Volleyball TSV Dettingen siegt glanzlos und wahrt Chance

Dettingen / Rolf Grimm 22.02.2016
Mit einem 3:1-Sieg gegen Georgii Allianz Stuttgart III wahrten die Dettinger Volleyballer ihre Chancen im Kampf um einen Oberliga-Spitzenplatz. Allerdings zeigte sich doch, dass die vorangegangene Niederlage im Spitzenspiel Spuren hinterlassen hat.
Trainer Dennis Kunz konnte personell doch nicht aus dem Vollen schöpfen, Felix Fröscher und David Wörner waren angeschlagen, Libero Sascha Fennell wegen erneuter Knieproblemen erst gar nicht dabei. Aber auch die Mannschaft aus der Landeshauptstadt hatte Probleme und war nur mit acht Mann angereist.

Schon zu Beginn zeigte sich allerdings, dass der stärkste Gegner am Samstag auf der eigenen Netzseite zu finden war. Ungenauigkeiten und mangelnde Konzentration machten es dem TSV schwer bis unmöglich, einen vernünftigen Spielrhythmus zu finden. Die Hausherren erarbeiteten sich zwar sofort einen kleinen Vorsprung, aber ungenauer Spielaufbau und ungewohnte Fehler in der Feldabwehr ließen die Gäste stets im Spiel bleiben. Auch eine Aufschlagserie von Jens Schleicher brachte noch nicht die Vorentscheidung, die Stuttgarter blieben bis zum 22:20 dran. Letztlich brachte die Dettinger Dominanz am Netz aber den 25:20-Satzgewinn.

Doch auch dieser verlieht keine Sicherheit, im zweiten Durchgang tat sich der TSV vor allem im Block-Abwehrbereich schwer. Da der Spielaufbau gegen zugegebenermaßen starke Aufschläge der Gäste immer wieder Schwächen zeigte, waren es die erfahrene Mannschaft aus Stuttgart, die zunächst das Geschehen bestimmte. Viele kurz gespielte Bälle fanden den Weg am Block vorbei und das Heimteam fand kein Mittel gegen diese Variante. Beim Stand von 10:15 schickte Kunz Adam Peller für Wörner aufs Feld, am Spiel änderte sich zunächst aber wenig. Immer wieder waren es einfache Fehler, die verhinderten, dass der TSV hätte verkürzen können. So ging der Satz ohne große Gegenwehr mit 20:25 an die Stuttgarter.

Kunz ließ Peller auf dem Feld, stellte nur taktisch um und gab der Mannschaft beim Seitenwechsel einige deutliche Worte mit auf den Weg. Zunächst schien dies auch zu helfen. Den Dettingern gelang es besser, die kurzen Bälle zu verteidigen und Zuspieler Florian Hornung brachte mehr Struktur ins Angriffsspiel. Die dadurch erarbeitete 13:9-Führung wurde durch einen Rückfall in die zuvor gezeigte, passive und ungenaue Spielweise zwar noch einmal verschenkt und der TSV geriet sogar 16:18 in Rückstand, aber mit Schwarz am Aufschlag gelang gleich wieder das 20:18. Anschließend brachten Hornung und Peller den Satz mit starken Aufschlägen zu einem erfolgreichen 25:21-Ende.

Nun lief es bei den Gastgebern, im vierten Satz zeigte der Tabellenzweite seine Stärken: Im Auftreten selbstbewusster, im Aufschlag zwingender und am Netz eine Macht. Endlich wurde im Angriff aus einer besseren Annahme heraus mehr über Schleicher und Schwarz in der Mitte gespielt. So wurde dieser Abschnitt zu einer klaren Angelegenheit. Über 10:4 und 18:10 enteilten die Hausherren, Vanni Torresi, Peller und Stephan Kaiser waren nicht mehr zu halten und der nun stabile Block bremste die Stuttgarter immer wieder spektakulär aus. Am Ende kam Fabian Dietz noch zu einem Einsatz und ihm war es auch vorbehalten, den Punkt zum 25:14-Satzerfolg zu machen.

Kunz war im Anschluss mit den drei Punkten zufrieden: „Dass es heute unter den gegebenen Umständen ein schwieriges Spiel werden würde, war klar. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass wir nach der Niederlage in Aalen mehr Selbstvertrauen zeigen. Einen Glückwunsch, ein Lob und ein Dankeschön möchte ich unserer zweiten Herrenmannschaft aussprechen. Sie haben heute ihr Meisterstück gemacht, aber dennoch waren Ralph Klein und Adam Peller direkt im Anschluss zu uns unterwegs und Adam hat auch bei uns ein sehr überzeugendes Spiel gezeigt.“

Nächstes Wochenende haben die Dettinger nun spielfrei und können in Ruhe das Ergebnis des Spitzenspiels zwischen der SG Ostalb und Botnang abwarten. Sollten die Botnanger gewinnen, wäre das Rennen um die Meisterschaft wieder offen.

TSV Dettingen: Dietz, F. und P. Fröscher, Hornung, Kaiser, Klein, Schleicher, Schwarz, Torresi, Vogel und Wörner
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