Heidenheim SG Volley Alb: Zwischen Umbruch und Aufbruch

Was kommt auf die Spieler der SG Volley Alb zu? Heute startet das Team in den Kampf um den Oberliga-Klassenerhalt.
Was kommt auf die Spieler der SG Volley Alb zu? Heute startet das Team in den Kampf um den Oberliga-Klassenerhalt. © Foto: Christian Thumm
Heidenheim / Thomas Jentscher 06.10.2018
Die SG Volley Alb startet bei den Männern mit neuem Trainer und frisch formiertem Team in die Oberligasaison – die Damen des Vereins dürfen sich jetzt in der Landesliga beweisen.

Mit einer Portion Ungewissheit, aber auch hoch motiviert geht die Spielgemeinschaft Volley Alb am heutigen Samstag in die neue Saison. Die Herren starten trotz des Scheiterns in der Relegation wieder in der Oberliga und setzen nun zwangsläufig auf die Jugend. Die Damen des Klubs gehen nach dem Aufstieg recht optimistisch in ihre erste Landesligasaison.

Der Verbleib in der Oberliga ist für die Herren aus Dettingen und Heidenheim die eine Seite, der Neubeginn mit frischem Trainer – im Sommer übernahm der erfahrene Coach Hans-Jörg Bär die Truppe – und neuen Spielern die andere. Die Situation war durch den Abgang des langjährigen Trainers Dennis Kunz während der vergangenen Runde und die Unsicherheit über den Ligaverbleib nach Saisonende nicht einfach.

Einige Leistungsträger sind weg

Dies war sicher mit ein Grund dafür, dass nun langjährige Akteure, darunter einige Leistungsträger, nicht mehr dabei sind. Stephan Kaiser schmettert bei Allianz Stuttgart in der Regionalliga, Mittelblocker Daniel Schwarz macht eine Pause, der zweite Zuspieler Konstantin Vogel ist beruflich verhindert und Felix Gall spielt an seinem Wohnort weiter. Auch Libero Sascha Fennell wird kürzertreten.

Der Umbruch kommt für den Oberligisten also schneller als erwartet, aber die Verantwortlichen glauben auf Dauer an eine gute Zukunft. „Wir wollen hier weiter eine Heimat für die Volleyball-Interessierten sein und nicht einfach von der Landkarte verschwinden“, sagt Abteilungsleiter Rolf Grimm, merkt freilich auch an: „Das ist manchmal schwierig.“

Der erneute Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga wird sicher sehr schwer. Als Favoriten gelten Regionalliga-Absteiger Botnang, die SG Neckar-Teck und Fellbach III, der erste Gegner, der Älbler. Mit allen anderen Teams sollte die Spielgemeinschaft zumindest mithalten können. Zwei Teams müssen am Ende der Runde den Gang in die Landesliga antreten, der Drittletzte in die Relegation. „Wir gehen die Sache entspannt an. Wenn es nicht klappt, dann ist es immer noch eine Saison, in der das Team sehr gut auf die Landesliga vorbereitet wird“, sagt Grimm.

Die Jugend ist gefordert

Wie lange es dauert, bis die jungen Spieler, die zum großen Teil noch A-Jugend aktiv sein dürfen, in einer so hohem Liga mithalten können, ist schwer zu sagen. Auf jeden Fall werden sie ab dem dritten Spieltag dem Kader der Oberligamannschaft zur Verfügung stehen, dürfen dann unbegrenzt eingesetzt werden.

Bis dahin soll der Nachwuchs möglichst viel Erfahrung in der A-Jugend-Landesstaffel und bei den Herren II in der A-Klasse sammeln. Das erste Spiel der Reserve findet am Sonntag (14 Uhr) in Abtsgmünd statt.

Oberliga-Trainer Hans-Jörg Bär weiß, dass er an den ersten beiden Spielen nur einen sehr kleinen Kader zur Verfügung hat. Aber dennoch will man heute mit viel Mut in Fellbach bei der dritten Mannschaft des Bundesligisten antreten. „Jedes Spiel wird uns weiterbringen und das Team stärken“, so Bär. Los geht's in der Gäuäckerhalle I um 16.30 Uhr.

Damen mit Selbstvertrauen

Lange haben sie darauf hingearbeitet, nun ist es soweit: Die erste Damenmannschaft der SG Volley Alb startet am Samstag in das Abenteuer Landesliga. Nach der souverän gewonnenen Bezirksliga-Meisterschaft gehen die Damen voller Vorfreude in die neue Saison.

Denn Trainer Paul Schindler hat eine starke Mannschaft zusammen. Die SG bekam in den letzten Jahren immer wieder starke Spielerinnen hinzu, jüngste Verstärkung ist Judith Schleicher, die in Ulm schon in der Regionalliga gepritscht und gebaggert hat.

Die Älblerinnen haben auch für die Landesliga eine recht große Truppe und sollten mit den meisten Gegnern mithalten können. Dies will die Mannschaft heute im ersten Spiel in Burladingen gleich unter Beweis stellen. Obwohl Libero Silke Pusch fehlen wird, rechnen sich die SG-Damen beim Mitaufsteiger gute Chancen aus. Spielbeginn in der Trigema-Arena in Burladingen ist 14 Uhr.

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