Metzingen / Wolfgang Seitz DieTuS Metzingen gastiert am letzten Bundesliga-Spieltag am Samstag (18 Uhr) bei der HSG Blomberg-Lippe.

Am Mittwoch war Gesprächskreis bei der TuS Metzingen. Gegenstand des Austausches war das Spiel vom vergangenen Samstag, das 26:36 gegen den Thüringer HC. Die TusSies haben dabei nicht alles falsch gemacht, aber zu wenig richtig gut – und vor allem nicht lange genug. „Es war ein langes Gespräch, das gut funktioniert hat. Aus der Analyse haben wir unsere Lehren gezogen und nehmen etwas mit“, sagt Trainer André Fuhr, sicher der Hauptredner beim „Talk in Pink“.

Der „Talk in Pink“

Schon in der Vergangenheit haben ähnliche Veranstaltungen ihren Zweck erfüllt und man ist gestärkt aus ihnen hervorgegangen. Ein Effekt, der auch jetzt erwartet wird: Im Hinblick auf das Final Four um den DHB-Pokal am 25. und 26. Mai, und im Hinblick auf das letzte Spiel der Saison 2018/2019, das am Samstag bei der HSG Blomberg-Lippe steigt.

„Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass dies für mich kein besonderes Spiel ist“, so André Fuhr. Seit dieser Saison ist er für die TusSies zuständig, zuvor war er 16 Jahre der Kommandogeber bei der HSG Blomberg-Lippe.

Die Heimkehr des A.F.

„Es ist das erste Mal, dass ich mit einer anderen Mannschaft nach Blomberg zurückkomme. Das ist schon eine spezielle Situation. Etliche bekannte Menschen haben ihren Besuch angekündigt. Natürlich gibt es noch viele Verbindungen. Wie soll es nach 16 Jahren auch anders ein“, sagt der TuS-Trainer, der bei der „Heimkehr“ sich und seine Mannschaft von der besten Seite präsentieren will. Das Spiel gegen den THC schreit nach Wiedergutmachung, und dann sollte man natürlich das Selbstvertrauen vor dem Final Four wieder auf Vordermann bringen.

Die HSG taugt aber durchaus auch als hochqualifizierter Sparringspartner, was ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht. Platz sechs steht dort zu Buche, punktgleich mit dem Fünften, dem TSV Bayer 04 Leverkusen, dem zuletzt ein 24:24 abgetrotzt wurde. Das internationale Geschäft ist für Blomberg-Lippe also noch ein Thema, dann ist da die Heimstärke, die man auch in den Spielen gegen die ganz Großen, die SG BBM Bietigheim und den Thüringer HC, in die Waagschale geworfen hat, jeweils dem Gegner schwere Aufgaben stellte – die er dann aber lösen konnte.

Die TusSies haben an diesem letzte Spieltag Wichtiges zu erledigen. „Wir können noch den Punkterekord schaffen und unter elf  Miesen bleiben. Das wäre doch eine schöne Geschichte“, sagt André Fuhr, der sich beim Gegner vor allem mit Alleskönnerin Silje Brons Petersen beschäftigt hat, die nicht nur viel trifft (zehn Tore in Leverkusen), sondern auch die meisten Spielhandlungen ihres Teams auslöst. Man wird sich um sie kümmern.

Personell sieht es besser aus, aber noch nicht richtig gut. Katharina Beddies trainiert fleißig, wäre die Dritte für die linke Seite. Torhüterin Isabell Roch hat ja bereits gegen den THC demonstriert, dass sie trotz Hüftproblemen gar nichts verlernt hat. Bei Maren Weigel wird es nichts mit dem Final Four. Erste Prognosen waren noch optimistisch, ehe sich schnell herausstellte, dass es doch mehr als ein Muskelfaserriss ist. An die Ausfälle von Delaila Amega und Marija Obradovic (Kreuzbandrisse) hat man sich leider schon gewöhnt.

Es ist das letzte Saisonspiel, das Highlight wartet aber eine Woche später mit dem Final Four. Gegner ist bekanntlich wieder der Thüringer HC. „Es ist doch klar, dass wir nicht mehr alles auf den Kopf stellen können. Man hat sich während der Runde ja einiges erarbeitet, unsere Entwicklung war gut. In Nuancen kann das eine oder andere freilich noch angepasst werden“, sagt der TuS-Trainer. Daran arbeitet sein Team in Blomberg, zur Perfektion muss das System bis zum 25./26. Mai gereift sein.