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TV Neuhausen
Region / swp Die Ermstäler haben sich im Tabellenkeller freigestrampelt. Im Echaztal fiebert man dem Derby entgegen. Der TV Neuhausen II hat beim Tabellenführer in Albstadt nichts zu melden. Reutlingen holt in Großengstingen wichtige Punkte.

HSG Albstadt gegen

TV Neuhausen II 28:17 (14:8)

Da waren nicht nur Sandkörner, sondern ganze Felsbrocken im Neuhäuser Angriffsgetriebe. Denn das wollte mal so gar nicht laufen, brachte nach 20 Minuten kümmerliche fünf Tore zustande. Blöderweise aus Sicht des TVN II gelangen der HSG Albstadt in jener Zeitspanne zwölf Treffer. Neuhausen konnte sich nicht sonderlich effektiv zur Wehr setzen, bekam vor allem Lukas Mayer und Patrick Lebherz, sieben respektive acht Tore, nicht unter Kontrolle. So musste Neuhausens Trainer Markus Bühner einen 8:14-Pausenrückstand mitansehen.

Nach dem Seitenwechsel war keine wirkliche Besserung in Aussicht. Zwar kam der TVN bis auf fünf Tore heran (20:15, 49.), doch Albstadt zog wieder davon. Und wie: Mit einem 7:0-Lauf zum 27:15 war die Partie natürlich entschieden. Am Ende stand ein ernüchterndes 28:17 für die Hausherren.

Der TVN II bleibt auf dem vierten Tabellenplatz und sieht jetzt dem letzten Heimspiel der Saison am Samstag entgegen. Dann gastiert der TV Weilstetten II unterm Hofbühl. Dort ist dann ein deutlich effektiverer Angriff von Nöten, um den Heimspielabschluss positiv zu gestalten.

TV Neuhausen II: Lutter, Spitz – Hölz (2), T. Reusch, Klusch (1), Brockhaus (2), Gutbrodt (1), Jungel (4/3), Setzer (1), Euchner, Fesser (2), Stojanovic, Bodechtel (4)

 

VfL Pfullingen II gegen

TSV Köngen 33:28 (16:13)

Am Samstag gewann der VfL II gegen den TSV Köngen mit  33:28 und erarbeitete sich eine gute Ausgangslage für das anstehende Echaztalderby gegen die SGOU. Für den Pfullinger Erfolg waren einmal mehr der Routinier und Kreisläuferurgestein Matthias Reiff (9 Treffer), sowie der derzeit vermeintlich beste Rechtsaußen der Landesliga, Hannes Werner (10/5 Treffer), die Sieggaranten.

Die ersten Minuten verliefen ausgeglichen, keine der beiden Mannschaften konnte sich bis zum 11:11 (21.) absetzen. Anschließend entschärfte Valentin Bantle, der den kranken Michael Stoll tadellos vertrat, einen Siebenmeter sowie zwei weitere Würfe. Ein Werner-Dreierpack, Reiff und Mager sorgten für die 16:13-Pausenführung.

Im zweiten Abschnitt beherrschte der VfL das Spiel und ließ den Gegner nie näher als auf zwei Tore herankommen, was vor allem auch an dem starken Rückhalt der Torhüter Valentin Bantle und Marvin Buck lag. Somit konnte ein ungefährdeter 33:28-Erfolg eingefahren werden.

VfL Pfullingen II: Bantle, Buck – Reiff (9), Lehmann (4), T. Müller (2), Werner (10/5), Mager (2), Schulze, Greve, L. Müller (3), Bauer (3), Klett

 

TEAM Esslingen gegen

TSV Dettingen 27:33 (9:15)

Dettingens Trainer Günter Düring konnte in Esslingen zum ersten Mal seit langem wieder nahezu aus dem Vollen schöpfen. Mit dem Ziel, die zwei Punkte zu entführen, starteten die Ermstäler mit breiter Brust in die Partie. Marco Muckenfuß traf gleich zur ersten Zwei-Tore-Führung. Bis zur 20. Minute konnte sich keines der beiden Teams absetzen. Erst als die Dettinger ihre Fehler abstellten, konnten sie durch einen 6:0-Lauf am Ende der ersten Halbzeit das Ergebnis positiver gestalten.

In der zweiten Spielhälfte war es vor allem Dettingens Toptorschütze Tim Bauknecht, der die Angriffe der Esslinger immer wieder konterte. Nie konnten die Hausherren den Abstand auf weniger als drei Tore verringern. So zeigte die Anzeigetafel den 27:33-Endstand. Durch den Auswärtserfolg rangiert der TSV auf dem zehnten Tabellenplatz und hat nun drei Punkte Vorsprung auf die zweite Mannschaft des TV Weilstetten. Am nächsten Wochenende kommt der Spitzenreiter aus Albstadt in die Neuwiesenhalle.

TSV Dettingen: Maginski, Ellinghaus – Beck (3), Krohmer, Muckenfuß (5), Brodbeck (2), Bauknecht (10), Molnar (1), Fritz (2), Hartl (6), Trost, Weber (1), Euchner (1), Posch (2)

 

TV Weilstetten II gegen SG

Ober-/Unterh. 27:29 (11:17)

Nach der knappen Niederlage im Spitzenspiel gegen Albstadt hieß es für die Hausener-Jungs „Mundabwischen“ und sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren. Ersatzgeschwächt machte sich die SG auf die Reise nach Weilstetten und startete direkt konsequent in die erste Halbzeit. Über eine zwischenzeitliche Acht-Tore-Führung ging es mit 11:17 in die Kabine.

Die Lochenfüchse stellten daraufhin auf eine doppelte Manndeckung um und fanden besser ins Spiel. Aufgrund zahlreicher Fehlwürfe und technischer Fehler machten es die Rot-Blauen nochmal spannend, sodass es nach 57 Minuten nur noch 25:27 stand. Die letzten drei Minuten konnte die SG, anders als in den letzten beiden Spielen, über die Zeit bringen, sodass letztendlich ein 29:27-Sieg gefeiert werden konnte.

SGOU: Maier, Fischer – Hagmaier (4), Flammer, Symanzik (7), Grauer (7/3), Schwille, Hejny (6), Oeding (1), Tröster (1), Wild (1), Grauer (1), Althaus (1)

 

TV Großengstingen gegen

TSG Reutlingen 24:29 (15:11)

Die Vorzeichen waren klar. Sollte der bereits sichere Absteiger TV Großengstingen  gegen die TSG Reutlingen punkten, stecken die Kreisstädter im direkten Abstiegskampf. Über 40 Minuten sah es auch so aus, als könnte der TV Großengstingen den zweiten Saisonsieg einfahren.

Einen Start nach Maß erwischte der TVG, alle Mannschaftsteile funktionierten wie kaum zuvor in dieser Runde. In der 17. Minute war es Steffen Hummel, der zur Sieben- Tore-Führung (12:5) einnetzte. Bis zur Pause folgten weitere drei, wobei die gewohnte Abschlussschwäche wieder Einzug ins TVG-Spiel fand. Beim Stand von 15:11 wurden die Seiten gewechselt.

Im zweiten Durchgang konnte die TSG weiter auf Abstand gehalten werden, ehe in der 35. Minute Kevin Hummel mit einer roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Bis zur 40. Minute konnte, trotz dieses herben Verlustes, das 21:17 durch Jan-Heiko Hummel erzielt werden. Nun begann die Zeit, welche sich durch die gesamte Saison zieht. Die Struktur im Angriff ging verloren, die individuellen Fehler häuften sich und die TSG konnte dies eiskalt nutzen. Nicht nur der Ausgleich wurde bereits in der 45. Minute erzielt, sondern Reutlingen kippte das Spiel komplett und konnte am Ende ungefährdet mit 29:24 gewinnen. Neben den eigenen Fehlern, die sich gegen Ende häuften, kamen fragwürdige Entscheidungen in der Spielleitung hinzu.

TV Großengstingen: Trostel, Rinker  – S. Hummel (2), Leuze (2), K. Hummel (2/1), Reisch, Rudolph, J. H. Hummel (2), Kinzelmann (4), Balaj (3/1), M. Hummel (4), Schwarz (1), Grünenwald, Häcker (4/1)

TSG Reutlingen: Memisahovic, Selakovic – Leyh (4), Drosson, Bantle (2), Wiedwald, Löchle (1), Ludescher (4), Hatic (1), Greve (7/4), Carle (3), Groß (5/2), Tendera, Mayer (2)