Der stellvertretende Abteilungsleiter der TSG Ravens, Jorgo Tsuknidis, hat nach einem Gespräch mit Staffelleiter Roland Dopp aus Leimen die zunächst geäußerten Hoffnungen auf ein Einlenken und eine eventuelle Wildcard verloren.

BSG Basket Ludwigsburg steigt auf

„Ich teilte ihm telefonisch meine Unzufriedenheit mit, denn bei der Entscheidung wurden nicht alle Aspekte berücksichtigt. Wir sind mit der Lösung nicht zufrieden, dass es zwar keine Absteiger gibt, aber nur der Tabellenerste BSG Basket Ludwigsburg in die 1. Regionalliga aufsteigt. Die Barockstädter sind punktgleich mit uns. Wir haben uns die ganze Saison Mühe gegeben, unzählige Stunden im Ehrenamt geopfert und viel Herzblut investiert. Von 22 Spielen hat unser Regionalliga-Team nur eine Partie verloren, nämlich das absolute Topspiel gegen die Ludwigsburger.“ Der Tabellendritte USC Freiburg (28 Zähler) hat 14 Punkte Rückstand aufs Führungsduo (beide 42 Punkte).

Chancenlosigkeit auf den sportlichen Aufstieg

Was der TSG Reutlingen Ravens neben der eigenen Chancenlosigkeit auf den sportlichen Aufstieg extrem missfällt: Mannschaften, die sich schlecht auf die Partien vorbereiteten und nur mit sechs oder sieben Spielern zu Regionalligapartien antraten, werden mit dem Klassenerhalt belohnt. Roland Dopp teilte mir, dass man in großer Runde unter Anwesenheit eines Juristen die Entscheidung fällte. In der zweitklassigen ProA und der drittklassigen ProB würde es auch keine Absteiger geben, von daher müsse man in der 1. und 2. Regionalliga mit dem selben Maßband messen.

Wildcard: Zu hoher organisatorischer Aufwand

„Staffelleiter Dopp hat mich zwar verstanden und erzählt, dass in der Oberliga ein ähnlicher Fall für Kopfzerbrechen gesorgt habe. Dort waren sogar vier Teams an der Tabellenspitze punktgleich und drei schauten in die Röhre. Die Option mit einer Wildcard für den Tabellenzweiten wurde zwar generell überlegt, aber wegen hohem organisatorischen Aufwand wieder verworfen“, sagt Jorgo Tsuknidis. Die TSG Reutlingen Ravens könnten nur dann noch in die 1. Regionalliga nachrücken, wenn ein dort ansässiges baden-württembergisches Team aus wirtschaftlichen oder sonstigen Gründen zurückziehen würde und die Achalmstädter nachrücken könnten.