Dettingen TSV-Volleyballer finden keinen Rhythmus

Auch hier kommt der Dettinger Block zu spät – beim Spiel in Konstanz mussten die TSV-Volleyballer erkennen, welch rauer Wind in der Regionalliga weht.
Auch hier kommt der Dettinger Block zu spät – beim Spiel in Konstanz mussten die TSV-Volleyballer erkennen, welch rauer Wind in der Regionalliga weht. © Foto: Foto: ag
Rolf Grimm 21.10.2013
Klare Abfuhr am Bodensee: Beim 0:3 in Konstanz mussten die Dettinger Volleyballer erkennen, dass die Spitzenteams der Regionalliga hohen Druck aufbauen können, der es schwer macht, den eigenen Rhythmus zu finden. Mit dieser Niederlage hat das Abenteuer Regionalliga für den TSV erst richtig begonnen.

War es die lange Anfahrt, die Verletzungssorgen oder doch ein wenig Selbstgefälligkeit nach dem guten Start in die neue Liga? Vom Start weg wurden die Gäste von Konstanz unter Druck gesetzt und fanden nicht ins Spiel. Ständig musste der TSV einem Rückstand hinterherlaufen, der USC erhöhte die Schlagzahl fast nach Belieben. Mit ihren Aufschlägen machten es die Hausherren der Dettinger Annahme schwer, sinnvolle Angriffe aufzubauen.

Beim Stand von 6:14 versuchte TSV-Trainer Dennis Kunz in einer Auszeit Ordnung ins Spiel zu bekommen, aber weder ihm noch den sonst treffsicheren Angreifern gelang die Wende. Als die Gastgeber eine kleine Schwächeperiode hatten, kamen Dettingen besser in die Partie und Stephan Kaiser war es zu verdanken, dass die Gäste zumindest mitspielen konnten. Der TSV holte ein wenig auf, verschenkte aber dann wieder durch zu viele Eigenfehler die Chance den ersten Satz enger zu gestalten und gab diesen klar mit 18:25 ab.

Der Bann schien gebrochen - doch dann passierten zu viele Fehler

Mit Kunz auf der Aufschlagposition startete der TSV verheißungsvoll in den zweiten Durchgang, Stephan und Marcus Kaiser brachten die Gäste 4:1 in Front, der Bann schien gebrochen. Das Hoch dauerte aber nur kurz, die Einheimischen blockten erfolgreich und Dettingen verspielte durch leichte Fehler seinen Vorsprung. Beim Stand von 6:10 brachte der Trainer David Wörner für Marcus Kaiser, was die Gastgeber zunächst aber nicht davon abhielt, auf 6:14 davon zu ziehen. Dettingen spielte – bedingt durch eine wiederum schwache Annahme zu durchsichtig – zu langsam, die Konstanzer waren mit ihrem Block da und machten über die schnelle Mitte Punkt um Punkt.

Als Daniel Schwarz zweimal nacheinander erfolgreich blockte, war die Chance zur Wende wieder da. Wörner setzte mit guten Aufschlägen die Gastgeber unter Druck, der TSV übernahm das Kommando und kam auf 15:17 heran. Der Satz blieb weiter eng, Stephan Kaiser hielt den TSV im Rennen, aber in den entscheidenden Situationen waren die Gastgeber einfach stabiler und holten sich schließlich mit 25:20 auch den zweiten Satz.

Aufschlagserie befördert Dettinger ins Hintertreffen

Der dritte Abschnitt begann wieder mit einem kleinen Vorsprung für die Älbler, aber erneut geriet der TSV durch einen Konstanzer Aufschlagserie ins Hintertreffen. Wieder mussten die Gäste einem Rückstand hinterherlaufen und als es beim 14:15 so schien, als ob Dettingen nochmal ins Spiel zurückkehren könnte, wurden erneut einfache Punkte verschenkt. Ständig lösten sich gute und schlechte Aktionen ab, und obwohl Schneider über die Mitte und Vogel über außen punkteten übernahm Konstanz wieder das Kommando. Schließlich kamen die Dettinger noch einmal heran, letztlich war aber die Annahme zu schwach und so ging der dritte Satz mit 25:22 an den USC Konstanz.

„Auch wenn uns die nötige Umstellung durch die Verletzung von Felix Fröscher sicher nicht gut getan hat, war es heute der USC, der uns von Beginn an die Grenzen aufgezeigt hat. Konstanz war uns in allen Belangen überlegen und hat gezeigt, dass die Trauben in der Regionalliga auch sehr hoch hängen können“, erkannte Trainer Dennis Kunz die Leistung des Gegners ohne Einschränkung an. „Wir müssen versuchen die richtigen Schlüsse aus dieser klaren Niederlage zu ziehen, denn das war das Niveau, welches wir in dieser Saison erreichen wollen. Schon im nächsten Spiel können wir dies überprüfen, denn mit Friedrichshafen kommt ein Gegner auf demselben Level zu uns.“ 

Dettingen: Fennell, F. und P. Fröscher, St. und M. Kaiser, Kreis, Kunz, Schneider, Schwarz, Vogel, Wörner