Berglauf Waghalsiger Lauf auf dem Großglockner

Werner Gessler und Ulrich Maier (von links) bezwangen den Großglockner per Rennrad und im Laufschritt.
Werner Gessler und Ulrich Maier (von links) bezwangen den Großglockner per Rennrad und im Laufschritt. © Foto: privat
Österreich / HZ 01.08.2018
Alle Steinheimer Starter erreichen bei dem legendären Berglauf in Österreich das Ziel, Peter Unzeitig schaffte es schon zum 13. Mal.

Auch bei der 19. Auflage des Mythos Großglockner waren wieder einige Steinheimer am Start, denn inzwischen hat sich dieser spektakuläre Berglauf zu einem Höhepunkt im Laufkalender des Turnvereins entwickelt. Bereits 13 Mal hat Peter Unzeitig die knapp 13 Kilometer lange Distanz mit fast 1500 Höhenmetern gemeistert – und das stets unter zwei Stunden, ob bei Hitze oder Schneegestöber.

Seit 2011 ist auch Tanja Gruber jedes Jahr mit Begeisterung dabei. „Für mich ist das der schönste Lauf im ganzen Jahr. Der Großglockner hat etwas Magisches“, begründet sie ihre Leidenschaft für den höchsten Berg Österreichs.

Steile und gefährliche Bergpfade

Dabei ist die Strecke bei weitem nicht leicht. Permanent durchlaufen können die teilweise extrem steilen und gefährlichen Abschnitte, die engen steinigen Bergpfade und abschließend die in den Fels geschlagenen Treppenstufen nur absolute Spitzenprofis.

Immer wieder ist der Wechsel von raschem Gehen und Laufen sowie extreme Körperkoordination und blitzschnelle Reaktion gefordert. Das Wetter zeigte sich in diesem Jahr von der freundlichen Seite, und nur ein kurzer Regenschauer unterbrach den Sonnenschein.

Alle acht Starter des TV Steinheim konnten den Lauf erfolgreich beenden und erhielten die begehrte Medaille und die beliebte Großglockner-Berglauf-Mollidecke. Jennifer Unzeitig konnte aufgrund einer Verletzung am Vortag nicht an den Start gehen. Danjela Folberth, Paul Großhans und Winfried Nachtigal gehörten zu den 900 Debütanten, die dieses Jahr bei dem auf 1200 Startplätze limitierten Lauf gingen.

Begegnung mit Profi-Bergläufer Jonathan Wyatt

Ein ganz besonderes Erlebnis war für Winfried Nachtigal und Tanja Gruber die Fahrt zum Start in Heiligenblut. Ihre Mitfahrgelegenheit entpuppte sich als Jonathan Wyatt. Der sympathische Neuseeländer war einer der dominierenden Bergläufer der Welt. Der siebenfache Berglauf-Weltmeister und Mitorganisator des Großglockner-Berglaufs wohnte nämlich im selben Hotel und bot spontan die Mitfahrt an.

Werner Gessler und Ulrich Maier meisterten zum wiederholten Mal nicht nur den Berglauf in einer beachtlichen Zeit, sondern bestritten am Vortag im Rahmen des Duathlons die 17 Kilometer lange Strecke mit 1354 Höhenmetern auf der Großglockner Hochalpenstraße von Heiligenblut zur Franz-Josefs-Höhe per Rennrad.

Zur illustren Läufertruppe des TV gesellten sich drei Gastläufer aus dem Kreis. Sina Maier (TSG Giengen), Johann Hiller (SV Bissingen) und Gerd Thiel (SV Zang) waren ebenfalls am Start.

Sina Maier und Johann Hiller starteten als Debütanten notgedrungen im letzten Startblock und mussten daher viele langsamere Läufer auf den meist sehr engen Passagen überholen. Trotzdem liefen sie eine starke Zeit.

Bike Challenge: Werner Gessler 1:21:28 h (Gesamt: Platz 215, AK 55: Platz 14), Duathlon 3:24:13 h (Gesamt: Platz 28, AK: 156) Ulrich Maier 1:24:09 h (Gesamt: 249, AK 55: 16), Duathlon 3:31:18 h (Gesamt: 173/AK 32) Berglauf: Peter Unzeitig 1:55:53 h (Gesamt: 323, AK 50: Platz 28), Werner Gessler 2:02:45 h (Gesamt: 455, AK 55: 22), Ulrich Maier 2:07:09 h (Gesamt: 535, AK 55: 29), Johann Hiller (SV Bissingen) 2:04:07 h (Gesamt: 477, AK 20: 65), Sina Maier (TSG Giengen) 2:05:36 h (Gesamt: 506, AK 20: 14), Gerd Thiel (SV Zang) 2:16:49 h (Gesamt: 699, AK 50: 77), Danjela Folberth 2:24:27 h (Gesamt: 818, AK 45: 31), Tanja Gruber 2:24:34 h (Gesamt: 820, AK 45: 32), Paul Großhans 2:25:18 (Gesamt: 830, AK 50: 91), Winfried Nachtigal 2:36:14 h (Gesamt: 943, M 50: 101), Denis Aldzic 2:55:23 h (Gesamt: 1073, M 35: 110)

Der „schwarze Berg“

Der Großglockner ist mit 3798 Metern Höhe der höchste Berg der Alpenregion Österreich und liegt inmitten des größten Österreichischen Nationalparks. Da den Kern aus Grünstein ein Mantel aus schwarzen Schiefergestein umgibt, wird er auch als „schwarzer Berg“ bezeichnet.

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