Eishockey Die „Bisons“ haben mehr Kraftreserven als die „Adler“

Die Reutlinger Matthew Lewis (links), Torhüter Manuel Rogge (Mitte) und Kyle Turner (rechts) verkauften sich im Landesliga-Nachholspiel in Pforzheim bis zum Schlussdrittel sehr teuer.
Die Reutlinger Matthew Lewis (links), Torhüter Manuel Rogge (Mitte) und Kyle Turner (rechts) verkauften sich im Landesliga-Nachholspiel in Pforzheim bis zum Schlussdrittel sehr teuer. © Foto: Baur
Reutlingen / swp 14.03.2017

Im Nachholspiel der Eishockey-Landesliga Baden-Württemberg unterlag die TSG Black Eagles Reutlingen bei den Bisons Pforzheim mit 2:4. Die ursprünglich vor vier Wochen angesetzte Partie konnte damals wegen eines Loches in der Eisfläche nicht angepfiffen werden. Gegen den Tabellenführer konnte TSG-Coach Roberto Cazacu lediglich zwei Blöcke aufbieten. Die Taktik war daher von Anfang an defensiv ausgerichtet, um gegen die laufstarken Goldstädter bestehen zu können. Die Spielvorgabe ging für die Black Eagles voll auf. Wie erwartet, drückten die Gastgeber von Beginn an mit hohem Tempo auf das Reutlinger Gehäuse. Im ersten Drittel kamen die Bisons schon auf 20 Schüsse. Aufgrund des klaren Chancenübergewichtes war die Führung der Gastgeber durch Sydney Körper in der zehnten Spielminute daher nicht unverdient. Die Black Eagles blieben jedoch mit kurzen Kontern gefährlich, da die Bisons ihr Spiel sehr in Richtung der Offensive verlagerten. Zwei Pfostenschüsse im ersten Drittel durch den 1. CfR Bisons Pforzheim brachten nicht mehr als ein Raunen der 150 Zuschauer, die von ihrem Team am Sonntagabend mehr Zählbares erwartet hatten. Im Mittelabschnitt blieben die Bisons die bestimmende Mannschaft und kamen trotz hochkarätiger Chancen nicht zu einem Ausbau der Führung. Das Glück blieb aber auf Seiten der Black Eagles. Für seine Notbremse gegen den allein aufs Reutlinger Gehäuse zu stürmenden Bisons-Angreifer kassierte TSG-Verteidiger Dominique Tilgner nur eine Zwei-Minuten-Strafe ohne einen Penalty-Schuss. Die Strafzeit konnten die Black Eagles schadlos überstehen. Gegen Ende des Mittelabschnitts kamen die TSG-Cracks zunehmend zu eigenen Chancen, weil sich die Gastgeber vor dem Reutlinger Gehäuse etwas festgefahren hatten. Den Überraschungsausgleich für die Black Eagles in der 38. Minute erzielte Verteidiger Marc Welsch, der den Bisons-Torhüter mit seinem Schuss kurz nach der blauen Linie völlig auf dem falschen Fuß erwischte. So gingen die Black Eagles sehr zuversichtlich ins Schlussdrittel und kamen dort auch zu weiteren Möglichkeiten. Wichtig wäre zu diesem Zeitpunkt allerdings die Führung durch die Black Eagles gewesen, um das Spielmomentum der Gastgeber zu unterbrechen. Vier schwache Minuten der Black Eagles ab der 50. Spielminute brachten mit einem glücklichen 2:1 durch die Bisons die Vorentscheidung. Zunächst traf Falk Krautz, dessen Schuss durch die Schlittschuhe von TSG-Verteidiger Kyle Turner geradewegs ins TSG-Gehäuse abgelenkt wurde. Nur drei Minuten später erhöhte Vladimir Fehler zum 3:1 und eine Minute später erneut Sydney Körper zum entscheidenden 4:1. Die Black Eagles kamen zwar durch Matthew Lewis rund drei Zeigerumdrehungen vor Schluss noch zum 4:2. Am Ende fehlte allerdings gegen ein sehr laufstarkes Team der Bisons die nötige Kraft bei den Black Eagles, um eine erfolgreiche Aufholjagd zu starten. Letztlich konnten sich die Black Eagles in einer Abwehrschlacht mit einem knappen 2:4 gegen den Landesliga-Tabellenführer sehr achtbar aus der Affäre ziehen. Mit einer vergleichbaren Leistung gegen den Tabellenkonkurrenten FSV Schwenningen könnten die nächsten Punkte im Kampf um den Anschluss an das vordere Tabellendrittel am kommenden Sonntag am Schwenninger Bauchenberg greifbar sein.

TSG Black Eagles Reutlingen: Tor: Rogge - Verteidigung: Tilgner, Welsch (1), Schmitt, Turner - Sturm: Feierabend, Enz, Lewis (1), Klaas, Maiwald, Kohler.

Strafzeiten: TSG: 8 Minuten - Bisons: 10 Minuten.