Tennis TC Niederstotzingen steigt auf

Spielen sich nach vorne – die erste Herrenmannschaft des TC Niederstotzingen (von links): Vincent Herrmann, Manuel Best, Marc Weigele, Jonas Diebold, René Marquardt, Thomas Ludwig, Rainer Scheinost, Michael Steiner und Tim Maier.
Spielen sich nach vorne – die erste Herrenmannschaft des TC Niederstotzingen (von links): Vincent Herrmann, Manuel Best, Marc Weigele, Jonas Diebold, René Marquardt, Thomas Ludwig, Rainer Scheinost, Michael Steiner und Tim Maier. © Foto: Michael Steiner
Niederstotzingen / Sandra Gallbronner 13.08.2018
Erst in der vergangenen Saison stieg die erste Herrenmannschaft des TC Niederstotzingen in die Tennis- Bezirksoberliga auf. Dieses Jahr gelang der Durchmarsch in die Verbandsliga.

Geplant sei der rasche Aufstieg der Herren-1-Mannschaft des TCNiederstotzingen nicht gewesen, verrät der Vorsitzende Christian Bosch. Nachdem die 6er-Mannschaft 2017 von der Bezirksliga in die Bezirksoberliga aufgestiegen war, folgte in der darauffolgenden Saison bereits der Sprung in die Verbandsliga und damit in die dritthöchste Spielklasse in Württemberg. „Im Moment läuft es richtig gut“, weiß Bosch, zumal wenn man bedenkt, dass eigentlich der Klassenerhalt das Ziel gewesen sei.

Warum die erste Herrenmannschaft dann gleich über das Ziel hinausschoss, liegt für Bosch auf der Hand: So kam mit Manuel Best ein hochklassiger Neuzugang: „Best hat maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Ohne ihn hätte ich einen Abstieg nicht ausschließen wollen.“

Hochklassiger Neuzugang

Dabei ist der gebürtige Niederstotzinger seit seiner Kindheit Mitglied beim ortsansässigen Tennisclub. Vor einigen Jahren verließ er den Verein jedoch, um sich in höheren Spielklassen zu beweisen. Beim TCHeidenheim schaffte er es bis in die Württembergliga – die höchste Tennis-Spielklasse in Württemberg. Aktives Mitglied im Heimatverein blieb er diese Zeit über dennoch.

2018 zog es den 34-Jährigen zurück in die Heimat und zum TCNiederstotzingen. „Bei der ersten Herrenmannschaft sorgte das für einen großen Motivationsschub“, weiß Bosch. Und so gelang der Mannschaft in der Saison 2018 das Unerwartete: Sie gewann alle sechs Spiele, wenn auch mitunter knapp.

Dennoch sieht Bosch die Verbandsliga eine Nummer zu groß für die Niederstotzinger Herren: „Wir freuen uns, aber es ist utopisch, die Klasse zu halten.“ Daher betont er auch: „Wenn wir nächstes Jahr absteigen, wäre das auch keine Katastrophe.“

Von der Möglichkeit, neue hochklassige Spieler anzuwerben, möchte der 72-Jährige keinen Gebrauch machen: „Mir persönlich ist es wichtiger, unsere Jungs von klein auf zu qualifizieren. Wenn wir neue Spieler holen, haben unsere eigenen schlechtere Chancen im Verein.“ Dabei sorgen fünf lizenzierte Trainer für die notwendige Qualität der Übungsstunden.

Insgesamt zählt der TC Niederstotzingen derzeit 240 Mitglieder. Tendenz steigend. So kamen allein in den vergangenen zwei Jahren 20Mitglieder hinzu. Zudem kümmert sich der Verein aktiv um Nachwuchs: Über das Förderprogramm „Kooperation Schule-Verein“ des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) stellt der TCNiederstotzingen den Grundschulen Asselfingen und Rammingen Trainer, die Tennis-Arbeitsgemeinschaften leiten. Jedes Jahr finden dadurch bis zu drei Kinder den Weg in den Tennisclub.

Und auch bei den Damen läuft es gut. So stieg die Damen-30-Mannschaft 2017 von der Verbands- in die Oberligastaffel auf. In der vergangenen Saison sind sie haarscharf am Sieg und somit am Aufstieg in die Württembergstaffel vorbeigeschrammt. Im letzten Spiel verloren sie knapp gegenüber dem punktgleichen Gegner.

Die positive Entwicklung im Verein falle auch auf Sportwart Klaus Kammerer zurück, erklärt Bosch: „Er fordert die Spieler und weiß sie zu motivieren.“ Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit den Mixed-Teams stehen insgesamt 15Mannschaften über alle Altersklassen verteilt im Wettbewerb – was beeindruckend ist.

Nicht zuletzt trage auch der gute Zusammenhalt im Verein zum Erfolg bei. Als die erste Herrenmannschaft 2017 nach einem dramatischen Endspiel in Abtsgmünd in die Bezirksoberliga aufstieg, versammelten sich alle Clubmitglieder im Vereinsheim. „So etwas schweißt zusammen“, so Bosch.

Tennisclub Heidenheim: Abstieg aus der Bezirksoberliga

Der TC Heidenheim war lange Zeit der führende Tennisverein im Kreis Heidenheim. So gelang der ersten Herrenmannschaft in der Saison 2012 der Aufstieg in die Württembergliga, die vierthöchste Liga. Auch wenn sie ein Jahr später bereits wieder abstieg, konnte sich der Verein anschließend vier Jahre in der Oberliga halten.

In der Saison 2017 stieg die erste Herrenmannschaft in die Verbandsliga ab. Daraufhin löste sich das Team auf. Zum einen sei die Motivation durch den Abstieg gesunken, so Andreas Hartmann, der stellvertretende Vorsitzende. Zum anderen wollten die Sportler auch jüngeren Spielern Aufstiegschancen ermöglichen. Auch der zeitliche Aufwand wurde den Aktiven zu hoch.

Für die Saison 2018 hat der TC Heidenheim eine neue Herrenmannschaft gegründet. Da die Verbandsliga eine Nummer zu groß war, startete sie eine Klasse tiefer - also in der Bezirksoberliga. Dennoch stieg die 6er-Mannschaft ab. Nun baue man eine neue Mannschaft auf und möchte zusätzlich erfahrene Spieler hinzuholen, so Hartmann.

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