauptsache, wir stehen am letzten Spieltag über dem Strich“, macht TVN-Geschäftsleiter Nico Held klar. „Wir müssen vermeiden, auf einen Abstiegsrang abzurutschen. Das setzt sich im Kopf fest, belastet zusätzlich. Ich wünsche mir einfach, dass die Mannschaft mit dem zuletzt in Neuhausen/Filder gezeigten Willen und Einsatzbereitschaft über 60 Minuten eine konstant gute Vorstellung gegen die TSG Haßloch abliefert.“

Den Tabellenneunten aus Rheinland-Pfalz hält Held für schlagbar: „Für die Gäste geht es um nichts mehr, für uns dagegen um alles. Das müssen wir zeigen.“ Im Hinspiel verlor der TVN mit 28:29, bot aber die beste erste Hälfte der Runde und hatte zur Pause mit 19:13 geführt. Der siebenfache Torschütze Karl Toom ragte damals, am 7. Oktober 2017, heraus.

Auf den jungen Esten baut man nun abermals. Ob ihm Felix Stahl zur Seite stehen kann, ist ungewiss. Der angeschlagene Blondschopf ließ sich gestern noch von Mannschaftsarzt Dietmar Baumann behandeln.

„Vor den drei Auswärtsspielen in Serie sollten wir unbedingt gewinnen. Zwar beweist das Beispiel TV Hochdorf, dass in der 3. Liga Süd jede Mannschaft bei jedem Gegner gewinnen kann, doch wir sollten uns nicht darauf verlassen. Es gilt, endlich eine Konstanz ins Spiel zu bringen. Mein Trainerkollege Daniel Reusch hat während meiner krankheitsbedingten Abwesenheit in Kleingruppen mit der Truppe gearbeitet, in den abschließenden Einheiten werden wir vermehrt taktische Elemente üben“, gibt TVN-Spielertrainer Ferdinand Michalik zu verstehen.

Rippenbruch und grippaler Infekt

Immer wieder kam es in der Vergangenheit vor, dass Akteure des TV Neuhausen in den letzten ein oder zwei Tagen vor einer Partie noch von der fabelhaft arbeitenden medizinischen Abteilung auf geradezu wundersame Art und Weise fit gemacht wurden. Im Fall von Ferdinand Michalik aber erscheint dies für Samstag unwahrscheinlich. Nicht nur, dass der Spielertrainer der Ermstäler seit Anfang der Woche unter einem grippalen Infekt leidet. Bei der knappen Niederlage in Neuhausen/Filder zog sich der Routinier und Jungvater auch noch einen Rippenbruch zu. „Ich werde am Samstag nur coachen“, sagt Michalik.

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