Heidenheim Baseballer bestreiten Viererpack gegen die Tornados

Punkt oder Aus an der Homeplate? Solche engen Situationen wir hier mit Heideköpfe-Catcher Simon Gühring sind auch morgen im Ballpark in den Spielen zwischen Heidenheim und Mannheim zu erwarten.
Punkt oder Aus an der Homeplate? Solche engen Situationen wir hier mit Heideköpfe-Catcher Simon Gühring sind auch morgen im Ballpark in den Spielen zwischen Heidenheim und Mannheim zu erwarten. © Foto: Kalle Linkert
Heidenheim / Thomas Jentscher 09.05.2018
Die Heidenheim Heideköpfe haben morgen den Verfolger aus Mannheim zu Gast, am Sonntag folgen dann zwei weitere Partien in der Quadratestadt.

Für die Baseballer ist es eine extreme Belastung aber auch ein besonderer Reiz: Vier Begegnungen in vier Tagen. Die Heidenheimer müssen das inzwischen regelmäßig in den Terminplan eingebaute Spiele-Quartett diesmal gegen die Tornados bestreiten. Morgen an Christi Himmelfahrt wird zweimal im Heideköpfe-Ballpark gespielt, am Sonntag dann in Mannheim (jeweils 13 und 16.30 Uhr).

Eckle erwartet starken Gegner

Natürlich hätte man sich für so eine Serie einen leichteren Gegner wünschen können, dann wäre auch die wie immer in diesen Fällen entscheidende Einteilung der Werfer etwas einfacher gewesen. „Wir wissen, dass da ein starker Gegner auf uns zukommt – zumindest auf dem Papier“, sagt Heidenheim General Manager Klaus Eckle.

Mannheim hat wie schon 2017 einen mit extrem vielen ausländischen Ex-Profis besetzten Kader, insgesamt zehn Spieler haben keinen deutschen Pass, die meisten von ihnen gelten aber als EU-Ausländer und dürfen deshalb uneingeschränkt eingesetzt werden.

Internationale Klasse im Team

Mit Blick auf die internationale Erfahrung zählen die Wirbelwinde aus der Kurpfalz zu den Topfavoriten auf die Meisterschaft. Bis auf eine kuriose 0:18-Pleite in Regensburg erfüllten sie bisher auch die Erwartungen, zählen mit 8:4 Siegen zu den Verfolgern der Heideköpfe.

Offensiv hinken die Badener den Erwartungen dabei noch etwas hinterher, stark agieren am Schlag bisher nur der Kanadier Zach Johnson, der Mexikaner Luis Del Muro und Eigengewächs Luis Diaz. Als Pitcher tragen der Italiener Gian Rizzo und US-Boy Brendan Hornung die Hauptlast. Beide agieren stark, aber nicht überragend. Mit dem Polen Artur Strzalka steht den Mannheimern noch ein starker Closer (Werfer für die letzten ein, zwei Innings) zur Verfügung, der sicher auch eine Partie starten kann.

Da Rizzo und Hornung zuletzt bei den beiden Siegen gegen Saarlouis über lange Distanzen auf dem Mound standen, spricht viel dafür, dass Tornados-Coach Dave Daniels seine Starter erst in den Heimspielen am Sonntag einsetzt. Es könnte aber auch sein, dass die Tornados pokern und die Heideköpfe mit einer unerwarteten Aufstellung aus dem Konzept bringen wollen.

Die Coaches sind vorbereitet

Die HSB-Coaches Mike Hartley und Klaus Eckle sind auf jeden Fall vorbereitet. Mit Logan Grigsby, RJ Hively, Clayton Freimuth, Julius Spann, Marcel Giraud, Patrick Seyfried und Elian Gentner sollten die Heidenheimer etwas mehr Tiefe im sogenannten Pitching-Staff haben, Eckle warnt aber: „Warten wir mal ab, wer zum Spieltag dann noch bei Mannheim aufläuft.“

Sorgen bereiten ihm die jüngsten Verletzungen von Jay Pecci (Zerrung) und Gary Owens (Rückenprobleme), inzwischen musste auch noch Sascha Lutz wegen einer Verletzung am Knie aussetzen. Sollten alle drei fehlen, würde das natürlich ein großes Loch in die Schlagreihe reißen.

Weiter Verletzungssorgen

„Wir wollen aber nichts riskieren. Dazu ist die Saison viel zu lang und außerdem dürfen wir bald ein großes Turnier bestreiten“, betont Eckle mit Blick auf den Europacup vom 5. bis 10. Juni in Rotterdam. Deshalb sollen auch die Werfer keinesfalls über Gebühr strapaziert werden, da würde das Trainergespann eher ein oder zwei Niederlagen in Kauf nehmen. Mit 3:1 Erfolgen wäre Eckle zufrieden, auch ein 2:2 und damit die Verteidigung der Tabellenführung sei akzeptabel.