Mountainbike Zweimal Gold und einmal Bronze

Auf dem Weg zum Mountainbike-EM-Titel über zwölf Stunden in Dießen am Ammersee: Paris Mistakidis.
Auf dem Weg zum Mountainbike-EM-Titel über zwölf Stunden in Dießen am Ammersee: Paris Mistakidis. © Foto: privat
Nattheim / Thomas Lehner 03.08.2018
Nattheimer liefern bei der Zwölf-Stunden-EM eine starke Vorstellung ab.

Eine starke Vorstellung lieferte das Persis-Racing-Team, Bike Sport Nattheim, bei der diesjährigen Zwölf-Stunden-Mountainbike-Europameisterschaft in Dießen am Ammersee ab. Paris Mistakidis holte Gold bei den Einzelstartern, Anja Lehner und Julia Holder verteidigten ihren Titel aus 2017 bei den Zweier-Damen-Teams.

Für eine Sensation sorgte das jüngste Vierer-Herren-Team mit Luke Hermle, Tim Hauser, Julian Klabunde und Finn Steckbauer, die sich bei starker Konkurrenz die Bronzemedaille sicherten.

Unter 430 Fahrern 13 Nattheimer

Insgesamt 13 Nattheimer Fahrerinnen und Fahrer waren am Start. 430 Starter begaben sich bei bestem Wetter auf die 7,8 km lange Strecke, welche nun für insgesamt zwölf unter die Stollenräder genommen werden musste.

Mistakidis startete das Rennen extrem schnell und spulte als Einzelfahrer Runde um Runde in einem sehr hohen Tempo ab. Bis zur vierten Rennstunde konnte er sogar die Gesamtführung vor den letztjährigen Siegern verzeichnen. Im Laufe des Renntages musste er dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen und kam am Ende auf einem starken vierten Platz in der Gesamtwertung der 66 Einzelstarter ins Ziel. Damit sicherte er sich nach 37 gefahrenen Runden (255 km, 4800 Höhenmeter) den Sieg in seiner Altersklasse und damit die Goldmedaille des Europameisters.

Bei den Zweier-Damen-Teams gingen die Europameisterinnen aus 2017, Anja Lehner und Julia Holder, als Favoritinnen ins Rennen. Sie wurden dieser Rolle sehr schnell gerecht und fuhren ein souveränes Rennen. Nach zwölf Stunden standen bei ihnen 37 Rennrunden mit 255 km und 4800 Höhenmetern auf dem Rennprotokoll. Damit erzielten sie in der Gesamtwertung Platz zehn von 39 gestarteten Zweier-Teams. In der Damenkonkurrenz reichte das zur Titelverteidigung.

Bei den Vierer-Herren-Teams war mit 53 Mannschaften die Konkurrenz am größten. Von Beginn etablierten sich die „jungen Wilden“, Hermle, Hauser, Klabunde und F. Steckbauer, in den Top 5. Nachdem das Quartett nach rund 3,5 Rennstunden von Platz drei auf Platz vier zurückgefallen war, war kurzzeitig die Moral am Tiefpunkt. Durch eine taktische Umstellung der Trainer konnte aber direkt gekontert werden und Platz drei zurückerobert werden.

Bronze für Vierer-Herren-Team

Von nun an hatte man sich mit einem Zweier-Team zusammengetan und somit einen starken Partner für den weiteren Rennverlauf zu Seite. Dadurch konnte der Vorsprung auf Platz vier Runde um Runde etwas ausgebaut werden und am Ende erzielten die vier Nattheimer einen starken dritten Platz. Mit 44 Rennrunden (308 km/5720 Höhenmeter) sicherte sich das jüngste Vierer-Team damit die Bronzemedaille.

Kombiniertes Sechser-Team

Erstmalig hatten die Nattheimer auch ein kombiniertes Sechser-Team, bestehend aus einem Elite-Fahrer (Esslinger), vier Juniorfahrern (V. Kleinert, M. Kleinert, Jester-Zürker und H. Steckbauer) sowie einem Trainer (Rziha) am Start. Unter den 13 Teams etablierten sich die Youngsters sehr gut und hatte bis zum Ende immer Kontakt zu Platz vier. Nach insgesamt 38 Rennrunden (266km/4940 Höhenmeter) sicherte sich das Nattheimer Team nach einem Foto-Finish den sechsten Platz.

Julia Holder bekam außerdem noch eine Auszeichnung für die schnellste gefahrene Rennrunde (16:41 min) aller gestarteten Damen.

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