Handball Der Zeitpunkt für einen Coup des TVN erscheint ideal

Für die TVN-Handballer gibt es ein Wiedersehen mit SVK-Akteur Christian Wahl (am Ball), der in der Vorsaison mit den Neuhäusern aus der 2. Bundesliga abstieg.
Für die TVN-Handballer gibt es ein Wiedersehen mit SVK-Akteur Christian Wahl (am Ball), der in der Vorsaison mit den Neuhäusern aus der 2. Bundesliga abstieg. © Foto: Eibner
Kornwestheim / Alexander Mareis 09.03.2018

Möglicherweise genau zur richtigen Zeit schlägt der abstiegsbedrohte Handball-Drittligist TV Neuhausen beim Aufsteiger SV Salamander Kornwestheim (Samstag, 20 Uhr) auf und wird dort unter Leitung des Schiedsrichtergespanns Meike/Plinz versuchen, den Heimsieg über die TSG Haßloch zu veredeln.

Denn die Gastgeber, die zuvor eine sensationelle Runde als Neuling spielten, sind zuletzt aus der Spur geraten. Zeugnis davon legen die jüngsten Ergebnisse ab. Die Kornwestheimer verloren die beiden letzten Spiele, beide Male gegen Teams der direkten Abstiegszone. Gegen den TV Hochdorf gab es daheim ein 29:30, in Dansenberg musste das Team um die Ex-Neuhäuser Christian Wahl und Julius Emrich mit 27:28 ebenso knapp die Segel streichen. Davor schon hatte der SVK beim 29:27-Sieg beim Tabellenletzten SG Köndringen-Teningen mehr Mühe als erwartet und musste sich im Duell mit Titelmitbewerber Rhein-Neckar Löwen II daheim hoch mit 24:29 geschlagen geben, nachdem man eine Woche zuvor beim 24:34 in Heilbronn-Horkheim auch schon regelrecht abgeschossen wurde. Keine Frage: Die Souveränität, welche die Truppe von Trainer Alexander Schurr in vielen anderen Partien, darunter beim 30:23-Hinrundensieg in Neuhausen am 14. Oktober 2017 auszeichnete, ist flöten gegangen.

Dämpfer für die Spieler

Ein Grund dafür könnte der Umstand sein, dass der Verzicht des Vereins auf den Zweitligaaufstieg aus wirtschaftlichen Gründen (siehe Kasten links) die Motivation der Spieler nicht unbedingt beflügelt hat. „Wir können auch in Kornwestheim gewinnen. Diese 3. Liga ist extrem ausgeglichen und nahezu jedes Ergebnis erscheint möglich. Wenn wir uns wie gegen die TSG Haßloch präsentieren, können wir einen weiteren Schritt aus der roten Zone machen. Dazu ist es erneut nötig, sich an die Marschroute genau zu halten. Jeder Spieler muss sich im Sinne der Mannschaft einbringen und Eigeninteressen hinten anstellen“, bestont TVN-Trainer Ferdinand Michalik vor dem Gastspiel beim Tabellenzweiten, den die HBW Balingen-Weilstetten als Spitzenreiter ablöste.

Kornwestheim verzichtet freiwillig auf Aufstieg

Der SV Kornwestheim war als Aufsteiger lange Tabellenführer der 3. Handball-Llga Süd, ist derzeit Zweiter. Doch sollte es am Ende wirklich zur Meisterschaft reichen, wird der Verein den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse nicht wagen. Der SVK stellte bis zum Stichtag am Donnerstag, 1. März, keinen Lizenzantrag für die 2. Bundesliga. Diese Entscheidung teilten die beiden Abteilungsleiterinnen Daniela Assmann und Miriam Bahmann sowie SVK-Präsident Gerhard Bahmann der Mannschaft um Trainer Alexander Schurr mit. „Mit dieser rasanten sportlichen Entwicklung konnte keiner rechnen, sie war nicht absehbar“, heißt es in einer Pressemitteilung des SVK. Das Ziel für diese Saison sei gewesen, möglichst früh nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und mittelfristig, sich in der 3. Liga zu etablieren. Sprich: Von möglicher Meisterschaft oder Aufstieg wagte zu Beginn der Spielzeit niemand auch nur ansatzweise zu träumen.

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