Dettingen/Heidenheim Volleyballer bleiben in Oberliga und haben neuen Trainer

Der neue Trainer bei der Arbeit: Hans-Jörg Bär gibt dem jungen Dettinger Spieler Romboud Hanschke Hinweise zur richtigen Technik.
Der neue Trainer bei der Arbeit: Hans-Jörg Bär gibt dem jungen Dettinger Spieler Romboud Hanschke Hinweise zur richtigen Technik. © Foto: Rudi Weber
Dettingen/Heidenheim / Thomas Jentscher 27.07.2018
Die Spielgemeinschaft aus Dettingen und Heidenheim bleibt doch in der Oberliga und hat mit Hans-Jörg Bär einen neuen Trainer.

Nach dem Abgang des langjährigen Trainers Dennis Kunz, verschiedenen Interimslösungen und dem unglücklichen Scheitern in der Abstiegsrelegation war die erste Herrenmannschaft der Spielgemeinschaft Volley-Alb ziemlich am Boden. Doch nun sieht alles wieder viel freundlicher aus: Das Team erhält doch einen Startplatz in der Oberliga und hat mit Hans-Jörg Bär auch wieder einen durchaus renommierten Coach.

Erst Pech, dann Glück

So groß das Pech in der vergangenen Saison war – zuerst fehlte nur ein Punkt zum direkten Klassenerhalt, dann in der Relegation nur ein gelungener Schlag zum entscheidenden Satzgewinn –, so glücklich lief es für die SG Volley-Alb dann nach Abschluss der Runde.

Zuerst zog die Jugend aus Friedrichshafen zurück, die immer ein Sonderstartrecht in der Oberliga hatte. Dann setzte sich Vizemeister Stuttgart II in der Aufstiegsrelegation durch, durfte aber letztlich nur in die Regionalliga hoch, weil Rottenburg von dort den Sprung in die 3. Liga schaffte.

Plötzlich war wieder ein Platz frei

So war wieder ein Platz in der Oberliga frei und den darf Volley-Alb einnehmen. Die Frage war zunächst nur, ob die Schmetterkünstler das überhaupt wollen. Das ganze Drama ließ viele langjährige Spieler über ein Karriereende oder einen Wechsel nachdenken.

Und schließlich war da die Trainerfrage. Die Suche brachte Abteilungsleiter Rolf Grimm an den Rand der Verzweiflung. „Es ist fast niemand passendes zu bekommen. Natürlich sind gute Leute aus dem Ausland auf dem Markt, aber die kosten eben – und das kann sich ein Verein wie unserer nicht leisten“, erklärt der Mitbegründer des Volleyballprojektes auf der Alb.

Zusage von Hans-Jörg Bär

Umso glücklicher war er, als Hans-Jörg Bär seine Zusage gab. Der 51-jährige spielte früher unter anderem in Bad Saulgau in der 2. Liga, trainierte später mit Friedberg einen Zweitligisten. Aktuell ist er noch als Zuspieler für Unterkirchberg in der Landesliga aktiv.

Bär kennt die Dettinger schon länger und das hat wohl auch den Ausschlag für seine Zusage gegeben. „Die Struktur stimmt, das ist ein sehr gut geführter Verein“, sagt der südlich von Ulm wohnende neue TSV-Coach, der im Moment noch dabei ist, sich ein Bild von der Mannschaft zu machen.

Welche Spieler bleiben an Bord?

Wie diese in der kommenden Runde aussehen wird, ist allerdings noch offen. Die lange Phase der Unsicherheit hat auch bei den Spielern ihre Spuren hinterlassen. Verein und Trainer hoffen nun aber auf neuen Schwung.

Dass die Oberliga eine große Herausforderung wird, ist Bär klar: „Ich finde es trotzdem richtig, in der Oberliga zu spielen und wenn wir eine gute Mannschaft zusammen bekommen, können wir auch den Klassenerhalt schaffen.“

Kampf um Klassenerhalt wird schwer

Ähnlich sieht es Grimm: „Wir machen uns nicht vor, das wird sehr schwer. Aber für den Verein wäre es sehr wichtig, die Oberliga zu halten.“ Schließlich geht es darum, den inzwischen schon erfolgreichen Nachwuchsspielern eine Perspektive zu bieten.

Außerdem befindet sich der Verein insgesamt mit den gerade in die Landesliga aufgestiegenen Damen und den in der Bezirksliga spielenden Herren II insgesamt im Aufwind.

Saisonstart in der Oberliga ist erst am 6. Oktober

Die neue Runde in der Oberliga beginnt für die SG Volley-Alb Dettingen am 6. Oktober mit einem Auswärtssieg beim Aufsteiger Fellbach III. Zum ersten Heimspiel erwartet die SG Volley-Alb am 13. Oktober das Team aus Remshalden.

Für die Heimspiele steht den Dettingern bis dahin neu neue Lindenhalle zur Verfügung, das Team wird aber auch wieder einige Partien in der Heidenheimer Landkreishalle austragen.

Zehn Mannschaften gehen in der neuen Oberligarunde ins Rennen, voraussichtlich drei müssen den Gang in der Landesliga antreten. Der Kampf um den Klassenerhalt wird also knüppelhart, zumal laut Rolf Grimm mit Aufsteiger Fellbach III ein starkes und mit Regionalliga-Absteiger Botnang ein bärenstarkes Team hinzu kommen.

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