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Olympische Spiele
Cali/Koumbien / Lis Fautsch  Uhr
Beim ersten Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Tokio war der HSBler bester Deutscher.

Eine Woche zuvor verzichtete Stephan Rein wegen einer Verletzung noch auf einen Start bei den deutschen Meisterschaften. Nun legte er ein starkes Comeback hin.

Mit fünf Siegen und einer Niederlage startete der Heidenheimer unter 184 Konkurrenten beim Grand Prix in Cali (Kolumbien) in die Direktausscheidung. Nach einem Freilos im 128er K. o., konnte er sich im 64er Vorentscheid gegen den Junioren Weltmeister Philippe Arthur klar mit 15:10 durchsetzen und qualifizierte sich somit für den zweiten Wettkampftag.

Vereinskamerade Niklas Multerer schaffte die Vorrunde sicher mit vier Siegen und zwei Niederlagen, lieferte einen sehr guten Kampf gegen Maxton Milner aus Großbritannien mit 15:3 ab, musste sich aber im Gefecht um den zweiten Wettkampftag gegen den Esten Sten Priinits, Nummer 71 der Weltrangliste, mit 11:15 geschlagen geben und erreichte im Endklassement Platz 128.

Auf Rein wartete im 64er K. o. der Israeli Grigori Beskin, Nummer 54 der Welt. Rein ging schnell mit drei Treffern in Führung und gewann letztlich sicher mit 15:9. Im 32er K. o. stand ihm der Luxemburger Flavio Giannotte gegenüber, der vorher überraschenderweise den Weltranglistenersten Yannick Borel (Frankreich) aus dem Rennen geworfen hatte. Rein konnte anhand einer guten Spitze auch in diesem Gefecht wieder schnell in mit zwei Treffern in Führung gehen und diese auch bis zum 15:13 behalten, Somit stand er im Achtelfinale.

Verzicht die richtige Entscheidung

Dort wartete der Italiener Gabriele Cimini, Nummer neun der Welt, der beim letzten Weltcup in Buenos Aires die Silbermedaille gewonnen hatte. Dieser zeigte auch gegen Rein eine sehr starke Vorstellung und liess dem 30-Jährigen wenig Chancen, um seine Taktik durchzuziehen und Rein musste eine 6:15-Niederlage hinnehmen.

„Mit einem 13. Platz bin ich natürlich sehr zufrieden. Es war die richtige Entscheidung mich für Cali zu schonen und auf einen Start bei den deutschen Meisterschaften zu verzichten“, so das Fazit von Rein. Mit dem besten deutschen Ergebnis setzte er auch nochmal ein Ausrufezeichen für die Nominierung für die in Düsseldorf stattfindende Europameisterschaft Mitte Juni. Vorher findet noch der Weltcup in Paris Ende Mai statt.

Fautsch auf Platz 80

Im Damendegen war in Kolumbien aus Sicht des HSB nur Lis Rottler am Start. Die Luxemburgerin schaffte es mit vier Siegen und zwei Niederlagen in die Direktausscheidung und schlug im 128er Tableau die Polin Kamila Pytka deutlich mit 15:8. Im Gefecht um den Einzug in den den zweiten Tag verlor sie knapp mit 14:15 gegen die Argentinierin Melissa Englert und musste sich im Endklassement mit Platz 80 unter 170 Konkurrenten zufrieden geben.