Pliezhausen / mihe  Uhr
nternationales Läufermeeting in Pliezhausen am Sonntag, 12. Mai. Alina Reh und Elena Burkard sind hochkarätige Lokalmatadorinnen, die sich mit den krummen Strecken auseinandersetzen.

Was die Krummen Strecken sind, weiß die Leichtathletik-Szene in Deutschland und im europäischen Ausland mittlerweile ziemlich gut. Denn die Krummen Strecken sind das Alleinstellungsmerkmal von Pliezhausen. Das Internationale Läufermeeting bietet nicht die offiziellen Wettkampfstrecken, sondern „krumme“ Strecken an, wie zum Beispiel 600 Meter, 1000 Meter, 3000 Meter, 300 Meter, oder 2000 Meter Hindernis.

Der ganze Verein hilft

Bereits zum 35. Mal wird am kommenden Sonntag, den 12. Mai, der ausrichtende Verein LV Pliezhausen in familiärer Atmosphäre rund 600 Athleten aus 20 Nationen im Schönbuchstadion begrüßen. Nahezu alle Mitglieder des Vereins werden als Helfer für diese Veranstaltung aktiviert. Sie werden gemeinsam Sorge tragen, dass die Athleten optimale Bedingungen für ihren Sport vorfinden werden.

Aus deutscher und regionaler Perspektive freut sich der Meetindirektor Thomas Jeggle ganz besonders über die Startzusage von Alina Reh. Die bald 22 Jahre alte Ausnahmeläuferin aus Laichingen wird über die 3000 Meter starten. Alina Reh will im Sommer zwar über die beiden Langstrecken 5000 und 10 000 Meter antreten, sucht jetzt aber noch die Schnelligkeit über die „geliebten“ Unterdistanzrennen. Für die Hallen-EM-Vierte über 3000 Meter kommt da diese Distanz auch in Pliezhausen gerade recht. Dort wird die junge Frau von der Alb aber im Rennen der Männer starten, um mit einem Tempomacher möglichst nah an ihre persönliche Bestleistung zu kommen.

Ihre Bestleistung hat auch Elena Burkard massiv gesteigert. Die nun in Tübingen studierende Läuferin ist vergangene Saison auf die Hindernisse gewechselt und erzielte gleich bei ihren ersten Europameisterschaften in Berlin mit neuer persönlicher Bestzeit von 9:29,76 Minuten Platz sechs über 3000 Meter Hindernis. Wer sich aus der nationalen und internationalen Konkurrenz mit ihr über 2000 Meter Hindernis im Schönbuchstadion messen wird, sieht man am Sonntag.

Die starken Staffeln

Sie sind die Medaillengarantinnen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes bei internationalen Meisterschaften im Nachwuchsbereich: die 4x100 Meter Staffel der weiblichen Jugend U20. Auf den EM-Titel 2017 mit U20-Weltrekord ließen die jungen Damen im Vorjahr WM-Gold folgen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Und genauso regelmäßig, wie sie bei den Höhepunkten Top-Leistungen abruft, kommt die Sprintstaffel zum Saisoneinstand nach Pliezhausen. Auch in diesem Jahr werden die U20-Sprinterinnen beim Internationalen Läufermeeting wieder einen frühen Wettkampf-Härtetest absolvieren. Am 12. Mai möchte Bundestrainer Alex Seeger „zwei starke Staffeln ins Rennen schicken“ und die Norm für die U20-EM im schwedischen Borås (45,70 Sekunden) möglichst frühzeitig abhaken.

Nach den Sprints wird auf den Mittelstrecken die Post abgehen. Über 1000 Meter bei den Männern haben sich die besten deutschen Mittelstreckler angekündigt. Und bei den Frauen über die 800 Meter wird die EM- und WM-Teilnehmerin Christina Hering aus München ganz sicher den Sieg über 600 Meter anpeilen, den sie 2016 und 2017 bereits feiern konnte.

Die Athletenpräsentation und damit das Hauptprogramm des Internationalen Läufermeetings wird um 15.05 Uhr beginnen. Das Meeting endet dann am späten Nachmittag um 17 Uhr mit den Hindernis-Läufen.