Ludwigsburg Volleyball-Oberliga: Enttäuscht und stolz zugleich

Diesmal waren sie nahe dran, die Oberligaspieler der SG Volley Alb – obwohl am Ende der Tiebreak verloren ging, konnten sie auf die in Ludwigsburg gezeigte Leistung stolz sein.
Diesmal waren sie nahe dran, die Oberligaspieler der SG Volley Alb – obwohl am Ende der Tiebreak verloren ging, konnten sie auf die in Ludwigsburg gezeigte Leistung stolz sein. © Foto: Sabrina Balzer
Ludwigsburg / Rolf Grimm 20.11.2018
Die SG Volley Alb hält bei der 2:3-Niederlage in Ludwigsburg gut mit und vergibt sogar einem Matchball, nimmt aber immerhin einen Punkt mit nach Hause.

Als der Tiebreak nach einem harten Kampf mit 15:17 verloren gegangen war, überwog nur kurz die Enttäuschung bei den jungen Spielern der SG Volley Alb. Dann aber war der Stolz über den errungenen Punkt beim Auswärtsspiel in Ludwigsburg größer, denn die Voraussetzungen waren wieder einmal sehr ungünstig.

Libero Peter Fröscher war nach der Geburt des zweiten Kindes nicht mitgereist, der im letzten Spiel so überzeugende Felix Hehn hatte sich am Knie verletzt und so musste mit Sebastian Hitzler der dritte Libero kurzfristig einspringen. Und der machte, obwohl ebenfalls angeschlagen, seine Sache nach einer Eingewöhnungszeit immer besser. Allerdings war auch der zweite Zuspieler; Rombout Hanschke; wegen einer Verletzung nicht verfügbar.

Kein Wunder, dass sich das Team von Hans-Jörg Bär in Ludwigsburg erst einmal finden musste. Abstimmungsprobleme in der neu formierten Annahme führten zu einem schnellen Rückstand, zumal die Gastgeber mit sehr guten Aufschlägen enorm Druck machten. Die beiden sehr athletischen Angreifer des MTV waren kaum in den Griff zu kriegen. Folgerichtig ging der erste Satz klar mit 25:17 an die Ludwigsburger.

Ab dem zweiten Satz lief's besser

Im zweiten Satz änderte sich zunächst nichts. Die überragenden Angreifer der Gastgeber schlugen ein ums andere Mal über den Block und waren weiterhin, variabel eingesetzt, nicht zu bremsen. Allerdings deutete sich bereits eine Wende an, denn die SG konnte nun im Aufschlag mehr Druck erzeugen und wurde in der Annahme um Libero Hitzler sicherer. Doch noch reichte es nicht, auch der zweite Durchgang ging mit 25:19 an die Hausherren. Trainer Bär legte nun den Schwerpunkt auf die Aufschläge. Die SG schaffte es auch, den Druck zu erhöhen und prompt bekamen die Gastgeber Probleme in der Annahme. Der Ludwigsburger Zuspieler konnte fast nur noch über die Position 4 spielen, seine Angreifer machten angesichts schwächerer Zuspiele immer mehr Fehler.

Auf der anderen Seite hatte sich die SG-Annahme auf die immer noch stabilen Aufschläge der Gastgeber eingestellt und ermöglichte so dem sehr guten Zuspieler Johannes Kamper mehr Varianten. Und er setzte den jungen David Suchanka auf der Diagonalposition immer besser ein. Das brachte Ludwigsburg völlig durcheinander, die SG holte sich den Satz mit 25:18.

Im vierten Spielabschnitt entwickelte sich ein verbissener und spektakulärer Kampf mit vielen Abwehraktionen und einem ständigen hin und her. Die jungen Älbler gaben aber nicht nach, behielten die Nerven und gewannen knapp aber verdient mit 25:23.

Dieser Durchgang hatte Kraft und Konzentration gekostet. So missglückte der SG der Start in den Tiebreak. Als die Seiten gewechselt wurden, waren die Älbler wieder da, gingen auch in Führung, schafften es aber nicht, konsequent weiterzuspielen und den Sack zuzumachen. Sogar ein Matchball wurde vergeben, am Ende ging der Sieg doch mit 17:15 an Ludwigsburg. Aber die SG hatte Rückgrat gezeigt und toll gekämpft.

Volley-Alb-Trainer Bär war sich mit seinen Spielern einig: Die Mannschaft hat sich seit dem letzten Heimspiel stark verbessert gezeigt, die jungen Spieler kommen immer besser zurecht. Der Kampfgeist war vorbildlich, die Zukunft erscheint trotz des letzten Tabellenplatzes in einem hoffnungsvolleren Licht. SG Volley Alb: Kamper, Hitzler, Wörner, Christoph Klein, Ralf Klein, Dietz, Suchanka, Rudolph

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