Metzingen Das Problem im Unterbau

Viel Technik, kein Sport. In der Metzinger Öschhalle wird derzeit der Unterbau getrocknet, der bei Unwettern in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Viel Technik, kein Sport. In der Metzinger Öschhalle wird derzeit der Unterbau getrocknet, der bei Unwettern in Mitleidenschaft gezogen wurde. © Foto: Thomas Kiehl
Metzingen / Wolfgang Seitz 07.08.2018
Metzingens gute Handballstube wird derzeit getrocknet. Anfang September soll die Öschhalle wieder nutzbar sein. Die TusSies trainieren in der Schönbeinhalle.

Es sind die Spätfolgen diverser Unwetter, die Metzingen heimgesucht haben – als der Jahrhundertsommer noch in der Warteschleife surrte. Ein Schwerpunkt war die Öschhalle, wo drei Mal Land unter gemeldet wurde. Eine Membran soll ihren Dienst unzureichend erfüllt haben, weshalb bei eigentlich überschaubaren Wassermengen die Sportstätte in Mitleidenschaft gezogen wurde. Kein Vergleich zwar zu der regelrechten Überschwemmung, die die Dettinger Neuwiesenhalle 2016 für ein Jahr außer Betrieb setzte – trotzdem genug, um auch im Nachgang noch für Ärger zu sorgen.

Oberflächlich war alles recht schnell abgetrocknet, das Unheil droht aber aus dem Unterbau. „Wir haben ein paar Probebohrungen gemacht“, sagt Ulrich Neubrander, Leiter des Hochbauamts bei der Stadt Metzingen. Im speziellen Fall beschäftigt er sich auch mit dem, was sich eher in der Tiefe abspielt. Und dort ist es nass in der Öschhalle.

Zwei Drittel des Hallenbodens sind davon betroffen – so die neuesten Erkenntnisse. 91 Löcher samt diversen Schläuchen und ausgefeilter Technik lassen derzeit nicht vermuten, dass dort eigentlich Sport betrieben wird. „Die Firma, die damit beauftragt  ist, hat nun eben noch mehr Geräte am Start“, verrät Neubrander, der guten Muts ist, dass alles klappt, der Frauenhandball-Bundesligist TuS Metzingen auf die Spielstätte zurückgreifen kann, sobald die Saison losgeht.

Ein weiterer Aspekt ist der Schulsport, der fast zeitgleich mit den Handballerinnen in die Halle drängt. „Wir bekommen es in den Griff“, macht Ulrich Neubrander allen Mut, die mit der Öschhalle zu tun haben. Noch in dieser Woche soll es einen detaillierten Zwischenbericht von jener Firma geben, die Sorge trägt, dass der Schimmel keine Chance hat.

Das hört Ferenc Rott, Geschäftsführer der TusSies, gerne. „Die letzte Meldung besagte, dass die Halle spätestens zum Schulbeginn trocken ist  und so planen wir auch“, sagt Rott. Um ihn auf den neuesten Stand zu bringen: „Bis zum Handball-Camp der TuS soll es so weit sein“, so Ulrich Neubrander. Das startet am 3. September, die Schule erst eine Woche später.

Der Trainingsbetrieb der TusSies läuft derzeit hauptsächlich in der Schönbeinhalle. Eigentlich ist die Halle harzfrei, es wird nun aber eine Ausnahme gemacht, sodass der Geschäftsführer vermelden kann: „Wir können unsere Vorbereitung dort durchziehen.“

Fürs Vorbereitungsturnier vom 18. bis 20. August weicht man in die Hofbühlhalle nach Metzingen-Neuhausen aus. Saisonbeginn in der Frauenhandball-Bundesliga ist am Wochenende 8./9. September. Die TuS muss samstags bei der Neckarsulmer Sportunion ran.

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