Mountainbike Der Uracher Martin Frey verfehlt die WM-Norm knapp

Der für den TSV Dettingen startende Bad Uracher Mountainbiker Martin Frey konnte in Nordamerika seine Ziele nicht realisieren.
Der für den TSV Dettingen startende Bad Uracher Mountainbiker Martin Frey konnte in Nordamerika seine Ziele nicht realisieren. © Foto: Goller
Kanada/USA / ERGO 12.08.2014
Mit zwei 18. Plätzen hat U23-Mountainbiker Martin Frey den Übersee-Weltcup-Trip nach Kanada und in die USA beendet. Der Bad Uracher verfehlte damit die direkte Erfüllung der WM-Norm.

In Mont Sainte Anne, dem kanadischen MTB-Traditionsort, war Martin Frey vor einer Woche lange nicht richtig ins Rennen gekommen. Erst in der Schlussphase gelang ihm noch der Sprung von Platz 26 auf 18. Mit 7:47 Minuten Rückstand auf den Niederländer Michiel van der Heijden (1:28:18 Stunden) erreichte der aus Bad Urach stammende Biker vom TSV Dettingen/Erms das Ziel, aber nicht die zweite Hälfte der WM-Norm (Top 15), die ihm noch fehlt.

"Das war heute nix. Ich habe gehofft, dass ich schon ein bisschen weiter bin, aber Platz 15 ist so weit ja nicht weg", meinte der Deutsche U23-Vizemeister nach dem Rennen. Bester Deutscher war an diesem Tag der Neuffener Christian Pfäffle, der auf Rang zehn einen Rückstand von 4:14 Minuten aufwies. Nach einer neunstündigen Auto-Reise nach Windham, im US-Bundesstaat New York, traf der kleine Tross von Bundestrainer Peter Schaupp in den Catskill Mountains auf eine völlig andere Streckencharakteristik.

Das Resultat für Martin Frey war am Sonntag das gleiche wie in der Woche zuvor. Dennoch reklamierte er einen Fortschritt. "Das Körpergefühl war viel besser als letzte Woche, die Leistung auch, obwohl es dem Ergebnis nach nicht so aussieht", meinte der 20-Jährige.

Der Verlauf war aus der Sicht von Martin Frey reichlich kurios. Nach 200 Metern fuhr er dem kompletten Feld 20 Meter voraus und schaute sich verdutzt um. "Ich hatte auf meiner Seite völlig freie Bahn und bin halt mal los gefahren. Auf einmal hatte ich Vorsprung, ich wusste gar nicht was ich mit der Situation anfangen sollte", erklärte er im Ziel lachend.

Er ließ sich wieder einholen und ging dann an achter Stelle in den ersten Singletrail-Anstieg. "Dass mir das nicht liegt vom Start weg acht Minuten Berg hoch zu fahren, das wusste ich schon vorher", erklärte Frey, warum er bis auf Platz 18 zurück gereicht wurde.

Dort hielt er sich praktisch bis ins Ziel, zum erhofften 15. Rang fehlten am Ende 35 Sekunden. Im Blick zurück, stellte der Bulls-Biker jedoch fest, dass ihm "die ganze Woche was gefehlt habe. "Erst am Freitag habe ich mich hundert Prozent gefühlt und war zuversichtlich. Wie gesagt, der Fortschritt war da."

Zumindest was den Rückstand auf den Sieger, in diesem Fall Europameister Jordan Sarrou aus Frankreich (1:13:53), angeht, waren die 4:24 Minuten deutlich weniger. Bester Deutscher wurde U23-Vizeweltmeister Julian Schelb (Münstertal) auf Rang sechs (+1:40).

Trotz der verpassten Top-15-Platzierung könnte es für Martin Frey mit der Nominierung für die Weltmeisterschaft im norwegischen Hafjell noch klappen. Mit der halben Norm (Platz 14 in Südafrika) kann er auf den so genannten Trainer-Entscheid hoffen.