Am 7. Juli stand bei den Triathlon-Fans ein dickes Kreuz  im Kalender, die Challenge Roth. Seit 2002 steht dieser Name für den weltweit größten Wettkampf auf der Triathlon-Langdistanz im mittelfränkischen Roth. Christian Störzer aus Metzingen war zum zweiten Mal am Start, ein Vorbereitungswettkampf auf den mystischen Ironman Hawaii im Herbst dieses Jahres.

Der Triathlon über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und einem Marathonlauf über 42,2 Kilometer zählt zu den traditionsreichsten und bestbesetzten europäischen Veranstaltungen. Über 3000 Teilnehmer aus 80 Ländern waren am Start.  Der Wahl-Metzinger scheint die Triathlon-Gene in die Wiege gelegt bekommen zu haben. Der gebürtige Franke  war bereits als Jugendlicher in der Triathlonszene beheimatet. Nach erfolgreichen Jahren im Mountainbikesport und  überragenden Ergebnissen mit dem Rennrad auf der Marathondistanz (für Insider: Ötztaler Radmarathon in 7:25 Stunden)   führte ihn der Weg zurück in die Triathlon-Szene. Mit dem großen Ziel „Hawaii“ begann er seine Trainingseinheiten minutiös zu planen.

Nach ersten „Tests“ auf der Halb-Distanz, absolvierte er bereits in seiner ersten Triathlonsaison ein Langdistanz-Rennen und finishte vergangenes Jahr in Roth als Zweiter seiner Altersklasse. Mit der Qualifikation in Cozumel/Mexiko im Herbst 2018 löste er dann das begehrte Ticket für den Ironman Hawaii in diesem Jahr.

Tausende Zuschauer waren trotz anfänglichen Regens früh morgens am Main-Donau-Kanal gekommen und feuerten die Starter an. Störzer stieg nach 56 Minuten aus dem Wasser und ging auf die 180 Kilometer lange Radstrecke, seiner Lieblingsdisziplin.  Dort zeigte er sich in Bestform und schob sich Platz für Platz nach vorne. Nach 4:26 Stunden machte er sich als bereits 13. in der Gesamtwertung auf die Marathonstrecke, welche sogar eine Sekunde schneller als der spätere Sieger, in 2:51:10 Stunden, absolviert wurde. Nach 8:17 überquerte Störzer auf Gesamtplatz neun die Ziellinie, als zweitbester Deutscher und einziger Nicht-Profi unter den zehn besten Athleten. Störzer, mit etwas Distanz zu dieser Glanzleistung: „Ein irrer Tag, Wahnsinn.“