Ultralauf Den Höllentrip gemeistert

Eine starke Leistung brachte Helmut Sirtl (Mitte), der bei seiner neunten Biel-Teilnahme mit der Zeit von 12:47:23 Stunden als Siebter der M65 ins Ziel lief.
Eine starke Leistung brachte Helmut Sirtl (Mitte), der bei seiner neunten Biel-Teilnahme mit der Zeit von 12:47:23 Stunden als Siebter der M65 ins Ziel lief. © Foto:  
Biel/Region / DIETMAR CZAPALLA 15.06.2015
Bei der 57. Auflage des legendären 100-Kilometer-Laufs in Biel (Schweiz) liefen im zeitlichen Rahmen von 21 Stunden 926 Teilnehmer ins Ziel. Von den sieben "Ultras" der Region ragte Stefan Rabausch heraus.

Seit eh und je wagen etliche Läuferinnen und Läufer aus der Region den alljährlichen 100 Kilometer langen Höllentrip durch die Nacht der Nächte im schweizerischen Biel. Mehr als 1000 Ultra-Läuferinnen und -Läufer versuchten, die 57. Auflage des längsten Crosslaufs in Europa erfolgreich zu beenden. Das heißt, sie mussten vor Ablauf des zeitlichen Rahmens von 21 Stunden über den neben dem Kongressgebäude liegenden, lange Zeit herbeigesehnten Zielstrich laufen. Letztlich schafften es 926 Teilnehmer, darunter 183 Frauen.

Beim Start, am Freitagabend um 22 Uhr in der Bieler Innenstadt, herrschten "sehr angenehme Witterungsbedingungen, so dass man die ganze Nacht hindurch im T-Shirt laufen konnte", berichtete der Ohmenhäuser Ultralauf-Spezialist Helmut Sirtl nach seiner Rückkehr. Gleiches galt für Hannelore Huhn (Riederich), Kerstin Wurst (Metzingen), Andreas Wörz (TSV Kusterdingen), Sebastian Kirchner (Tübingen), Jürgen Vietense (IGL Reutlingen) und den Eninger Stefan Rabausch.

Letzterer sorgte für eine faustdicke Überraschung. Der ehemalige Fußballer des TSV Eningen, mittlerweile 44-jähriger Triathlon-Spezialist, finishte mit der überragenden Laufzeit von 8:15:12 Stunden schon als Fünfter der Gesamtwertung und gewann als bester Deutscher seine Altersklasse M40. Damit hatte er die beste Platzierung erreicht, die jemals ein Läufer unserer Region in 57 Jahren Biel abgeliefert hat.

Sehr beachtenswert auch die Leistung des zu Jahresbeginn von der TuS Metzingen zum TSV Kusterdingen gewechselten M50-Läufers Andreas Mörz, der 10:08:28 Stunden nach dem nächtlichen Startschuss im Ziel auftauchte.

Der Tübinger Sebastian Kirchner, als Jüngster der regionalen Sieben, beendete seine "Nacht der Nächte" nach 10:22:52 Stunden. Eine großartige Leistung vollbrachte auch der vereinslose Ohmenhäuser Helmut Sirtl, der bei seiner neunten Biel-Teilnahme mit der Zeit von 12:47:23 Stunden als Siebter der M65 über den Zielstrich lief. Danach dauerte es nur zwölf Sekunden, bis die Metzingerin Kerstin Wurst als 70. von 214 erfolgreichen Frauen ihr Laufabenteuer beendet hatte. Sehr stark auch "Wiederholungstäterin" Hannelore Huhn (Riederich), die in der Zeit von 13:49:29 Stunden als Dritte ihrer Altersklasse W60 auf dem Siegertreppchen stand.

Nach 18:19:59 Stunden, und damit noch deutlich vor Zielschluss, hatte auch "unser" mit 70 Jahren Ältester, Jürgen Vietense (IGL Reutlingen), den querfeldein führenden Schweizer Höllentripp abermals erfolgreich beendet.

Schnellster von allen war der 30-jährige Schweizer Bernhard Eggenweiler in der sagenhaften Zeit von 7:02:42 Stunden. Bei den Frauen brillierte erneut seine um zehn Jahre ältere Landsfrau Denise Zimmermann. Sie benötigte nur 8:38:41 Stunden.

Den parallel ausgetragenen Halbmarathon schaffte Rolf Syring in 2:04:26 Stunden, die erstmals angebotenen 13,8 Kilometer sahen Veronika Syring (beide TuS Metzingen) nach 1:57:11 Stunden ins Ziel laufen.

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