Handball TV Brenz verliert das Abstiegsendspiel

Ein letztes Einschwören, so wie hier, half nichts mehr – die Brenzer Handballer müssen nach der Niederlage in Ravensburg den Gang in die Bezirksliga antreten.
Ein letztes Einschwören, so wie hier, half nichts mehr – die Brenzer Handballer müssen nach der Niederlage in Ravensburg den Gang in die Bezirksliga antreten. © Foto: Oliver Vogel
Brenz / HZ 01.05.2018
Durch die 23:27-Niederlage in Ravensburg muss sich der TVB nach zwei Jahren wieder aus der Landesliga verabschieden – strebt aber den sofortigen Wiederaufstieg an.

Dabei starteten die Brenzer gut in die Partie – schnell erzielten Armin Schweigardt und Martin Mäck die ersten beiden Treffer und auch Torhüter Adi Konkel war auf dem Posten. Die lautstarke Unterstützung der zahlreichen Brenzer Anhänger trieb das Team zudem an, in der siebten Minute stand es 1:3.

Ravensburg zeigte sich beeindruckt und brauchte eine Weile, um ins Spiel zu kommen. Die Brenzer waren in der Anfangsphase überlegen, produzierten aber bereits einige technische Fehler, die ein deutlicheres Resultat verhinderten. Die Hausherren legten ihre Anfangsnervösität ab und glichen zum 3:3 aus, nach gut 15 Minuten stand es 5:5.

Martin Mäck, Pascal Bauder und Bobby Höfel bescherten dem TVB bis zum 7:9 wieder eine Führung. Sofort zog Ravensburgs Trainer seine Auszeit, bis zum Seitenwechsel sollte die Zwei-Tore-Führung aber Bestand haben (11:13), auch weil Michael Maier zweimal beherzt den Ball im Tor der Gastgeber versenkte.

Nach dem Seitenwechsel setzte der TVB zwei weitere Nadelstiche und erhöhte schnell auf 11:15, auch der verwandelte 7-Meter durch Deniz Kaplan nach 38 Minuten trug sehr zum Jubel der Brenzer Anhänger bei.

TSB-Keeper in Hochform

Allerdings „vernagelte“ Ravensburgs Keeper Eric Sangry in der Folgezeit seinen Kasten. Klarste Chancen konnten die Brenzer nicht verwerten. Postwendend kamen die Hausherren wieder auf zwei Treffer heran – unnötigerweise verknüpft mit einer Zeitstrafe für Deniz Kaplan. Die numerische Überlegenheit nutze Simon Schmiedel zum Anschlusstreffer. Martin Mäck gelang es schließlich, die fünfminütige Torflaute mit dem Treffer zum 17:19 zu beenden.

Doch das Selbstbewusstsein der Ravensburger Aktivposten Langlois und Schmiedel war längst geweckt worden und diese beiden sorgten auch für den 19:19-Ausgleich nach 44 Minuten.

Als kurz darauf David Burger für zwei Minuten Platz auf der Bank nehmen musste, drohte das Spiel zu kippen. Pascal Bauder konnte sich trotz Unterzahl durchsetzen und seine Farben wieder in Front bringen. Wenig später wurde Christian Kinzler gefoult, doch den fälligen Strafwurf konnten die Brenzer nicht verwerten.

Der ersten Führung der Ravensburger im zweiten Abschnitt, dem 21:20 in der 51. Minute, folgte kurz darauf eine weitere Zeitstrafe für den Kapitän Bobby Höfel. Schmiedel übernahm erneut Verantwortung und erzielte das 22:20. Im Gegenangriff scheiterten die Schwarz-Weißen am Keeper und Ravensburg hatte danach die Möglichkeit, vorentscheidend davonzuziehen.

Doch Armin Schweigardt roch den Braten, fing einen Pass an den Kreis ab, spurtete in unnachahmlicher Art über den Platz und jagte den Ball in den Winkel. Ein 22:21 leuchtete auf der Anzeigentafel und noch rund sechs Minuten blieben übrig.

Zeitstrafen waren entscheidend

Die Entscheidung brachte letztlich zwei weitere Zeitstrafen. Zuerst wurde Pascal Bauder vom Feld geschickt, nachdem er den Torschützen Fabian Müller beim Wurf behindert hatte. Die Brenzer wollten rasch verkürzen, brachten aber den Ball nicht im Tor unter. Die Überzahl nutzten die Hausherren und Martin Mäck kassierte für seinen Abwehrversuch die nächste Zeitstrafe.

Vier Brenzer gegen sechs Ravenburger und drei Tore Rückstand – da ließen sich die Hausherren natürlich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Dominik Frank konnte zwar nochmals verkürzen, aber das Spiel war gelaufen und Brenz muss nach der 23:27-Niederlage den Gang in die Bezirksliga antreten.

Für den TVB bricht damit nichts zusammen. Abteilungsleiter Jürgen Mäck hat schon angekündigt, dass die Mannschaft weitgehend zusammenbleibt und man den sofortigen Wiederaufstieg anpeilt.

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