Tischtennis Losglück für Ochsenhausen

Timo Boll kommt nach Ulm – falls Borussia Düsseldorf in Grünwettersbach gewinnt und das Halbfinale erreicht.
Timo Boll kommt nach Ulm – falls Borussia Düsseldorf in Grünwettersbach gewinnt und das Halbfinale erreicht. © Foto: Abel F. Ros/dpa
Neu-Ulm / Dominik Guggemos 10.10.2018

Am 5. Januar 2019 wird zum vierten Mal das Final-Four-Turnier um den Deutschen Tischtennis-Pokal in der Ratiopharm-Arena Neu-Ulm ausgetragen. Das Viertelfinale ist bereits ausgelost – und die Losfee hat es gut mit den TTF Liebherr Ochsenhausen gemeint. Sie bekommen es mit dem TTC Grünweiß Bad Hamm aus Nordrhein-Westfalen zu tun. Der TTC war der letzte verbliebene Zweitligist im Viertelfinale.

Zwar wird das Spiel in Hamm stattfinden, allerdings liegt die Favoritenrolle klar bei den Ochsenhausenern. Was sie auch nicht abstreiten. Zwar betont Kristijan Pejinovic, Präsident von Ochsenhausen, wie man es auch erwarten muss, dass die Tischtennis-Freunde „keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen werden“. Doch er gesteht auch: „Wir können zufrieden mit der Auslosung sein. Wir spielen gegen den vermeintlich schwächsten Gegner.“

Falls die Ochsenhausener die Hürde Hamm überwinden geht es im Halbfinale beim Final-Four gegen den Sieger aus dem Spiel des 1. FC Saarbrücken-TT gegen TTC Zugbrücke Grenzau. Ein Duell mit Serienmeister- und Pokalsieger Borussia Düsseldorf um Superstar Timo Boll bleibt den TTF-Athleten bis zu einem möglichen Finale erspart.

Das war in diesem Fall keine Hilfe von Fortuna, sondern ist der Setzliste im Tischtennis-Pokal geschuldet. Die vier besten Mannschaften müssen erst ab dem Viertelfinale antreten. Die möglichen Halbfinal-Duelle ergeben sich aus der Setzliste. Bestimmt werden die besten Mannschaften aus dem QTTR-Wert. Damit wird die Spielstärke eines Spielers gemessen. Der Mannschaftswert ergibt sich aus den drei besten Spielern, die gleichzeitig zum Einsatz kommen können.

Nachdem sie in den ersten beiden Final-Fours in der Ratiopharm-Arena gar nicht mit dabei waren und im letzten Jahr im Halbfinale ausgeschieden sind, ist für Pejinovic klar, dass das Ziel der Tischtennis-Freunde in dieser Saison Finale lautet. „Wir hatten letztes Jahr Verletzungspech. Da hat es dann nicht ganz gereicht. Es kommt am Ende immer auf die Tagesform und den gesundheitlichen Status der Spieler an“, so der 38-jährige Präsident.

Dass das Final-Four in der „Nachbarschaft“ stattfindet sieht Pejinovic als Vorteil für seine Mannschaft: „In engen Spielen kommt es auf Kleinigkeiten an. Die Unterstützung der Zuschauer kann da die letzten Prozentpunkte herauskitzeln.“ Letztes Jahr waren knapp 4000 Zuschauer in der Arena, nachdem es in den Jahren zuvor zwischen 3000 und 3500 Zuschauer waren. Der Präsident sieht die Teilnahme seiner TTF da durchaus als „Essenz für mehr Zuschauer“.

Zufrieden mit Hallensituation

Nach einem Wasserschaden in der Heimhalle in Ochsenhausen musste der Erstligist für die laufende Saison nach Ehingen in die Sporthalle am Johann-Vanotti-Gymnasium (JVG) umziehen. Pejinovic zeigt sich „zufrieden“ mit der Entwicklung des Zuschauerzuspruchs in der neuen Heimat: „Wir sind von der Stadt gut angenommen worden. Der Saisonstart fiel in die Sommerferien. Die Schulen, mit denen wir viele Kooperationen haben, waren zu. Aber jetzt merkt man, dass die Zuschauerzahl anzieht. Die Menschen vor Ort haben verinnerlicht, dass wir jetzt dort spielen“, führt er aus.

Gespannt ist Pejinovic, wie das Spitzenspiel gegen Borussia Düsseldorf am 28. Oktober (15 Uhr) angenommen wird. Im Moment haben Ochsenhausen und Düsseldorf je zwei Minuspunkte, die Borussia hat ein Spiel mehr absolviert. Timo Boll in Ehingen – das könnte auch Tischtennis-Gelegenheitsfans anlocken, die sonst eher nicht den Weg in die Halle suchen.

Allerdings macht der TTF-Präsident deutlich, dass es nach der Saison nach Ochsenhausen zurückgehen wird. „Nein“, antwortet er auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, dauerhaft in Ehingen zu spielen. „Wir sind sehr dankbar für die Gastfreundschaft in dieser Saison, aber wir wollen wieder nach Hause.“

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