Handball-Bezirksliga HSG Oberkochen/Königsbronn: Spannung bis zum Schluss

Alle Blicke auf den Ball: Im Derby behielt die HSG Oberkochen/Königsbronn (gelbe Trikots) bei der SHB II die Oberhand.
Alle Blicke auf den Ball: Im Derby behielt die HSG Oberkochen/Königsbronn (gelbe Trikots) bei der SHB II die Oberhand. © Foto: ct
Herbrechtingen / pm 11.02.2019
Die HSG Oberkochen/Königsbronn gewinnt das Derby bei der zweiten Mannschaft der SG Herbrechtingen/Bolheim knapp mit 24:22 Toren.

Im Bezirksligaderby der abstiegsbedrohten SG Herbrechtingen/Bolheim II gegen den aktuell besten Kreisvertreter HSG Oberkochen/Königsbronn ging es bis zum Ende eng zu. Matchwinner Jakob Hug sichert der HSG mit seinem siebten Treffer wenige Sekunden vor Schluss dann aber doch den 24:22-Auswärtssieg.

Das Spiel begann ausgeglichen, wobei sich auf Seiten der HSG vor allem Niklas Engel gut in Szene setzen konnte. Nach einer guten Viertelstunde traf Tim Jäschke mit einem sehenswerten Dreher von der Außenposition zum 5:7 für die Gäste, was die SHB zur ersten Auszeit veranlasste.

Die Ansprache der Trainer zeigte wohl Wirkung, denn die Herbrechtinger erzielten, angeführt von ihrem besten Torschützen Dennis Weller, vier Tore in Folge und zu einer 9:7-Führung. Dazu kam eine unnötige Zeitstrafe für Felix Schoen, doch die HSG-Abwehr erkämpfte sich den Ball und Hug gelang in Unterzahl mit einer beherzten Einzelaktion der erste Gästetreffer nach einer siebenminütigen Torflaute. Auch die nächsten beiden Treffer erzielte das Gästeteam durch den quirligen Mittespieler. Nach jeweils einem weiteren Tor für beide Teams wurden beim 10:11 die Seiten gewechselt.

Zeitstrafe als Weckruf

Nach der Pause gelang der SHB bis zur 35. Minute der 13:13-Ausgleich. Eine Zeitstrafe gegen Moritz Schmied schien aber der Weckruf für den HSG-Angriff gewesen zu sein: Kai Ludwig und Viktor Rube in Unterzahl sowie Hug und anschließend der von der Bank zurückgekehrte Schmied vom Kreis sorgten mit ihren Toren für den 13:17-Zwischenstand.

Dieser Vier-Tore-Vorsprung hatte bis zur 52. Minute Bestand. Auch als Kapitän Schmied nach der dritten Zeitstrafe vom Feld musste, ließen sich die Gäste nicht aus der Ruhe bringen.

Dann wechselten die Gastgeber erneut den Torhüter und spielten eine offensivere Abwehrvariante spielten und holten so Tor um Tor auf. Bis 60 Sekunden vor Schluss hatten sich die Herbrechtinger auf 22:23 heran gekämpft und es war wieder alles offen.

Plötzlich wieder alles offen

Die HSG kam in Ballbesitz und besprach in einer Auszeit den letzten Angriff. Der Ball kam zu Jäschke, der von halblinker Position auf den freistehenden Hug weiterleitete. Mit dem notwendigen Selbstvertrauen seiner bisherigen sechs Treffer verwandelte der HSG-Regisseur sicher und unhaltbar zum entscheidenden Treffer. Am Ende blieb es beim 22:24.

Mit diesen zwei Punkten kann die HSG den Blick wieder in Richtung des vorderen Tabellendrittels richten, auch wenn am kommenden Wochenende mit der Partie beim Tabellenführer Jahn Göppingen eine ganz schwere Aufgabe bevorsteht. Für die SHB II bleibt dagegen wohl nur noch die Hoffnung, dass es keine drei direkten Absteiger gibt. pm

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