Der März hat es in sich

TuS-Torhüterin Sabine Stockhorst wird ihrem Team auch gegen Bensheim den nötigen Rückhalt geben. Foto: Eibner
TuS-Torhüterin Sabine Stockhorst wird ihrem Team auch gegen Bensheim den nötigen Rückhalt geben. Foto: Eibner
JÜRGEN HANDTE 09.03.2012
Gegen Abstiegskandidaten und Aufstiegsaspiranten - so lautet das März-Programm der TusSies. Man trifft auf die Kellerkinder aus Wolfsburg und Greven, sowie auf die Spitzenteams aus Weibern und Bensheim.

Nach dem Spiel gegen die HSG Bensheim-Auerbach am Samstag, den Ex-Club von Edina und Ferenc Rott sowie Lisa Mößinger, geht es für die Metzinger Mädels gleich weiter zum Überraschungsteam der letzten Wochen nach Wolfsburg. Auf dieses schwere Auswärtsspiel folgt dann ein Doppel-Heimspieltag in der Öschhalle. Zu Gast ist der SV Greven 09, der sich im Niemandsland der Tabelle befindet, sowie der jetzige Tabellenzweite und von den TusSies abgelöste Spitzenreiter aus Weibern.

Dass die TusSies diese Aufgaben mit dem nötigen Ernst und auch dem notwendigen Selbstvertrauen angehen werden, ist nach den jüngsten Ergebnissen und Tabellenplatz eins auch den letzten Pessimisten klar. Auch wenn die Serie von zehn Siegen in Folge mit der kräftezehrenden Niederlage in Oldenburg ein Ende fand, kann man trotzdem mit der Leistung von Ilyes und Co. mehr als zufrieden sein. "Momentan steckt uns das Pokalspiel noch in den Knochen, aber bis Samstag sind wir alle fit und freuen uns auf das Spiel", ließ Rückraum-Allrounderin Lisa Mößinger am Dienstag verlauten.

Denn man bot ersatzgeschwächt eine Topleistung und hatte den Tabellendritten der Bundesliga am Rande einer Niederlage. Man kann also mit breiter Brust und voller Tatendrang in die nächsten Partien gehen. Hinter den Einsätzen von Barbara Balogh und Patricia Stefani stehen allerdings noch dicke Fragezeichen, ob sie spielen, entscheidet sich erst kurz vor Anpfiff.

Zum Start dieser vorentscheidenden Wochen kommt mit der HSG Bensheim/Auerbach sicherlich kein guter Gast in die Metzinger Gefilde. Denn Gastgeschenke oder ähnliche Sympathien werden in den 60 Spielminuten von den Hessinnen nicht zu erwarten sein. Die Flames möchten natürlich am liebsten beide Punkte aus dem Schwabenlande mitbringen und somit den letzten Strohhalm im Rennen um die Aufstiegsplätze greifen.

Bei den von Thorsten Schmid trainierten Bensheimerinnen gilt vor allem die aggressive 3:2:1-Deckung und das schnelle Tempospiel als Prunkstück. Ebenso achten sollte man auf den wurfgewaltigen Rückraum um Annika List, Laura Magelinska, Annika Hermenau und Ingrida Bartaseviciene. Letztgenannte war es auch, welche den TusSies mit sieben Toren im Hinspiel den Zahn zog und sich mit 110 Treffern auf Platz eins der internen Torschützenliste befindet.

Man darf sich also auf eine packende und emotionsgeladene Partie um die Aufstiegsplätze freuen. Wobei sich in den letzten Wochen auch das Publikum in der mittlerweile als "Öschhölle" bekannten Halle schon als Zünglein an der Waage bewies und die Mädels auch dieses Mal mit einer lautstarken Unterstützung rechnen.

"Es wird für uns kein leichtes Spiel, da auch Bensheim im Moment einen Lauf hat und seit sieben Spielen ungeschlagen ist. Natürlich wollen wir eine Revanche für die Hinspielniederlage. Wir werden den Kampf dieses Mal von der ersten Minute annehmen und wenn wir so konzentriert und aggressiv im Angriff und in der Abwehr wie zuletzt spielen, sowie unser Publikum im Rücken haben, dann werden wir die zwei Punkte im Ermstal behalten", erläutert die topmotivierte Mößinger.

"Wir haben noch eine offene Rechnung mit Bensheim, da ich als Metzinger Trainerin noch nicht gegen meinen Ex-Club gewinnen konnte. Es wird auf jeden Fall ein schweres Spiel, da Bensheim eine starke Deckung und eine eingespielte Mannschaft besitzt. Wir haben auch keine Zeit uns auszuruhen und die körperliche Belastung ist auf Grund unserer personellen Lage auch groß. Nichtsdestotrotz hoffen wir auf eine volle Halle und wir werden natürlich alles dafür geben, um die zwei Punkte in Metzingen zu behalten", gab Edina Rott die Marschroute vor.