Handball Derby-Paukenschlag der TSG

Billy Bantle (links), hier im Landesliga-Spiel gegen Grabenstetten, hat mit neun Treffern kräftig mitgeholfen am 38:28-Sieg der TSG Reutlingen gegen die SG Ober-/Unterhausen.
Billy Bantle (links), hier im Landesliga-Spiel gegen Grabenstetten, hat mit neun Treffern kräftig mitgeholfen am 38:28-Sieg der TSG Reutlingen gegen die SG Ober-/Unterhausen. © Foto: Foto: Baur
swp 10.04.2018

TSG Reutlingen gegen SG

Ober-/Unterh. 38:28 (15:16)

Mit einem Paukenschlag und einem auch in dieser Höhe verdienten 38:28 (15:16)-Erfolg gegen die SG Ober-/Unterhausen hat die TSG Reutlingen vier Spieltage vor Saisonende den Landesliga-Klassenerhalt gesichert.

Vor der Partie war die Ausgangslage klar. Mit einem Punkt gegen den Tabellenzweiten SG Ober-/Unterhausen konnte die TSG aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen, während die SG dringend weitere Punkte im Aufstiegskampf benötigte. Beste Voraussetzungen also für ein echtes Derby. Der abermals bärenstarke und sieben Mal erfolgreiche TSG-Regisseur Benedict Greve erzielte die erste Führung zum 1:0 (2.) und auch beim 7:5 (13.) war die TSG-Welt noch in Ordnung. Doch ein 5:0-Lauf der Gäste folgte: 7:10 (18.). Beim 12:12 (24.) war der Gleichstand wieder hergestellt, die Seiten wurden beim 15:16 gewechselt.

Im zweiten Durchgang bekamen die TSG-Anhänger eine der besten Leistung der letzten Jahre zu sehen.  Billy Bantle glich in der 33. Spielminute zum 18:18 aus, ehe er drei Zeigerumdrehungen später mit 20:19 für die erneute Führung der TSG sorgte. Aus einer stabilen Abwehr, gepaart mit einem gut aufgelegten Rok Selakovic zwischen den Pfosten, nutzte der Gastgeber die Schwächephase der SG eiskalt aus und setzte permanent Nadelstiche. Das 25:21 (43.) war die erste etwas komfortablere TSG-Führung. Die Gastgeber spielten wie entfesselt weiter und überrannten die Gäste. Ein Rückraum-Kracher von Luca Tendera zum 30:23 (51.) war dann im Prinzip die Vorentscheidung. Mit dem Schlusspfiff erzielte Kapitän Matthias Götz den Endstand zum 38:28.

„Jetzt ist erst einmal pure Freude da. Wir haben in dieser Saison den zweiten Schritt gemacht und die Klasse gehalten, aber wir wollen uns künftig in der Landesliga etablieren und vielleicht auch mal einen Angriff auf die Top Fünf wagen“, richtet der Reutlinger Kommandogeber Marcus Grimm den Blick in die Zukunft.

TSG Reutlingen: Selakovic, Memisahovic – Tendera (9/3), Roth (3), Drosson (2), Bantle (9), Löchle (1), Müller (1), Götz (3), Hatic, Ofenheusle (3), Greve (7), Groß

SG Ober-/Unterhausen: Kilgus, Maier – Bordt (2), Werz (1), Haase (7/6), Wille (1), Sarpkaya (2), Bauknecht, Symanzik (2), Tröster (2), Wild (5), Grauer (2), Althaus (4), Schmid

HSG Böblingen/Sindelfingen –  Grabenstetten 37:29 (18:14)

„Trotz der Niederlage, die allerdings deutlich zu hoch ausfiel, war ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft durchaus zufrieden“, so Grabenstettens Trainer Christoph Lanfermann. Im Vorfeld erfreulich, dass nach mehrwöchiger Verletzungspause erstmals auch wieder Achim Holder mitwirken konnte und er trug sich gleich mit dem 1:1 (3.) in die Torschützenliste ein. Obwohl die „Bösis“ sich etwas absetzten, war schon in der siebten Minute durch Matthias Griesinger der Anschluss mit dem 6:5 hergestellt. Viel ging auf beiden Seiten über die schnelle Mitte und der Abschluss über die zweite Welle. Obwohl das Schlusslicht den Favoriten durchaus ärgern konnte, setzte sich dieser kurz vor dem Kabinengang vom Punkt auf 18:14 ab und erwischte anschließend den besseren Neustart (20:14).

Schon in der 35. Minute hatten die stark aufspielenden Matthias Griesinger und Philipp Staiger den Rückstand wieder halbiert. Allen Widrigkeiten zum Trotz, ließen die Lanfermann-Schützlinge bis eine Viertelstunde vor Spielende den Gegner  auf maximal sechs Tore wegziehen, mussten sich aber letztendlich mit 29:37 geschlagen geben.

TSV Grabenstetten: Spitz, Stäbler – Kazmaier (2), Joachim, Hummel (3/2), Boneberg (4), Staiger (5), Holder (6), Rödel (1), Griesinger (4), Martin (2), Rüggen, Kurz (2)

TSV Dettingen gegen

HSG Ostfildern 20:30 (12:17)

Einen rabenschwarzen Tag erwischten die Männer um das Trainergespann Kramer/Heine am vergangenen Samstag. Schon zu Beginn der Partie zeigten die Herren aus Ostfildern, warum sie in der Tabelle vor den Dettingern stehen. Schnelle Angriffe und konsequentes Abschlussverhalten brachten die Gäste schnell mit 4:0 in Führung. Den Ermstälern gelang an diesem Abend wenig, man scheiterte zu häufig am gegnerischen Torhüter.

In Minute elf konnte Tim Bauknecht den Treffer zum ersten und einzigen Ausgleichstreffer landen. Der weitere Spielverlauf (20. Minute 6:11, 33. Minute 12:19, 53. Minute 17:26) zeigt, dass für Dettingen an diesem Abend wenig zu holen war. Der Endstand von 20:30 beschert den Dettingern nun Platz sieben in der Tabelle, Ostfildern klettert auf Platz zwei.

TSV Dettingen: Syrbe, Maginski – Müller (1), Fritz (2), Brodbeck (2), Beck, Töpfer, Weber, Muckenfuß (6), Bauknecht (7/1), Euchner (2), Schmauder, Hail

TSV Köngen gegen

VfL Pfullingen II   24:35 (12:13)

Das Spiel begann für den VfL II nicht so wie geplant, man kam nicht richtig ins Spiel und so musste man schon ziemlich früh einen Vier-Tore-Rückstand hinnehmen. Um das Spiel nicht vollkommen aus der Hand zu geben, zückte VfL-Trainer Dietrich Bauer die erste grüne Karte des Spiels. Die Ansprache sollte Wirkung zeigen, denn der Rückstand konnte schneller wettgemacht werden, als es so manchem Köngener recht gewesen wäre, sodass die Pfullinger mit einer 13:12-Führung in die Halbzeit gehen konnte.

In der zweiten Halbzeit fanden die Hausherren dann weder im Angriff noch in der Abwehr ein Mittel gegen den VfL II, bei dem der starke Luca Lebherz das Spiel beherzt in die Hand nahm. Weitere Gründe für die überlegenen Gäste waren Valentin Bantle, welcher in der zweiten Halbzeit kaum noch zu überwinden war und Frieder Nothdurft, der viele der einfachen Tore verzeichnen konnte.

Durch die Überlegenheit konnte man sich mit zehn Toren absetzen, sodass sich Abwehrhüne Max Schulze in der 55. Minute selbst mit den Worten „Schulzki out“ aus dem Spiel nahm. Letztendlich gewann der VfL II verdient mit 35:24.

VfL Pfullingen II: Bantle, Buck – Greve (5), P. Bauer (6/3), Lebherz (1), A. Reiff (1), M. Reiff (3), Werner (3), Völker (7), Schulze, Haug (4), Nothdurft (3), M. Bauer (2)

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