Fechten Stephan Rein bleibt hinter den Erwartungen zurück

Das geht sicherlich besser: Für HSB-Degenfechter Stephan Rein gab's bei der Europameisterschaft nicht viel zu holen.
Das geht sicherlich besser: Für HSB-Degenfechter Stephan Rein gab's bei der Europameisterschaft nicht viel zu holen. © Foto: privat
Fechten / Franziska Mayr 22.06.2018
Der HSBler landet bei den Europameisterschaften in Novi Sad im Einzel auf Rang 49 und wird mit dem Team am Ende Zwölfter.

Spitzenfechter Stephan Rein kehrt von den Europameisterschaften im serbischen Novi Sad ohne eine Spitzenplatzierung zurück. Der Soldat der Sportfördergruppe der Bundeswehr belegte bei seiner fünften Aktiven-EM den 49.Rang. Auch im Teamwettbewerb entsprach der zwölfte Rang nicht den Erwartungen.

Degenass Rein startete mit vier Siegen und zwei Niederlagen in seiner Vorrunde vielversprechend in den Wettkampf. Damit war er von seinem ersten Direktausscheidungsgefecht befreit und traf im 64er-K.o. auf Grigori Beskin (Israel).

Aus nach spannendem Kampf

Hierbei lieferte sich der HSBler ein spannendes Gefecht, wobei er schließlich mit 12:15 unterlag. Im Endklassement bedeute das nur den 49.Rang für Degenfechter Rein. Das abschließende Finale entschied der Franzose Yannick Borel mit 15:14 gegen Nikolai Novosjolov (Estland) für sich und sicherte sich bereits zum dritten Mal in Folge den EM-Titel.

Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Richard Schmidt (Offenbach), Marco Brinkmann und Lukas Bellmann (beide von Bayer Leverkusen) erreichte Stephan Rein auch im Mannschaftswettbewerb keine Top-Platzierung. Nach der Auftaktniederlage gegen Estland im Achtelfinale, konnte sich die deutsche Equipe unter Regie von Bundestrainer Mario Böttcher im ersten Platzierungsgefecht mit einem 45:35-Sieg gegen Finnland durchsetzen.

Es folgte eine weitere Niederlage gegen Dänemark und schließlich gab es auch noch im letzten Gefecht gegen Polen mit 39:45 nichts zu holen. Mit Platz zwölf in der Endplatzierung blieb das deutsche Team auch hier unter seinen Erwartungen.

Im Juli zur WM in China

Für die Heidenheimer Europameisterschafts-Starter blieb am Ende nur der Trost, es bei der im Juli anstehenden Weltmeisterschaft im chinesischen Wuxi besser zu machen. Können sie ihre Leistung abrufen, dann ist auf jeden Fall deutlich mehr drin als in Novi Sad.

Lis Rottler-Fautsch scheitert im „Sudden Death“

Neben Stephan Rein war in Novi Sad auch die Wahl-Heidenheimerin Lis Rottler-Fautsch am Start. Sie konnte ihr Top-Acht-Ergebnis vom Vorjahr allerdings nicht wiederholen und landete nur auf Platz 50.

Rottler-Fautsch ging für ihr Heimatland Luxemburg an den Start. Mit jeweils drei Siegen und drei Niederlagen in der Vorrunde traf sie bereits in ihrem Auftaktgefecht der 64er-Ausscheidung auf die Schwedin Elvira Martensson.

Als Bronzegewinnerin der Junioren-Europameisterschaften machte es die Schwedin Lis nicht einfach. Auch beim Stand von 11:11 behielt Martensson im „Sudden Death“ die Nerven und entschied das Gefecht zu ihren Gunsten.

Im Damendegen gab es schließlich im Finale eine Überraschung: Die Estin Katrina Lehis wurde mit einem 15:14-Erfolg gegen ihre Landsfrau Kristina Kuusk nach langer Babypause sensationell Europameisterin.

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