Volleyball Befreiungsschlag für Eningen

Eningens Trainer Eckard Bayha fand die richtigen Worte. Seine Jungs landeten einen immens wichtigen Sieg.
Eningens Trainer Eckard Bayha fand die richtigen Worte. Seine Jungs landeten einen immens wichtigen Sieg. © Foto: Axel Grundler
swp 06.11.2018

Ein Lächeln huschte über das Gesicht von Eningens Trainer Eckard Bayha nach dem Schlusspfiff gegen den SV Fellbach III. Soeben hatte seine Mannschaft den Aufsteiger mit 3:0 (25:18, 25:15, 25:15) in die Schranken verwiesen und damit einen ersten Schritt aus dem Tabellenkeller der Oberliga getan. Ein in Annahme und Abwehr fehlerfreier Libero Max Mattes sowie im Angriff die nicht zu bremsenden Lutz Jaksche und Markus Schwille waren die Garanten für einen geruhsamen Abend. Fellbach konnte nur jeweils in der Anfangsphase der Sätze eins und zwei einigermaßen mithalten.

Im dritten Satz drohte dann sogar ein Debakel, als der Aufsteiger überhaupt nichts mehr ins Feld brachte und schnell 4:18 zurücklag. Da die Arbachtäler sich dann einige Unkonzentriertheiten leisteten, gelang Fellbach noch ein wenig Ergebniskosmetik, ohne eine Wende herbeiführen zu können.

TSV Eningen: Anft M., Jaksche, Kimmerle, Mattes, Schilke, Schopp, Schwille, Siller, Späth, Wödl

Lange Zeit war Landesligist TSV Eningen II auf Augenhöhe mit dem VfL Sindelfingen II, was auch die knappen Satzausgänge (23:25, 25:23) in den ersten beiden Sätzen dokumentieren. Am Ende setzte sich aber die bessere Angriffsleistung des VfL durch (25:19).

TSV Eningen II: Anft P., Auer, Bückle, Friedrichson, Fellmeth, Huonker, Sowoda, Staake, Wolff.

Zwei bittere Pillen musste Bezirksligist VfL Pfullingen in seinen Heimspielen gegen die SG Friedrichshafen IV/Fischbach und den TV Rottenburg V schlucken. Anstatt, wie angestrebt, mindestens drei Punkte mitzunehmen, musste sich der VfL den Gästen jeweils mit 1:3 geschlagen geben. Vor allem gegen die biederen Fischbacher hätten die Schützlinge von Trainer Thomas Teiber wesentlich mehr aus ihren Möglichkeiten machen müssen. Fast mühelos gelang es ihnen, auch hohe Rückstände aufzuholen, doch am Ende der Sätze flatterten jedes Mal die Nerven. So reichten eine 1:0-Führung und ein 25:24 im zweiten Satz, nach 18:23, nicht zum vorentscheidenden 2:0. Stattdessen steigerte sich die Fehlerquote beim VfL mehr und mehr und am Ende brach die Mannschaft völlig ein. Auch gegen Rottenburg begann Pfullingen verheißungsvoll (25:18), hatte dann aber erneut zu viele Schwächen in allen Elementen.

VfL Pfullingen: Banzhaf, Bertram, Bucher, Haydt, Pflüger, Sautter, Trumpf, Weißschuh

Nichts zu holen gab es für den PSV Reutlingen beim Meisterschaftsaspiranten TG Bad Waldsee II. Nur im ersten Satz (22:25) schnupperten die Kaiser-Schützlinge an einem Satzgewinn, ansonsten hatten die Gastgeber Lufthoheit und einfach das kompaktere Team, sodass die 0:3-Niederlage völlig in Ordnung geht. Nun heißt es für den PSV, in zwei Wochen gegen Fischbach und Rottenburg V wichtige Punkte zu sammeln, um nicht in den Abstiegssog zu geraten.

PSV Reutlingen: Chojniak, Grauel, Kronenberger, Liss, Proebster, Springmann, Voinarovych.

Zufrieden war Eningens Trainer Jonathan Schopp mit der Ausbeute von drei Punkten aus den Spielen gegen den SC Göggingen (3:0) und den SSC Tübingen (0:3). „Göggingen haben wir von der ersten Minute an nie ins Spiel kommen lassen. Tübingen ist schon eine Klasse für sich, auch wenn wir sie im ersten Satz (22:25) bis zum Schluss ärgern konnten“, resümierte Schopp kurz und knapp.

TSV Eningen III: Bauer, Brielmann,  Hiller, Karlewski, Kimmerle, König, Margenfeld, Mezger, Schilling.

Eningens Damen-Trainer Timo Kimmerle ist ein ruhiger Vertreter seiner Zunft und ebenso trocken fiel sein Kommentar nach dem Mammutspieltag seiner Landesliga-Damen gegen den TSV Laupheim (3:2) und den SC Weiler/Fils (2:3) aus. „Es hätte ein bisschen mehr sein können, wir hätten aber auch weniger mitnehmen können.“

Ohne die verhinderten Stammspielerinnen Lena Missbauer und Mona Taigel starteten die Schmetterlinge gegen Laupheim zunächst furios, führten mit 1:0. Danach gab es jedoch zu viele Schwankungen und Laupheim zog auf 2:1 davon. Doch die Moral war beim TSV intakt und mit viel Leidenschaft wurde der Ausgleich hergestellt. Im fünften Satz wogte das Spiel dann hin her, ehe Eningen mit 15:13 das bessere Ende für sich hatte. Ähnliches Bild gegen Weiler/Fils. Schnelle und deutliche Führung (25:18), dann ein Einbruch (17:25, 20:25), nochmals ein Aufbäumen (25:22) und am Ende fehlte einfach die Kraft (7:15).

TSV Eningen Damen:  Bückle, Folberth, Hummel, Mökesch, Paczulla, Ribeiro-Küppers, van Severen, Sonntag, Weißmüller, Zander

Jubel bei der TSG Reutlingen. Obwohl einige Spielerinnen angeschlagen waren, verteidigten die Achalmstädterinnen beim TSV Blaustein ihre weiße Weste (3:1) und zugleich die Tabellenführung in der Landesliga. Einziger ernsthafter Verfolger bleibt die SG Nürtingen-Wernau. Zwei Sätze lang konnten die Grauel-Schützlinge ihre bisherige Leistung abrufen und gingen verdient mit 2:0 in Führung. Im dritten Satz schlichen sich jedoch immer wieder Fehler ein, vor allem Blausteins Block stand wie eine Mauer, sodass die Gastgeberinnen ihre Chance witterten und den Satz deutlich mit 25:17 für sich entscheiden konnten. Nun schien die TSG etwas verunsichert, aber Blaustein konnte daraus kein Kapital schlagen. Clever schaukelte der Spitzenreiter den Satz knapp nach Hause (25:23) und weiß spätestens seit gestern, dass Siege nicht in den Schoß fallen.

TSG Reutlingen: Fetzer, Gieske, Hattingen-Pröbster, Humic, Münch, Schröder, Schweizer, Vohrer, Zöllner

Besser als erwartet schlug sich die SG Reutlingen/Betzingen beim Tabellenzweiten VfL Sindelfingen und musste sich nach hartem Kampf mit 2:3 geschlagen geben. Zwei Sätze lang fand die Herzog-Truppe nicht ins Spiel, lag 0:2 zurück. Dann rafften sich die Spielerinnen auf und konnten den Spieß zum 2:2 umdrehen. Im fünften Satz fehlte dann etwas Kraft und Fortune, um die Aufholjagd zu krönen.

SG Reutlingen/Betzingen: Bloß, Favretto, Grubisic, Knoblauch, Krich-Gruschwitz, Lang,  Mezger, Rhattas, Rojan, Straub.

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