Nattheim/Herbrechtingen Start in die Ringer-Saison: Das Ziel ist der Klassenerhalt

Besonders freuen sich die Ringer der TSG Nattheim und der TSV Herbrechtingen natürlich wieder auf Derbys so wie hier in der vollbesetzten Ramensteinhalle.
Besonders freuen sich die Ringer der TSG Nattheim und der TSV Herbrechtingen natürlich wieder auf Derbys so wie hier in der vollbesetzten Ramensteinhalle. © Foto: Markus Brandhuber
Nattheim/Herbrechtingen / Alwin Reimer und Thomas Jentscher 06.09.2018
Die TSV Herbrechtingen und die TSG Nattheim starten mit dem Ziel Klassenerhalt in die kommende Saison.

Am Wochenende beginnt die neue Saison für die Ringer der Verbandsliga Württemberg, in der sich die beiden Kreisvereine TSG Nattheim und TSV Herbrechtingen den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt haben. Bis Weihnachten werden an 18 eng gesteckten Kampftagen die Entscheidungen fallen.

In diesem Jahr sind wieder neun Teams am Start, insgesamt verspricht die Verbandsliga mehr Ausgeglichenheit. Bei den Kreisvertretern freut man sich natürlich besonders auf die Derbys, auch die Nachbarschaftsduelle gegen Aufsteiger AC Röhlingen haben sicher ihren Reiz.

Verjüngungsprozess bei der TSV

In Herbrechtingen soll sich nach einer durchwachsenen Saison 2017 nun zeigen, ob die „jungen Wilden“ allmählich in die Fußstapfen der altgedienten Kämpen treten können, nachdem in der vergangenen Saison meist noch die Routiniers die Kohlen aus dem Feuer holen mussten. Mit dem fünften Tabellenplatz habe man, auch wegen der Verletzungsprobleme, letztendlich zufrieden sein, so das Statement von Trainer Bernd Biller.

Personell hat sich bei den Herbrechtingern nicht viel getan. Mit Muhammed Tasdelen wechselte ein großes Talent vom Kreisrivalen TSG Nattheim zur TSV, welches die unteren Gewichtsklassen bereichern soll. Der bereits vergangene Saison nicht mehr eingesetzte Vlad Caras wurde in die Bundesliga zum saarländischen AC Heusweiler transferiert.

Auch auf den Ausländerpositionen setzen die Bibris-Ringer auf Kontinuität, die Rumänen Alex Petcu und David Dobre sowie der Ungar Kristof Wittmann bilden weiterhin den Kreis der Gastringer. „Wir wissen, was wir an ihnen haben“, sagt Biller.

In der letzten Saison in der altehrwürdigen Oskar-Mozer-Halle vor dem Umzug in die Mehrzweckhalle soll auch die Heimstärke wieder vermehrt zum Tragen kommen. „Ziel muss es sein, möglichst bald nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, damit hinten raus die Nervenbelastung nicht zu groß wird“, so die Ansage von Biller.

Einen klaren Favoriten gebe es nicht, nach Ansicht der TSVler werden aber der Vorjahresdritte Neckarweihingen und der SV Dürbheim mit seiner jungen Mannschaft eine gute Rolle spielen.

Auch bei der TSG setzt man mittelfristig auf den eigenen Nachwuchs. Karl-Heinz Koch hat nach vielen Jahren die Abteilungsleitung an Alexander Esslinger und Julian Michler übergeben. „Nachdem einige Leistungsträger in die Jahre gekommen sind und es bei der Jugend derzeit eine Lücke gibt, wollen wir die Nachwuchsarbeit verstärken“, berichtet Esslinger. Mit dem ehemaligen Aktiven David Merkle wurde ein neuer Jugendtrainer eingesetzt, Ziel ist es auch, weitere Kinder fürs Ringen zu begeistern.

Neue Ausrichtung in Nattheim

In der kommende Saison sollen im Team von Trainer Antonio Jannaccone wieder junge Athleten wie Nik Wähner, Marius Oechsle oder Jan Riek zum Einsatz kommen, im Kampf um den Klassenerhalt sind aber noch die erfahrenen Kämpfer gefordert. Mit Tasdelen und Ivan Nemeth, der allerdings vergangene Runde verletzungsbedingt ohnehin nicht zum Einsatz kam, verzeichnen die TSGler zwei Abgänge.

Dafür gibt es einige Verstärkungen aus dem Ausland: Mit dem Ungarn Robert Ersek (zuletzt beim TSV Ehningen) kommt der EM-Dritte von 2015 fürs Schwergewicht. Er steht aber nicht immer zu Verfügung, wird laut Esslinger etwa die halbe Saison bestreiten. Ebenfalls aus Ungarn stammt der erst 18 Jahre alte Richard Racz, der Tasdelen in der Klasse bis 57 kg ersetzen soll.

Auch die italienischen Brüder Vincenzo und Massimiliano Chiara, die zuletzt für Ladenburg auf die Matte gingen, sind stark einzuschätzen, „Die beiden werden wir aber weitgehend nur in Schlüsselkämpfen einsetzen, da wir diese Gewichtsklassen gut mit eigenen Leuten abdecken können“, erklärt Esslinger.

Der TSG-Abteilungsleiter erwartet ebenfalls eine spannende und ausgeglichene Runde. „Man muss abwarten, wie sich die anderen Mannschaften verstärkt haben. Ich denke aber, dass Neckarweihingen sehr stark ist.“ Das Ziel der Nattheimer ist es, den Klassenerhalt so früh wie möglich klar zu machen – bei wieder nur einem Absteiger sollte dies möglich sein.

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