Triathlon Arne Leiss sprintet auf den fünften Rang

Arne Leiss verlor auf der abschließenden Laufstrecke zwar noch einen Platz, der fünfte Rang ist dennoch ein Riesenerfolg.
Arne Leiss verlor auf der abschließenden Laufstrecke zwar noch einen Platz, der fünfte Rang ist dennoch ein Riesenerfolg. © Foto: Foto: Privat
Jersey / swp 04.10.2018

Die Superleague-Triathlonserie wurde vor einem Jahr von einem russischen Milliardär ins Leben gerufen. Dabei werden die 30 schnellsten Triathleten der Welt bei den Männern und Frauen eingeladen, sich über zwei bis drei Tage über extrem kurze Triathlondistanzen, mit teilweise geänderter Reihenfolge der Disziplinen, zu messen.

Der letztjährige Sieger, Richard Murray, durfte dabei 100 000 Euro Preisgeld mit nach Hause nehmen. In diesem Jahr wurden zusätzlich die 25 schnellsten Juniorinnen und Junioren (Jahrgänge 1999 bis 2002) nach Jersey, eine der Kanalinseln südlich von Großbritannien, eingeladen.

Neben Alex Webb aus Bayern durfte Arne Leiss von den Triathleten der Radabteilung des TSV Dettingen Deutschland bei diesem Event vertreten. Die Junioren hatten dabei zwei Sprinttriathlons über 300 Meter Schwimmen, 3,3 Kilometer Rad fahren auf einem sehr verwinkelten Kurs, sowie 2,2 Kilometer Laufen auf derselben Strecke, zu absolvieren. Dazwischen gab es nach dem Zieleinlauf des ersten Athleten eine fünfminütige Pause.

Gut gewechselt

Arne Leiss setzte sich in dem erlesenen Feld trotz einer großen Hektik in der Startphase hervorragend durch und sprintete als Achter in die Wechselzone. Bei solch kurzen Strecken kann bereits ein kleiner Fehler beim Anziehen der Schuhe oder beim Schließen des Helmriemens ein gutes Ergebnis zunichte machen. Doch Arne Leiss kam problemlos aufs Rad und konnte sich mit einer gut harmonierenden Gruppe von acht Athleten an der Spitze halten. Nach einem weiteren Blitzwechsel ging er als Vierter auf die Laufstrecke. Am Ende des Laufes entschied er sich, noch ein paar Körner für den zweiten Teil zu sparen und ließ sich auf Platz neun zurückfallen.

  In der fünfminütigen Pause mussten die Sachen für den zweiten Sprint wieder zurechtgelegt werden.Danach ging es gleich wieder auf den Startsteg, wo Platz sechs bis zehn mit zwei Sekunden Rückstand starten durften. Die Muskeln sind nach so einer Maximalbelastung natürlich noch voller Laktat und es ist nicht leicht, gleich wieder an die Grenze zu gehen. Doch Arne Leiss schaffte es, dieses Mal sogar als Dritter aus dem Wasser zu kommen. Die beiden Briten vor ihm erreichte er in der Wechselzone aber nicht mehr, sodass er fast die gesamte Radstrecke alleine fahren musste. Am Ende wurde er von einer siebenköpfigen Gruppe eingeholt, schaffte es dennoch, als Vierter auf die Laufstrecke zu gehen. In einem harten Kampf über die letzten 2,2 Kilometer verlor er noch einen Platz und konnte den Wettkampf auf einem hervorragenden fünften Rang beenden.

Dies ist umso beachtlicher, da die vier vor ihm platzierten Briten alle zwei Jahre älter sind als der Ermstäler.

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