Handball Aus der Goldstadt kommt Qualität

VfL-Torwart Magnus Becker (Mitte) will auch gegen die Pforzheimer Schützen so oft wie möglich parieren.
VfL-Torwart Magnus Becker (Mitte) will auch gegen die Pforzheimer Schützen so oft wie möglich parieren. © Foto: Baur
Pfullingen / Wolfgang Gattiker 07.09.2018

Der Spitzenreiter der 3. Liga, der VfL Pfullingen, empfängt mit der TGS  Pforzheim einen Hochkaräter. Dabei hat Pfullingen bisher 78 Tore erzielt, viel mehr als jedes andere Team. Trainer Frederick Griesbach aber ist Realist: „Diese Top-Quote von fast 40 Toren können wir nicht halten.”

Gast am Samstag ist die TGS Pforzheim. Prasolov (Oppenweiler), Bogdanic und Mitzel verließen das Team aus der Goldstadt. Trainer Andrej Klimovets hat Neue: James (TV Hochdorf), Patrick Zweigner ( Rhein-Neckar Löwen II)  und Kirschner (Sinsheim). Im Vorjahr trafen Marco Kikillus (218 Tore), Florian Taafel (157) und Martis Versakovs (149) – die Drei erzielten die Hälfte der TGS-Tore. Die TGS Pforzheim ist seit Jahren gut aufgestellt, siegte gegen Baden-Baden 35:22, unterlag in Balingen knapp.

Der VfL hat mit Thiemann, Jabot und Keupp drei Langzeitverletzte, aber der Kommandogeber jammert nicht: Sven Maier trainierte zwei Mal mit, steht auf dem Spielberichtsbogen. Griesbach freut sich: „Axel Goller hat ja ein Zweitspielrecht für Frisch Auf Göppingen, trainiert dort einmal mit und wurde am Mittwoch beim 27:26-Sieg gegen Hannover-Burgdorf für Rentschler einige Minuten eingesetzt, ist jetzt Bundesligaspieler. Das gibt ihm sicher Auftrieb für Samstag.“

Griesbach zum Spiel: „Die Goldstädter haben Qualität,  keine Frage, das wird ein ganz schweres Spiel. Wir müssen wie immer an unsere Grenzen gehen, ans Limit kommen von A bis Z. Die Kranken, wie Becker und Möck, konnten trainieren, nur Paul Prinz hat noch kein Training absolviert. Da muss Schmid wieder wie in Willstätt  60 Minuten durchspielen – der kann das. Wir müssen die Chancen noch viel besser verwerten, da bin ich nur einigermaßen zufrieden. Marc Breckel ist gut drauf, erzielte 17 Tore von Außen – da geht aber noch mehr.“

Geduld und Zeit

Der VfL trainierte ein neues Abwehr, hat ein neues Angriffssystem in der Grobform zehn Wochen geübt. Jetzt geht es laut dem Trainer ins Detail, der Feinschliff folgt. Noch einmal Griesbach: „Das geht nicht von heute und morgen, dazu benötigen wir auch Geduld und Zeit bis alles perfekt sitzt. So sind wir mehr als gefordert, ein Thiemann fehlt eben auch als Kapitän und Persönlichkeit. Wir haben Erkenntnisse, diese werden im Training umgesetzt. Es gibt noch vieles zu verbessern, die Jungs ziehen aber prächtig mit.”

So ist auch Griesbach gefordert. Er baut Junge wie Haug und Notdurft ein, aber er weiß, dass die drei Stammspieler kaum zu ersetzen sind. Nur mit Kampf, Leidenschaft und den phantastischen Fans – die sind der achte und neunte Mann.

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