Berlin / wth

Deutschlands beste Master-Fahrer trafen sich zum Spreewaldrennen, das über vier Etappen führte. Erfolgreich am Start war der Küpfendorfer Markus Westheimer, der am Ende Gesamtzweiter wurde.

Die erste Etappe wurde über vier Runden und 77 Kilometer mit vier Sprintwertungen ausgetragen. Von Beginn an wurden von den örtlichen Teams ein sehr hohes Tempo angeschlagen. Das 100 Mann starke Fahrerfeld zog sich in die Länge.

Nach rund sieben Kilometern startete Markus Westhäuser vom Bike-o-Rado Racing-Team eine Attacke, der nur ein Fahrer folgen konnte. Auch er konnte allerdings nur kurz mithalten.

68 Kilometer alleine unterwegs

So zog Westhäuser einsam seine Runden an der Spitze des Feldes und kassierte die Zeitgutschriften für die Sprintwertungen. Nach über 68 Kilometern alleine im Wind und einem Vorsprung von nun über einer Minute wurde seine Solofahrt 1000 Meter vor dem Ziel durch einen schweren Sturz der voraus gestarteten Junioren von der Rennleitung beendet. Trotz eines Einspruches Westhäusers bei der Rennleitung wurden nur zehn Sekunden seiner Solofahrt sowie die neun Sekunden Sprintprämie berücksichtigt.

Bei der zweiten Etappe, einem Zeitfahren über 11 Kilometer, belegte Westhäuser mit einem Durchschnittstempo von 47 km/h den dritten Platz und wurde mit dem weißen Trikot des besten Sprinters ausgezeichnet.

Am Nachmittag desselben Tages fand die dritte Etappe statt, ein Rundstreckenrennen über 30 Runden und 45 Kilometer. Vom Vortag wachgerüttelt, wurden sämtliche Ausreißversuche Westhäusers von den großen Teams schnell unterbunden. Erst in der 15. Runde, einer Wertungsrunde, gelang sechs Fahrern die Flucht nach vorn, darunter auch Westhäuser.

Kälte und Dauerregen

Die sechs Fahrer harmonierten gut und konnten einen Vorsprung von über 1:30 h herausfahren. Im Zielsprint belegte Westhäuser den dritten Platz und verteidigte so das weiße Trikot.

Am nächsten Tag ging es bei der vierten Etappe über vier Runden und 96 Kilometer. Bei eisigen Temperaturen und Dauerregen wollte keiner der Fahrer mehr groß in das Geschehen eingreifen, und so wurden die Ergebnisse der Vortage sicher und sturzfrei nach Hause gefahren. Westhäuser belegte nach dieser Rundfahrt den zweiten Platz hinter dem amtierenden deutschen Straßenmeister Micha Kopf und vor Marek Bosniatski.