Handball Der TSV Dettingen bringt den Spitzenreiter mit 27:24 zu Fall

Der wachsame Grabenstetter Keeper Marius Spitz konnte die Heimniederlage gegen die TSG Reutlingen nicht verhindern.
Der wachsame Grabenstetter Keeper Marius Spitz konnte die Heimniederlage gegen die TSG Reutlingen nicht verhindern. © Foto: Baur
Region / swp 13.03.2018

TSV Dettingen  -

HSG Böblingen/Sindelf. 27:24

Anders als zuletzt in Unterhausen präsentierte sich die Dettinger Mannschaft beim Heimspiel gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen über 60 Minuten hochkonzentriert und brachte so den Tabellenführer zu Fall. Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und konnten schnell die ersten Führungen verbuchen. Doch die Hausherren begannen sich dem Tempo und der Intensität anzupassen, was dazu führte dass man zum 5:5 durch den besten Schützen der Hausherren, Tim Bauknecht, ausgleichen konnte (10. Min.). Immer wenn die Gäste leicht davonzogen, wurden offensiv clevere Lösungen erspielt und defensiv intensiv gearbeitet. Oftmals war es Maxi Fritz, welcher zielstrebig den Abschluss suchte und auch meist erfolgreich war. Mit 14:14 gingen die Mannschaften in die Kabinen.

Ähnlich wie in der ersten Halbzeit waren die Teams direkt zum Wiederanpfiff auf Betriebstemperatur. Doch die Hausherren waren ein Quäntchen heißer. Die Defensive um Abwehrbollwerk Marc Euchner war der Grund, weshalb die Gastgeber mit einem 5:0-Lauf auf 21:16 davon ziehen konnten (37. Minute). Der Tabellenführer stemmte sich gegen die drohende Niederlage, doch auch wenn sich Lücken in der Dettinger Defensive auftaten, stand da immer noch Ellinghaus zwischen den Pfosten. Die Zwischenstände: 22:17; 23:19; 25:22; 26:23.

In der 58. Spielminute war der Vorsprung auf 26:24 geschmolzen. Doch die Ermstäler hatten aus dem Hinspiel gelernt, blieben ruhig und spielten lange Angriffe, was dazu führte das Tobias Beck mit seinem Treffer zum 27:24 den Schlusspunkt der Begegnung setzte.

TSV Dettingen: Ellinghaus, Maginski - Weber, Schulz, Fritz (6), Brodbeck (2), Beck (3), Ihle, Molnar (1), Bauknecht (10), Euchner (2/1), Posch (3/3), Weinschenk.

TSV Grabenstetten -

TSG Reutlingen 23:28

Ab dem 3:3 hatten die Kreisstädter die Nase vorne, obwohl Grabenstettens Jonas Stäbler dem TSG-Goalie in nichts nachstand.  Tatsächlich schafften es die Grün-Weißen, einen 6:8-Rückstand innerhalb von nur 140 Sekunden in eine 9:8-Führung zu drehen. Dann eine Wende: Nutznießer missglückter TSV-Einzelaktionen waren die Reutlinger Blauhemden, die mit einem 5:0-Lauf punkteten, auch weil die Gastgeber mit dem Pech eines Tabellenletzten mehrfach nur Pfosten und Latte trafen. Es blieb dennoch die enge und sehr faire Partie auf Augenhöhe, in der sich die Gäste mit zwei Siebenmetern gut eine Minute vor dem Seitenwechsel noch etwas absetzen konnten. Christoph Lanfermann nahm einen Wechsel im Tor vor und Marius Spitz fügte sich sofort mit guten Paraden ein. Letztendlich blieben aber seine Vorderleute weiter einiges schuldig. So war in der 40. Minute die TSG auf 15:21 enteilt. Nur sieben Zeigerumdrehungen später schien dennoch wieder eine Wende möglich. Jan Kazmaier hatte seine Farben auf ein Tor (20:21) herangebracht, nachdem Tim Rüggen in der Abwehr einen weiteren Ball erobert und perfekt auf ihn weitergeleitet hatte. Es waren die schnellen Außensprinter Kevin Hummel und Jan Kazmaier, die ihr Team auch noch in der 55. Minute im Spiel hielten (23:25), am Ende aber nicht verhindern konnten, dass auch das neunte Heimspiel in Folge verloren ging.

TSV Grabenstetten: Spitz, Stäbler - Boneberg, Griesinger (2), Hummel (9/1), Kazmaier (5), Kurz (2), Martin (1), Mosca (3), Rehm, Rödel (1), Rüggen, Staiger

TSG Reutlingen: Selahovic; Schulz (8), Tendera (8/5), Roth, Drosson (3), Bantle (3), Löchle, Götz (1), Hatic, Buck, Ofenheusle, (4), Greve (1), Groß

SG Ober-/Unterhausen -

HSG Baar 32:24

Erst als die rot-blauen Hausherren in der Abwehr defensiver agierten, konnte man aus einem 5:5- eine 13:7-Führung erzielen. Die Gäste deckten aggressiv, aber die Lichtensteiner fanden mit zunehmender Spielzeit immer häufiger eine Lücke in der Baar-Defensive. Mit einer klaren 15:8-Führung ging man in die Pause. Nach dem Seitenwechsel ließen die Hausener Jungs nicht nach und verhinderten dass die Partie nochmals spannend wurde. Beim 30:19 sah es sogar nach einem noch deutlicheren Sieg aus, doch die Gäste bewiesen Moral und verkürzte bis Spielende auf 32:24.

SGOU: J. Maier, M. Kilgus - M. Bordt (6), P. Werz (3), T. Haase (4/1), C. Wille (2), D. Sarpkaya (2), A. Symanzik (4), D. Tröster, M. Wild (2), F. Grauer (2), P. Althaus (3), J. Schmid (3)

VfL Pfullingen II –

HSG Ostfildern  30:29

Der VfL präsentierte sich von Sekunde eins an gallig und stellte eine griffige Abwehr. Auch Torhüter Valentin Bantle erwischte einen Sahnetag und glänzte über das gesamte Spiel mit Paraden, welche die Gäste regelrecht zum Verzweifeln brachten. Dies spiegelte sich auch in den Spielständen wieder, so lag man nach dem 0:1 zu keiner Zeit mehr im Hintertreffen. Man konnte sich über 4:3, 7:6 und 15:11 sogar ein Zwei-Tore Polster zur Halbzeit erwerfen (16:14). In den folgenden 30 Minuten wusste insbesondere Patrick Bauer sich und seine Mitspieler in Szene zu setzen. Eben jener Bauer und Julius Haug waren die tragenden Säulen für den Sieg. Zusammen markierten die beiden 20 der insgesamt 30 geworfenen Tore. Mit einem Zwischenspurt konnte man sich bis zur 47. Minute mit fünf Toren (25:20) absetzen. In einer hart aber stets fair gerührten Partie war der VfL nahezu über die gesamte Spielzeit überlegen. Die Stationen 25:22 und 27:26 leiteten dabei die letzten drei Minuten ein. Der VfL brachte sich durch den ein oder anderen haarsträubenden Fauxpas selbst in die Bredouille und musste 20 Sekunden vor der Schlusssirene gar das 29:29 schlucken. Der überragend agierende P. Bauer avancierte mit einem Siebenmeter in letzter Sekunde, bei dem er den Torhüter der Gäste mit einem lässigen Heber düpierte, endgültig zum Matchwinner.

VfL II: Bantle, Buck, Stoll – Greve 1, P. Bauer 13/2, A. Reiff 2, M. Reiff 2, Werner 2, Finkbohner 2, Schulze, Haug 7,  Lebherz 1, M. Bauer, Bertsch.

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