Schnaitheim 7:20 - Zu viele Fehler der Highlanders

Am Einsatz lag's nicht, die Ostalb Highlanders (blauer Dress) waren den Stuttgart Silver Arrows über weite Strecken ebenbürtig, leisteten sich aber letztlich zu viele Fehler, um den Favoriten ins Wanken bringen zu können.
Am Einsatz lag's nicht, die Ostalb Highlanders (blauer Dress) waren den Stuttgart Silver Arrows über weite Strecken ebenbürtig, leisteten sich aber letztlich zu viele Fehler, um den Favoriten ins Wanken bringen zu können. © Foto: Markus Brandhuber
Schnaitheim / Francesca Köpf 02.05.2018
Das Team der TSG Schnaitheim muss sich nach fünf Ballverlusten den favorisierten Das Team der TSG Schnaitheim muss sich nach fünf Ballverlusten den favorisierten Stuttgart Silver Arrows mit 7:20 geschlagen geben.

Vor einer tollen Kulisse von 460 Zuschauern haben die Ostalb Highlanders ihren Heimspielauftakt gegen die Stuttgart Silver Arrows mit 7:20 verloren. Spielentscheidend waren in einer über weite Strecken ausgeglichenen und von den Defensivreihen bestimmten Partie die fünf Ballverluste der Schnaitheimer Footballer.

Gegen den Favoriten aus der Landeshauptstadt startete das Team von Bernd Fuss vielleicht etwas übermotiviert, denn direkt beim ersten Spielzug misslang die Ballübergabe. Diesen Fehler konnten die Stuttgarter gleich nutzen und sich das Ballrecht in der Hälfte der Highlanders sichern.

Weit ging es für die Arrows von dort aus nicht, denn die Defensive um Koordinator Jörg Fähnle erwies sich zu Beginn gut eingestellt und zwang die Stuttgarter zu einem Field Goal, welches durch einen Block von Julian Allinger verhindert werden konnte.

Mit Pass zuviel riskiert

Im weiteren Verlauf taten sich beide Offensiven schwer, in die Nähe der jeweiligen Endzone zu kommen. Kurz vor Ende des ersten Viertels kamen die TSG-Footballer in eine Distanz, aus welcher ein Field Goal möglich gewesen wäre. Bei einem dritten Versuch riskierte man aber mit einem Pass etwas zu viel – dieser wurde wieder von einem Stuttgarter abgefangen.

Kurz darauf erwischten die Arrows die Highlanders-Defensive voll auf dem falschen Fuß und gelangten mit einem Lauf durch die Mitte bis kurz vor die Endzone. Von dort aus nahm der Stuttgarter Quarterback das Leder selbst in die Hand und erzielte mit einem weiteren Lauf die 6:0-Führung. Den anschließenden Extrapunkt konnte wieder Julian Allinger blocken. In der folgenden Serie konnte die Highlanders Offensive endlich ihr volles Potenzial abrufen und über Läufe von Dirk Lucht und einen Pass von Daniel Wengert auf Kai Schmid das Feld überbrücken. Wengert selbst brachte sein Team dann mit einem Lauf bis auf ein Yard vor die gegnerische Endzone, von wo aus Dirk Lucht zum Touchdown vollendete. Markus Fürst verwandelte den anschließenden Extrakick zum 7:6.

Auch die Stuttgarter überzeugten in ihrem nächsten Angriff und nutzten Schwachstellen in der Highlanders-Defensive. Der Stuttgarter Spielmacher fand mehrfach die richtige Anspielstation und auch wenn die Highlanders immer nah an den Passempfängern waren, konnte man diese nie entscheidend stören. So ging Stuttgart mit einem Pass in die Endzone zum Touchdown wieder in Führung und erhöhte mit einen ausgespielten Zweipunktversuch auf 14:7.

Ballverlust nach Missverständnis

Die TSGler kamen dann mit Läufen von Simon Winter und Andreas Plocher wieder gut über das Feld, bis wiederum ein Missverständnis zu einem erneuten Ballverlust führte. Stuttgart war nun abermals im Ballrecht, überwand mit einem weiten Pass 80 Yards und erzielte mit einem weiteren Pass den Touchdown zum 7:20 – nur der Extrapunkt misslang.

Für die zweite Halbzeit hatten sich die Ostälbler einiges vorgenommen, vor allem wollte man keine weiteren Punkte zulassen. Das selbe Vorhaben hatten die Stuttgarter jedoch auch, so dass auf beiden Seiten zwar noch schöne Spielzüge zu sehen waren, diese aber zu keinen weiteren Punkten führten. Die Highlanders nutzten ihre Chancen nicht, vergaben beispielsweise ein Field Goal, so dass die Partie mit 7:20 endete.

Headcoach Bernd Fuss zeigte sich mit dem Ergebnis unzufrieden, attestierte seinem Team aber dennoch eine Leistung, auf die man aufbauen könne. Nach einer spielfreien Woche wartet mit der Auswärtspartie beim stark aufgerüsteten Bad Mergentheim Wolfpack aber erst einmal eine wahre Herkulesaufgabe.