Leichtathletik Des einen Freud, des anderen Leid

Auch eine neue Bestleistung reichte nicht. Katharina Maisch darf nicht zur EM.
Auch eine neue Bestleistung reichte nicht. Katharina Maisch darf nicht zur EM. © Foto: Silke Euchner
SILKE EUCHNER 29.06.2015
TuS-Speerwerfer Marian Spannowsky wurde bei der Junioren-Gala für die Europameisterschaften in Schweden nominiert. Bei TuS-Kugelstoßerin Katharina Maisch nutzte auch eine neue Bestleistung nichts.

Die Enttäuschung stand ihr ins Gesicht geschrieben. Selbst über ihre neue Bestleistung von 15,84 Meter konnte sich Katharina Maisch im ersten Moment nicht so richtig freuen. Favoritin Claudine Vita (SC Neubrandenburg) übernahm bereits im zweiten Versuch mit 16,43 Meter die Führung, die sie dann auch nicht mehr abgab. Alina Kenzel (VfL Waiblingen) beförderte die vier Kilo schwere Kugel auf 16,13 Meter und Rang zwei, aber auch Sarah Schmidt (LV 90 Erzgebirge) hatte im Endkampf eine beeindruckende Serie und sicherte sich mit 16,05 Meter das dritte EM-Ticket. „Die drei deutschen U20 EM-Starterinnen sind derzeit auf den Rängen drei, sechs und sieben in Europa und Katharina muss als Achte der aktuellen europäischen Rangliste leider zu Hause bleiben. Katharina hat gekämpft und am Ende auf sehr hohem Niveau verloren und auch etwas zu spät in den Wettkampf gefunden“, schlussfolgerte Trainer Uwe Euchner kurz nach Wettbewerbsende. Denn erst mit dem vierten Versuch kam Katharina Maisch auf Betriebstemperatur und stellte ihre Bestleistung (15,65) ein, verbesserte diese im fünften Durchgang um weitere fünf Zentimeter und auch im sechsten und letzten Versuch folgte eine erneute Leistungssteigerung der 18-Jährigen auf sehr gute 15,84 Meter.

Während bei Katharina Maisch fünf U20-Athletinnen um drei EM-Startplätze kämpften, sah die Situation bei Marian Spannowsky im Speerwurf entspannter aus, zumindest nach seinem 76-Meter-Wurf am vergangenen Wochenende bei den baden-württembergischen Meisterschaften in Balingen. Zudem hatten in der laufenden Saison nur zwei Werfer die geforderte DLV-Norm von 68,50 Meter erfüllt. In Mannheim musste der TuS-ler allerdings feststellen, dass ihm so ein optimaler Wurf wie in Balingen nicht jede Woche gelingt und sich mit 69,06 Meter und Rang vier zufrieden geben.

„Es war zwar mein zweitbester Speerwurf-Wettkampf den ich je hatte, aber mit der Weite und der Serie bin ich natürlich nicht zufrieden“, resümierte Spannowsky. Den Speerwurf-Wettbewerb der männlichen Jugend U20 gewann Roman Klemm (70,38 Meter/LAZ Leipzig) der bis zu diesem Zeitpunkt noch gar keine EM-Norm geworfen hatte und somit im letzten Moment noch auf den Zug nach Schweden aufgesprungen ist. Auf dem zweiten Platz landete Alexandru Novac (70,02) aus Rumänien, Dritter im Gesamtklassement wurde Tom Meier (69,75) vom LC Jena, der ebenfalls mit nach Schweden darf.sieu