"Ein Tag wirklich zum Vergessen"

Die TSG Volksbank Reutlingen verlor deutlich und steht nun auf dem siebten Tabellenplatz. Unser Foto zeigt Matthias Michelmann (Mitte) in Aktion. Foto: Baur
Die TSG Volksbank Reutlingen verlor deutlich und steht nun auf dem siebten Tabellenplatz. Unser Foto zeigt Matthias Michelmann (Mitte) in Aktion. Foto: Baur
GIOVANNI DE NITTO 18.12.2013
Die TSG Volksbank Reutlingen hat momentan große Verletzungssorgen und war deshalb in Holzgerlingen letztlich chancenlos. Bereits das erste Viertel endete mit einem desaströsen 12:34-Rückstand.

Der Trainer der TSG Reutlingen, Vasilios Tsuknidis, ist momentan um seinen Job bei den Panthers nicht zu beneiden. Die Personalsituation beim Oberligisten ist aufgrund vieler Verletzter und angeschlagener Spieler extrem angespannt und erst recht, da sich nun auch noch Philipp Wildermuth am Wochenende verletzte.

"Ich bin schon lange dabei, aber so eine Verletztenmisere habe ich selten erlebt. Es ist sehr schwierig, ein vernünftiges Training mit so wenig einsatzfähigen Spielern aufzuziehen. Da ist es ganz logisch, dass wir in punkto Fitness und Spielsystem noch Nachholbedarf haben", erklärt TSG-Topscorer Georgios Tsuknidis, der selber mit Verletzungsproblemen aufläuft.

Wenn man der Situation der Panthers aus Reutlingen etwas positives abgewinnen will, dann die Tatsache, dass die jungen Spieler in die Verantwortung genommen werden. "Dass unsere jungen Wilden mehr Spielzeit bekommen ist absolut positiv. Allerdings merkt man, vor allem in der Offensive wenn es eng wird, dass das Händchen manchmal noch etwas zittert. Was aber ganz normal ist, ohne Erfahrung in solchen entscheidenden Momenten", so Tsuknidis.

Die Geschichte der Partie vom Wochenende in Holzgerlingen ist schnell erzählt: Die Gastgeber legten mit drei Dreipunktwürfen gleich von Beginn an los wie die Feuerwehr. Die Panthers zeigten sich beeindruckt und waren zunächst komplett von der Rolle. So endete das erste Viertel mit einem desaströsen 12:34-Rückstand für die Achalmstädter. "Der Gegner hat alles getroffen und bei uns lief einfach gar nichts zusammen", analysierte Tsuknidis das erste Viertel. Danach lief es etwas besser für die Reutlinger Korbjäger, aber der 20-Punkte-Rückstand blieb auch bis zur Halbzeit bestehen.

Im dritten Viertel wurde nun endlich besser verteidigt und die Panthers bissen sich zurück in die Partie. Zwischenzeitlich wurde der Rückstand auf zwölf Punkte verkürzt, doch zwei technische Fouls gegen die TSG und damit vier Freiwürfe für die Hausherren beendeten jegliche Hoffnung auf ein Comeback der Reutlinger an diesem Tag. Am Ende stand eine deutliche 93:69-Auswärtsniederlage der TSG Reutlingen zu Buche, die damit mit fünf Siegen und fünf Niederlagen auf dem siebten Tabellenplatz der Oberliga Ost steht. Am Wochenende erwarten die Panthers den Aufsteiger NSU Neckarsulm.

So spielten sie

TSG Reutlingen: Wildermuth (18 Punkte), Tsuknidis (12), Schindel (11), Gfrörer (6), Traore (5), Kramarczyk (5), Becker (4), Sipetic (4), Aichele (2), Michelmann (2).